Balltanz auf der Netzkante: Franziska Edmaier (re.) punktet in dieser Szene für die HTG Bad Homburg.
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Balltanz auf der Netzkante: Franziska Edmaier (re.) punktet in dieser Szene für die HTG Bad Homburg.

HTG Bad Homburg

Die Trauben hängen zu hoch

  • VonWolfgang Bardong
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Was die Oberliga-Teams auch unternehmen, am Tabellenthron ist nicht zu rütteln. Um diese Erfahrung reicher sind seit dem Samstagabend auch die Damen der HTG Bad Homburg.

Für die Volleyballdamen der DJK 1. SC Klarenthal waren am Samstagabend im Bad Homburger Feri-Sportpark aller guten Dinge neun, denn: Auch ihr neuntes Saisonspiel – und damit die komplette Vorrunde der Oberliga Hessen – hatten sie gewonnen. Nach 80 Minuten hieß es beim bisherigen Tabellenzweiten HTG Bad Homburg 3:0 (25:14, 25:23, 27:25) für die Gäste.

HTG-Trainer Roger Tschenett attestierte dem Bezwinger seines Teams eine starke Gesamtleistung auf technisch hohem Niveau, verwies allerdings auf gleich vier gravierende Ausfälle in seiner eigenen Mannschaft: Neben Carolin Köppe und Anja Beyrich (wir berichteten) musste Tschenett kurzfristig auch noch auf Mittelblockerin Zsuzsanna Bender (sie knickte beim Einspielen um) und auch auf Kapitän Nicole Moosbrugger (erkrankt) „in der Mitte“ verzichten.

Vor allem im ersten Satz waren die aus den Ausfällen resultierenden Abstimmungsprobleme unübersehbar. „Wir spielten bei weitem nicht so sicher, wie wir das normalerweise können und haben selbst einfache Bälle verbaggert“, meinte der HTG-Coach. Seine Mädels gerieten von Anfang an in Rückstand und steuerten nach 0:3, 2:5 und 4:8 unaufhaltsam der Satzniederlage entgegen. Da konnte sich Franziska Edmaier auf der Mittelposition auch noch so bemühen und überzeugen – Klarenthal ließ sich nicht die Butter vom Brot kratzen und tütete nach einem 12:7 und 25:14 den Satzsieg ein.

Im zweiten Satz sollte sich die HTG aber merklich fangen. „Einfach mutiger spielen“, hatte Roger Tschenett seinem Team mit auf den Weg gegeben – und dies beherzigten seine Damen dann auch. Zudem dank einer weiter nach vorne verschobenen Annahme legte die HTG schnell ein 10:5 vor, lag dann auch noch mit 22:18 in Front.

„Am Ende bekamen wir dann aber drei Aufschläge um die Ohren gehauen, und dann war auch dieser Satz weg. Wir hatten unsere Chancen“, trauerte Tschenett dem verpassten 1:1-Ausgleich nach – und dann auch dem möglichen 2:1-Satzanschluss: Lag die HTG doch im dritten Durchgang durchgängig vorne und musste erst beim 18:18 den ersten Gleichstand hinnehmen. „Den Satz hätten wir echt zumachen müssen“, seufzte der HTG-Coach nach der packenden Schlussphase. Da hatte seine Mannschaft aus einem 20:21 zunächst ein 24:23 gemacht, den nachfolgenden Satzball aber nicht „tot bekommen“ – auch nicht jenen beim 25:24 – und die Gäste drehten daraufhin den Spieß noch zum 25:27 und 0:3 um.

HTG: Auz, Bernius, Cepe, Dabrowska, Scholl, Teso, Limmer, Guschel, Vanhöfen, Edmaier. gg

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