+
Beim Spiel in Goldstein, als der damalige Trainer Sahin verspätet eintraf, stand Benjamin Weber schon einmal in der Verantwortung.

Taunus-Sport

TSGO: Benjamin Weber hilft als Cheftrainer aus

Urlaubsbedingt werden die Handballer der TSG Oberursel vom bereits dritten Trainer in dieser Saison gecoacht. Wer das Amt in der nächsten Woche ausübt, ist noch nicht klar.

Die Oberliga Hessen ist und bleibt im Frauen-Handball eine hochinteressante Spielklasse. Mit der HSG Rodgau Nieder-Roden (12:4 Punkte), der SG Kirchhof II, dem TV Hüttenberg (je 11:3), der TSG Oberursel und TuS Kriftel (je 10:4) liegen fünf Mannschaften fast gleichauf. Nur eine davon darf als Meister auch am Ende aufsteigen. Zwei davon, Rodgau und Oberursel, haben schon verkündet, sich gegen einen Sprung in die 3. Liga nicht zu wehren.

Bevor diese beiden Mannschaften gleich nach der Winterpause wieder aufeinandertreffen (am 2. Februar in Nieder-Roden), könnte es sein, dass es die TSG Oberursel bis an die Spitze geschafft hat. Denn während sich die Konkurrenz gegenseitig noch die Punkte abnehmen wird, hat das Team von Trainer Paul Günther bis Weihnachten lösbare Aufgaben – mit einer Ausnahme: Los geht das „Restprogramm des Jahres“ am Samstag um 19.30 Uhr mit dem Spiel gegen Neuling HSG Wiesbaden. Zwischen den Auswärtsspielen bei der HSG Wettenberg und HSG Bensheim/Auerbach II empfängt die TSGO am 8. Dezember mit der Kirchhofer Zweitliga-Reserve noch einen Mitkonkurrenten um die Hessenmeisterschaft.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und es nun mit Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte zu tun“, sagt Günther, der zugleich höchste Konzentration von seinem Team fordert, das fünfmal in Serie gewann. Personell gibt es laut Günther keine Veränderungen. Nur die Rekonvaleszentinnen Julia Busse und Katharina Löbrich fielen weiterhin aus.

Auch bei den Männern der TSG Oberursel in der Landesliga Mitte halten sich die Verletzungssorgen in Grenzen. Wo sich das Feld lichtet, ist die Trainerbank. Dirk Lodders, der vor zweieinhalb Wochen für den entlassenen Ergün Sahin übernahm und inzwischen bis zum Saisonende zugesagt hat, weilt im lange geplanten Urlaub. Assistenztrainer Benjamin Weber wird ihn am Sonntag im Spiel bei den TSF Heuchelheim (17.30 Uhr, Sporthalle Schwimmbadstraße) vertreten, um danach selbst für eine Woche in den Urlaub zu fahren. Laut Betreuer Bernhard Weber steht noch nicht fest, wer die Mannschaft in der kommenden Woche inklusive des Spiels gegen die HSG Lollar/Ruttershausen coacht.

Weber sagt mit Blick auf morgen, die Mannschaft habe gut trainiert und er habe vollstes Vertrauen in sie. „Es wird schwer, aber wir werden versuchen, etwas mitzunehmen.“ Heuchelheim hat als Neuling bereits acht Punkte gesammelt, die TSGO steht mit erst zwei Zählern mit dem Rücken zu Wand.

Den letzten Platz haben die Orschelerinnen wiederum in der Frauen-Landesliga Mitte verlassen. Den Aufwärtstrend aus dem Hochtaunus-Derby (26:17 gegen die HSG Anspach/Usingen) möchte die 2. Mannschaft nun beim Tabellennachbarn TV Idstein fortsetzen (Sonntag, 17 Uhr). Anspach/Usingen ist inzwischen auf den letzten Platz abgerutscht, doch Trainer Ralf Kern ist der festen Überzeugung, dass in der Mannschaft mehr steckt, als sie bisher gezeigt hat. Am Sonntag (16 Uhr) trifft die bis dato schwächste Angriffsreihe in der Usinger Buchfinkenhalle jetzt auf Absteiger HSG Eibelshausen/Ewersbach, der bei 12:2 Punkten eine der torgefährlichsten Landesligisten stellt. „Im Training läuft es gut, jeder gibt sein Bestes“, hat Trainer Ralf Kern festgestellt, „aber wenn der Schiedsrichter das Spiel anpfeift, ist alles wieder vergessen.“

Unter ihren Möglichkeiten sind in dieser Bezirksoberliga -Saison zumeist auch die HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten und die TSG Eddersheim geblieben, die sich am Sonntag (16.30 Uhr) in der Taunusschule Königstein gegenüberstehen. Die HSG steht mit 7:13 Zählern am Rande der Abstiegszone, der Absteiger aus dem Main-Taunus-Kreis nur im Mittelfeld der Tabelle (10:8 Punkte). Rückenwind dürften die Eddersheimer aber durch den 34:23-Sieg gegen den alten Rivalen HSG Hochheim/Wicker erhalten haben. Die Spielgemeinschaft vom Tor zum Rheingau empfängt wiederum am heutigen Samstag die TSG Ober-Eschbach. Anwurf ist um 19 Uhr in der Hochheimer Georg-Hofmann-Halle.

Auch die Gastgeber um Pierre D’Aveta sind nach prima Start enttäuscht über den Saisonverlauf. In den vergangenen sieben Spielen konnte nur ein Sieg bejubelt werden. Demgegenüber steht die imponierende Serie der TSG, die seit fünf Partien ungeschlagen ist. Die Mannschaft mit dem derzeit torhungrigsten Angriff der BOL ist bis auf Platz drei gestürmt. Den würde Trainer Slobodan Jankovic gern halten. Aber, so sagt er vor dem Auswärtsspiel: „Die HSG hat eine gute Mannschaft und spielt einen guten Handball. Das wird wieder ganz schwer für uns.“ rem/fiu

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare