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TSG Oberursel: Wenn ein Rädchen ins andere greift

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Von: Stefan Fritschi

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Jubel nach dem Sieg gegen Kriftel: die Oberliga-Handballerinnen der TSG Oberursel mit Trainer Florian Crasnaru.
Jubel nach dem Sieg gegen Kriftel: die Oberliga-Handballerinnen der TSG Oberursel mit Trainer Florian Crasnaru. © Verein

TSG Oberursels Oberliga-Damen entzaubern Spitzenreiter TuS Kriftel. Nach dem dritten Saisonsieg ist die Aufstiegsrunde für den Hessenmeister von 2019 wieder drin.

Oberursel -Florian Crasnaru, neuer Trainer der TSG Oberursel, kostete die Glücksgefühle voll aus. "Ich bin begeistert, es war berauschend. Dafür spielst du Handball, um solche Momente zu erleben", sagte er nach dem Coup über den bisher verlustpunktfreien Spitzenreiter TuS Kriftel.

Mit 18:16 (9:7) bezwang die TSGO den klaren Favoriten und hat jetzt sogar eine realistische Chance, noch in die Aufstiegsrunde der Oberliga zu kommen. Dazu sind zwei Siege in den restlichen beiden Partien Pflicht, auf jeden Fall einer mit fünf Toren Differenz beim Tabellendritten HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden am 6. März. In der Hinrunde hatte es eine 19:23-Niederlage gegeben.

TSG Oberursel: Eingewechselte Spielerin macht die "Big Points"

Der Erfolg war vollauf verdient. Lediglich Mitte der zweiten Halbzeit, als ein wenig Sand im Oberurseler Getriebe war, hätte die Partie kippen können. Da gelang es Kriftel, mehrmals auszugleichen, letztmals zum 15:15 (49.). Doch dann traf die eingewechselte Anouk Hipp, dann Elise Schumacher und abermals Hipp zum 18:15 (55.) - die Partie war entschieden, daran änderten auch zwei Auszeiten der Gäste nichts.

Schwungvoll hatte die TSGO begonnen, lag nach sieben Minuten 4:0 vorne. Damit stieg das Selbstvertrauen. Das Team habe auch die Sachen umgesetzt, die im Training Thema waren. "Mehr Eigenverantwortung", so Crasnaru, war gefordert. Im Vergleich zum Walldorf-Match machten die Oberurselerinnen viel weniger technische Fehler. Und die Defensive war überragend. Erstaunlich, wie viele Bälle geblockt werden konnten.

Kriftel lag kein einziges Mal vorne, konnte lediglich fünfmal nach der Pause ausgleichen. Eine Viertelstunde vor Schluss gönnte Crasnaru seiner Leistungsträgerin Greta Bucher eine Pause und brachte Hipp. Die Rechnung ging auf, an diesem Wechsel wurde besonders deutlich, dass alles gegriffen habe, sagte der Trainer. In der zweiten Halbzeit habe sein Team gar überhaupt kein Kontertor bekommen. "Wir müssen dies jetzt stabilisieren", sagte Crasnaru.

TSGO-Tore: Heilmann (6/5), Bucher (4), Schumacher (3), Hipp, Günther (je 2), Sauer (1).

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