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Auch in Waldgirmes ein Vorbild in Sachen Kampf: Steffen Rücker (SV Rot-Weiß Hadamar, rechts).

Fußball-Hessenliga

Der Traumstart und die Wiedergutmachung

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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In der Fußball-Hessenliga hat der TuS Dietkirchen am Mittwochabend gegen Fernwald Wiedergutmachung betrieben, die Nerven der Fans aber arg strapaziert. Der SV Rot-Weiß Hadamar feierte in Waldgirmes den dritten Sieg im dritten Spiel – das nennt man Traumstart.

TuS Dietkirchen – FSV Fernwald 2:1 (0:1). Nicht schon wieder! Anpfiff, erster Angriff des FSV Fernwald: 0:1. Das wollten die Reckenforstler doch dieses Mal eigentlich unbedingt vermeiden. Erneut ein früher Rückstand, diesmal per Foulelfmeter, von TuS-Keeper Raphael Laux verursacht, von Dalmelda (1.) zum 0:1 genutzt. Den ersten Ärger abgeschüttelt, erarbeitete sich der TuS eine Vielzahl von Ecken, doch im Strafraum fehlte der Abnehmer. In der 25. Minute hatte Max Zuckrigl den Ausgleich auf dem Fuß, doch der Ball wurde im letzten Moment abgefälscht. Eine 25-Meter-Freistoß-Granate donnerte Robin Böcher an den Innenpfosten, der Ball sprang wieder aus dem Tor heraus. Dann lag das Runde im Eckigen, aber der Unparteiische hatte beim Versuch Collin Schmitz’ Abseits erkannt. Kurz vor der Pause segelte ein Freistoß Mukasas durch den gesamten TuS-Strafraum, landete aber im Toraus. Der aufopferungsvoll gegen die Windmühlen kämpfende TuS musste lange warten, ehe Marco Müller fünf Minuten vor Schluss den Ausgleich machte (85.). Jetzt wollten die jungen Reckenforstler den Sieg. Und sie bekamen ihn. Kevin Kratz machte in der zweiten Minute der Nachspielzeit das 2:1. Ganz Dietkirchen stand kopf...
Dietkirchen: Laux, Nickmann (84. Weis), Rademacher, Hautzel, Kratz, Dankof, Zuckrigl, Müller (93. Bergs), Stahl (75. Cakir), Böcher, Schmitz – Fernwald: Yaman, Kaguah, Bender, Freese, Goncalves, Dalmelda, Vier, Friedrich, Mukasa, Ersentürk, Göbel – SR: Pfeiffer (Butzbach) – Tore: 0:1 Dalmelda (2./FE), 1:1 Marco Müller (85.), 2:1 Kevin Kratz (92.).
SC Waldgirmes – SV Rot-Weiß Hadamar 2:3 (1:2). Der SV startete druckvoll, hatte nach vier Minuten schon zwei Ecken und führte mit 1:0 nach einer Ballstafette über Jonas Herdering und Jacob Pistor, der für Philipp Basmaci aufgelegt hatte. Zwischendurch hatte Keeper Leon Hasselbach allerdings eine Flugshow bei einem Schuss aufs lange Eck von De Bona einlegen müssen. Überhaupt mussten die Rot-Weißen bei den oft pfeilschnellen SC-Vorstößen höllisch aufpassen. Dann ging aber wieder alles ganz schnell: Der Treffer von Max Schneider wurde wegen Abseits’ nicht anerkannt, aber nach einem weiteren Blitzangriff landete der Ball im Hadamarer Tor durch De Bona. Nächster Angriff der Kühne-Elf: Ecke Herdering, Kopfball Jason Schäfer – 1:2 (22.). Der Auffälligste im rot-weißen Dress war Jerome Zey, der immer wieder brandgefährlich über die linke Seite vorbereitete und die SCW-Abwehr rundum beschäftigte. Der dritte Hadamarer Treffer lag Jason Schäfer auf dem Fuß; er traf aber den Ball nicht richtig und schoss Torwart Russ in die Arme (36.). Russ sollte schon bald zur tragischen Figur werden. Der eingewechselte Sammy Kittel erwies sich mit seinem ersten Ballkontakt als Top-Assistant für Jason Schäfer, der einfach mal flach draufhielt. Russ hatte den Ball schon in den Armen, dann rutschte er ihm über die Torlinie. Schäfer konnte es selbst kaum glauben. Waldgirmes gab sich noch nicht auf; Felix Erben traf den Pfosten, und Lucas Hartmann sogar zum 2:3 (93.). Es war nur ein Schönheitsfleck. Der SV Rot-Weiß spielte die Partie souverän zu Ende und siegte in Klassemanier.
Waldgirmes: Russ, Erler, Schmidt, Golafra, Öztürk, Tega (69. Hartmann), De Bona, Schneider, Stephan (68. Duran), Ciraci, Fürbeth (55. Erben) – Hadamar: Hasselbach, Paul, Wölfinger, Mark. Neugebauer, Pistor (62. Kittel), Zey (80. Matth. Neugebauer), Schäfer, Rücker, Dillmann, Basmaci (88. Jindra), Herdering – SR: Günsch (Berlin) – Tore: 0:1 Philipp Basmaci (7.), 1:1 Laurin De Bona (21.), 1:2 (22.), 1:3 (63.) beide Jason Schäfer, 2:3 Lucas Hartmann (93.).

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