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Sieht beim morgigen Gegner ?brutale Qualität im Kader?: Teutonia-Coach Alexander Fievet tippt dennoch ein 1:1 gegen die Sportfreunde.

Fußball, Teutonia Köppern

Trainer Fievet: „Wir müssen einen Sahnetag erwischen“

In der vergangenen Hinrunde sprang Alexander Fievet nach dem Rücktritt von Tim Platt als Chef-Trainer bei Teutonia Köppern ein. Jetzt geht er mit dem Fußball-Kreisoberligisten in seine erste komplette Saison.

In der vergangenen Hinrunde sprang Alexander Fievet nach dem Rücktritt von Tim Platt als Chef-Trainer bei Teutonia Köppern ein. Jetzt geht er mit dem Fußball-Kreisoberligisten in seine erste komplette Saison. TZ-Reporter Robin Kunze sprach mit dem Fußballlehrer über einen neuen Assistenten, seine Zukunft im Verein und die Ausgangslage vor der Partie gegen Titelfavorit Sportfreunde Friedrichsdorf (Sonntag, 15 Uhr).

Herr Fievet, wie bewerten Sie ihre erste Saison als Trainer bei Teutonia Köppern?

ALEXANDER FIEVET: Eigentlich wollte ich damals ja zunächst nur bis zum Winter aushelfen. In der Winterpause wurde mir dann aber klar, dass ich bis zum Saisonende bleiben würde. Es macht einfach sehr großen Spaß, hier mit wirklich tollen Jungs Fußball zu spielen und zu arbeiten.

Können Sie sich vorstellen, auch über die aktuelle Spielzeit hinaus zu bleiben?

FIEVET: Es ist noch nicht fest, aber wir sind im Grunde so verblieben, dass ich auch in der nächsten Spielzeit noch einmal auf der Trainerbank sitzen werde. Teutonia Köppern ist ein sehr guter Verein und ich bin hier sehr zufrieden.

Seit dieser Saison haben Sie in Christian Franz einen neuen Co-Trainer. Wie läuft die Zusammenarbeit?

FIEVET: Christian – oder „Kalle“, wie er bei uns gerufen wird – gehört hier fast schon zum Inventar. Er ist spielender Co-Trainer und soll in diese Funktion eingeführt werden, damit er mich vertreten kann, wenn ich mal aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung stehe. Er hat zum Beispiel auch schon zwei Wochen der Vorbereitung geleitet und seine Sache dabei gut gemacht.

Vor der Saison ist ein halbes Dutzend Spieler aus dem eigenen Nachwuchs aufgerückt. Haben sich einige der Talente bereits in der 1. Mannschaft etabliert?

FIEVET: Ja, zwei haben den Sprung bisher geschafft. Kevin Hillner kann im Sturm oder Rechtsaußen spielen, Jakob Kovacic ist ein Mann für die Abwehr. Man merkt, dass die zwei wirklich sehr, sehr gut ausgebildet wurden. Sie haben sich schnell eingefunden und werden von den anderen voll akzeptiert.

Wenn Sie wählen müssten – mit jungen Talenten oder aber mit gestandenen Klassespielern zu arbeiten – was ist reizvoller?

FIEVET: (schmunzelt) Eine gute Frage. Ich denke, für mich ist es spannender, Spieler und Mannschaft zu formen. Aber es wäre sicherlich auch eine Erfahrung, mal mit Gruppenliga- oder Verbandsliga-Spielern zu arbeiten. Diesbezüglich kann man meinen kommenden Gegenüber ja nur beneiden.

Dennoch kommt Enis Dzihic mit den Sportfreunden morgen zum Tabellenführer Teutonia Köppern. Hätten Sie diese Konstellation erwartet?

FIEVET: Nein, ich bin davon ausgegangen, dass sie von Anfang an die Liga dominieren. Sie müssen sich aber erst einmal finden. Deswegen bin ich froh, dass wir so früh gegen sie spielen.

Können Sie die Sportfreunde ärgern?

FIEVET: Zunächst sind wir alle heiß auf das Derby und wollen Spaß an dem Spiel haben. Um etwas zu holen, müssen wir aber einen echten Sahnetag erwischen. Die Sportfreunde haben eine brutale Qualität im Kader. Da haben eigentlich 90 Prozent der Spieler nichts in der KOL verloren.

Wie gehen Sie die Aufgabe an?

FIEVET: Wir wollen auch übers Spielerische kommen, aber wir müssen mehr kämpferischen Einsatz als sie zeigen. Sonst wird es nichts.

TZ: Ihr Tipp zum Ausgang?

FIEVET: Wir dürfen ja in dieser Saison am Tipp-Spiel der Taunus Zeitung teilnehmen. Da lautete mein Tipp 1:1. Das würde ich auch in der Realität gerne mitnehmen.

Müsste man dann mit sieben Punkten aus den ersten drei Partien noch einmal das Saisonziel „einstelliger Tabellenplatz“ überdenken?

FIEVET: (lacht) Nein, das steht auch dann weiterhin fest.

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