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Sarah Schmidt (rechts) beim erfolgreichen Harai-Goshi im Finale gegen Cloe Köster (Neuhof).

Judo

Ein Traum geht in Erfüllung

Bei den Südwestdeutschen Judo-Einzelmeisterschaften (SWEM) der Altersklasse U15 in Bad Ems trafen Kämpferinnen aus vier Bundesländern aufeinander.

Bei den Südwestdeutschen Judo-Einzelmeisterschaften (SWEM) der Altersklasse U15 in Bad Ems trafen Kämpferinnen aus vier Bundesländern aufeinander. Unter ihnen auch Sarah Schmidt vom TV Eisenbach, die zweimal die Woche beim JC Erbach mittrainiert. Sie wollte nach dem 2. Platz im Vorjahr diesmal endlich den Titel gewinnen. Auf dieses Ziel hatte sie monatelang hingearbeitet. Das wollten die anderen acht, die sich der Konkurrenz stellten, natürlich auch.

Sarah Schmidt hatte es im ersten Kampf mit einer ihr völlig unbekannten Gegnerin vom JC Maifeld aus Rheinland-Pfalz zu tun. Keine leichte Aufgabe. Aber wer gewinnen will, muss jeden schlagen können. Zwei schöne Ansätze zum Uchi-mata (Innenschenkelwurf), wovon letzterer zu einer Wertung und der den Sieg bringenden Festhalte führte, und der Kampf war nach anderthalb Minuten vorüber.

Danach wartete auf die TVE-Kämpferin eine „alte Bekannte“ vom TuS Griesheim, die amtierende Hessische Vizemeisterin. Durch den schnellen Sieg im ersten Kampf enorm mit Selbstvertrauen ausgestattet, ließ Sarah Schmidt auch ihr nicht die Spur einer Chance. Einem Waza-Ari (halber Punkt) durch einen schulmäßigen Innensichelwurf (O-Uchi-Gari) folgte ein Konter mit Festhalte (Mune-Gatame). Auch dieser Kampf hatte nur wenig länger gedauert als der erste.

Im Finale traf Sarah Schmidt wieder auf eine Hessin, gegen die sie im Frühjahr noch unglücklich verloren hatte. Doch auch diese Kämpferin war Sarah Schmidts unbedingtem Siegeswillen an diesem Tag nicht gewachsen. Bereits nach 26 Sekunden bekam sie für einen dynamischen Harai-Goshi (Hüftfeger) einen Waza-Ari. Dieselbe Wertung gab es knapp eine Minute später nach einem Tai-Otoshi (Körpersturz) noch einmal. Damit war auch das Finale gewonnen und Sarah Schmidt am Ziel ihrer Träume, denn Deutsche Meisterschaften gibt es in dieser Altersklasse noch nicht. Somit war das der höchste Titel, den Sarah Schmidt momentan in Deutschland erringen konnte. Herausragend war vor allem die immense Dominanz, die sie gezeigt hatte. Keine Wertung abgegeben und jeden Kampf vorzeitig beendet zu haben – das hatte nicht einmal ihr Trainer erwartet.

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