Kennet Meierhöfer (TG Rüsselsheim, li.) holt aus. Jens Möller (HSG VfR/Eintracht Wiesbaden II) kann den Torwurf nicht mehr verhindern.

Handball

Die Trümpfe gekonnt ausgespielt

Nach drei Niederlagen gegen Ober-Eschbach, Langenhain und Niederhofheim/Sulzbach strotzten die Handballer der TG Rüsselsheim um Trainer Ioannis Tsoultsidis nicht gerade vor Selbstvertrauen. „Wiesbaden war aber so arg dezimiert, dass wir das Spiel über 60 Minuten voll im Griff hatten“, erklärte der TG-Coach den 38:29 (20:13)-Sieg gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden II in der Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt.

Einzig Nils Grallert stammte bei den Gästen aus dem Oberligakader. Er erzielte auch mehr als die Hälfte der Wiesbadener Treffer (15/4 Tore). „Ich hatte aber von Beginn an ein gutes Gefühl“, meinte Tsoultsidis. Mit Konstantin Lutz auf der linken Halb-Position und Nicolas Wojtyniak als Linksaußen hatten die Hausherren gleich mehrere Trümpfe in der Hand. „Konstantin hat die Chance von Anfang an bekommen und seine Sache sehr gut gemacht.“ Wojtyniak profitierte auf Außen immer wieder von leichten Ballverlusten der Gäste und kam zu insgesamt elf Toren. Als es nach 15 Minuten schon 10:5 stand, spürte Tsoultsidis, dass sein Team – nun Tabellenvierter – im Spiel ist und vom Gegner wenig kommt: „Schon da fing ich an, durchzuwechseln.“

Mit Josha Porz oder dem gesundheitlich angeschlagenen David Lühmann hatte er Spieler auf der Bank, die eigentlich zur ersten Sieben gehören und bis zur Pause mithalfen, die 20:13-Führung klarzumachen. „Als dann auch nach dem Wechsel von Wiesbaden keinerlei Aufbäumen kam, ging es weiter mit den Wechseln“, sagt Tsoultsidis. Auch wenn seine Abwehr sich immer wieder auf die personellen Umstellungen einstellen musste und deswegen 29 Gegentreffer zuließ, war der Rüsselsheimer zufrieden. „Wir haben gut gespielt, wissen aber auch, dass wir in den kommenden Wochen wieder anders gefordert werden.“

TG Rüsselsheim: Schulze, Gergen. Wojtyniak (11), Porz (6), Roth (5), Schmidt, Lutz (je 3), Zimmer, Meierhöfer, Lühmann (je 2), Jakob, Eberbach (je 1).

Lange Videovorführung mit ausführlicher Besprechung: Für das Gastspiel beim zuletzt in der Bezirksoberliga Darmstadt stark auftrumpfenden Neuling TV Groß-Rohrheim glaubte Markus Rybak die von ihm trainierten Handballer der MSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten bestens vorbereitet. Ein Irrtum. „Es war im Prinzip alles für die Katz, weil meine Mannschaft so gut wie nichts von dem umzusetzen vermochte, was wir besprochen hatten.“

In der engen und für Gäste unangenehm zu bespielenden Groß-Rohrheimer Halle verlor die Dreier-SG mit 32:37 (15:18) und ist mit 11:11 Punkten (8.) nur Mittelmaß. Allenfalls in der Anfangsviertelstunde hatte man dem Gastgeber Kopfzerbrechen bereitet. Eine 8:6-Führung wurde aber schnell wieder hergegeben. Bei Halbzeit lag die MSG schon mit 15:18 hinten, konnte dann dem Gegner im zweiten Abschnitt nicht mehr ernsthaft auf die Pelle rücken.

Man war an einem Kontrahenten gescheitert, der vor Selbstvertrauen nur so strotzte. Die Groß-Rohrheimer Pluspunkte: Bei Ballbesitz kraftvoller und dynamischer Körpereinsatz sowie platzierte Würfe. Immer wieder suchte Groß-Rohrheim das Duell Mann gegen Mann, in dem dann der jeweilige Abwehrspieler von „Rü/Ba/Kö“ meist das Nachsehen hatte. Herausragend hierbei Andreas Ochs (11 Tore) und Sebastian Haas (10). Coach Rybak: „Wir waren darauf vorbereitet, bekamen dennoch keinen Zugriff.“

Deshalb reichten auch 32 Tore nicht für etwas Zählbares. „Zwar ist auch unser Angriffsspielnoch zu sehr fehlerbehaftet. Doch das Hauptproblem liegt in der Abwehr. Wir müssen dahin kommen, auch mit solch einer Trefferausbeute mal ein Spiel gewinnen zu können“, sagte Markus Rybak.

Spielfilm: 3:1, 3:4, 5:5, 6:8, 8:8, 9:10, 11:11, 15:12, 17:13, (18:15), 20:16, 23:17, 25:21, 28:22, 33:28, 37:32.

MSG: Gommans, Feuster; Cezanne (6), Popp (5/4), Mirco Reinheimer, Dippel (je 4), Hirsch, Marius Reinheimer (je 3), Römer (2), Sprengard, Weyrich, Kaczmarek, Manderscheid, Schapher (je 1).

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