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Bild aus vergangenen Tagen: Marc Langenbach, der frühere Trainer der TSG Ober-Eschbach

Handball, 3. Liga Ost

Trainer Marc Langenbach triumphiert in Ober-Eschbach

Die Frauen der TSG Ober-Eschbach verlieren gegen die HSG Kleenheim/Langgöns mit 19:25 (9:14). Der verschlafene Start, viele unnötige Fehler, das Schiedsrichtergespann und eine technische Panne verhindern in Summe einen Punktgewinn.

Die Emotionen kochten am Samstagabend in der Albin-Göhring-Halle hoch. Die Handball-Frauen der TSG Ober-Eschbach empfingen die vom Ex-"Pirates"-Coach Marc Langenbach trainierte HSG Kleenheim-Langgöns zum Hessen-Derby der 3. Liga Ost, im Mittelpunkt stand jedoch häufig das Schiedsrichtergespann Dominik Schek/Marco Wittemann (TuS Neuhofen). Deren Linie schwankte zwischen kleinlich und schwer nachvollziehbar, worunter beide Mannschaften zu leiden hatten. Doch gerade zu Beginn litten die Gastgeberinnen unter den Fehlentscheidungen, was die Gemüter auf der Eschbacher Bank erhitzte. Als Kreisläuferin Greta Bucher nach einer guten Viertelstunde ein Offensivfoul aufnehmen wollte und dabei von ihrer Gegenspielerin regelrecht über den Haufen gerannt wurde, platzte Christoph Pohl der Kragen. Der Pirates-Manager forderte vehement einen Spielausschluss und wurde dafür des Innenraums verwiesen.

"Einen gewissen Einfluss hat die Schiedsrichterleistung genommen", sagte Pohl nach dem Spiel, "allerdings wurde im Verlauf des Spiels auf beiden Seiten schlecht gepfiffen. Kleenheim ist damit vielleicht besser zurechtgekommen." Auch Trainer Christian Grzelachowski war mit den Referees nicht zufrieden, betonte aber: "Einige Pfiffe konnte ich nicht nachvollziehen, die Schiedsrichter haben uns aber nicht verpfiffen. Wir haben den Beginn verschlafen und uns später nie wirklich belohnen können."

Nach nur elf Minuten lagen die Pirates bereits mit 1:8 hinten. Mit technischen Fehlern, Fehlpässen und einem limitierten Repertoire im Angriff machten sich die Hausherrinnen das Leben selbst schwer, die kuriose Auslegung der Schrittregel seitens Schek/Wittemann tat ein Übriges. Doch ausgerechnet der schmerzhafte Zusammenstoß zwischen Bucher und ihrer Gegenspielerin sorgte Mitte der ersten Halbzeit für einen Hallo-wach-Effekt - erst auf dem Feld, dann auch unter den zuvor stillen Zuschauern.

"Die eine Sache, die mir heute gut gefallen hat, war, dass die Mannschaft den Funken auf das Publikum übertragen konnte", freute sich Grzelachowski. Während sich Bucher angeschlagen auf der Bank erholte, starteten die Pirates - angeführt von Andrea Mertens und Martina Pandza - eine Aufholjagd, die von den Zuschauern lautstark unterstützt wurde. In der 21. Minute bekam Mertens am gegnerischen Kreis einen scharfen Ball zugespielt, fing diesen per Körperdrehung und brachte ihn mit Wucht und Präzision zum 7:10 im Tor unter. Der starke Lauf der TSG-Frauen wurde dann jäh unterbrochen. Die Zeitnehmer hatten ein Problem mit dem Laptop, was zu einer mehrminütigen Pause und einer Gratis-Auszeit für Kleenheim führte. Langenbach rückte sein Team zurecht, woraufhin diese bis zur Pause wieder auf 14:9 enteilte.

In der zweiten Halbzeit gelang Ober-Eschbach keine Wiederholung der starken Phase vom ersten Durchgang. Fast immer, wenn die solide Abwehrarbeit einen Ballgewinn produzierte, wurde der Vorteil vorne wieder verschenkt. Kleenheim blieb daher stets in Front. "Hauptgrund für die Niederlage war die schlechte Chancenverwertung", sagte Pohl, "am Ende haben wir nur 19 Treffer auf der Uhr. Das ist wenig, einfach viel zu wenig."

Spielfilm: 0:4 (5.), 1:8 (11.), 8:11 (24.), 9:14 (30.), 12:18 (41.), 14:21 (49.), 16:23 (54.), 19:25 (59.). - Pirates: Petek - Mertens (7), Pandza (4), Bucher (4), Wäscher (2), Chmurski (1), Djini (1), Gehrke, Rosenberg, Lichtlein.

ROBIN KUNZE

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