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TuS Dietkirchen: Das „Monster“ ist besiegt!

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Torschütze für den TuS Dietkirchen in Griesheim: Marco Müller.
Torschütze für den TuS Dietkirchen in Griesheim: Marco Müller. © Patrick Jahn

„Big Points“ für den TuS Dietkirchen in der Fußball-Hessenliga, Gruppe B: Das Team gewann nicht nur bei Angstgegner, sondern schoss dabei den Gegner aus der Aufstiegsrunde und half somit dem SV Rot-Weiß Hadamar.

Durch den wichtigen Erfolg hat die Elf von Trainer Thorsten Wörsdörfer die Aufstiegsrunden-Träume des Widersachers wie einen Luftballon platzen lassen, sich dabei drei Punkte im direkten Vergleich für die Abstiegsrunde gesichert und zusätzlich noch dafür gesorgt, dass der SV Rot-Weiß Hadamar – unabhängig der Resultate vom Sonntag - erst einmal unter den Top Fünf bleibt.

SC Viktoria Griesheim – TuS Dietkirchen 1:2 (0:1). „Irgendwann gleicht sich alles einmal aus“, sagte ein gut gelaunter Thorsten Wörsdörfer nach Spielende. Was er damit meinte, war der „nicht unverdiente Sieg, der aber auch auf das Glück des Tüchtigen zurückzuführen war“. Dietkirchens Taktik nach den Erfahrungen aus dem Hinspiel war klar: Tief stehen, gut organisiert sein und den spielstarken Griesheimern keine Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Dieser Plan sollte aufgehen.

Bereits nach fünf Minuten hatte Marco Müller das 0:1 auf dem Schlappen, doch sein 25-Meter-Schuss Richtung verwaistes Gehäuse landete in den Armen des an der Strafraumgrenze angekommenen SCV-Keepers Paul Jivan. Eben weil der TuS im Kollektiv stark verteidigte, mussten es die Darmstädter zwangsläufig mit langen Bällen über die Abwehrkette der Schwarz-Roten versuchen. Mehr als Halbchancen, die entweder verpufften oder durch den guten Torwart Max Gotthardt vereitelt worden waren, sollten dadurch aber nicht herausspringen. Einmal mussten die Reckenforstler dann aber doch die Luft anhalten, als Alexandru Paraschiv aus kurzer Distanz zum Abschluss gekommen war, Gotthardt aber überragend parierte (41.).

Zu diesem Zeitpunkt hatte Dietkirchen schon einen Treffer vorgelegt, der – zugegebenermaßen - etwas glücklich zustande gekommen war: Nach einem Diagonalball Dennis Leukels überlistete ein Klärungsversuch der einheimischen Defensive den eigenen Keeper Paul Jivan, und Maximilian Zuckrigl hatte keine Mühe mehr, die Kugel im leeren Tor unterzubringen – 0:1 (27.).

Hart umkämpft und intensiv ging es auch nach der Pause weiter. Der Unterschied aber war, dass dem TuS ein Auftakt wie aus dem Bilderbuch gelingen sollte. Kevin Kratz brachte einen Freistoß aus dem Halbfeld in die Gefahrenzone, wo Marco Müller – ziemlich freistehend – zum 0:2 einnicken durfte (49.). „Ein optimaler Zeitpunkt, das hat uns gutgetan“, resümierte Thorsten Wörsdörfer. War das schon die Vorentscheidung? – Nein, denn Griesheim, das keineswegs enttäuschte, weiterhin sehr beweglich und spielerisch stark agierte, startete Angriff um Angriff auf das TuS-Tor. Da aber nach wie vor immer ein Bein entscheidend im Weg stand, war es um die Effektivität der Gastgeber nicht gut bestellt.

Die Elf vom Reckenforst hätte die Partie dann gleich mehrfach entscheiden müssen. Zunächst zielte Marco Müller aus 16 Metern über das leere Tor (65.), dann scheiterte Dennis Leukel am prächtig reagierenden Paul Jivan (73.). Ansonsten versäumten es Zuckrigl & Co., die sich bietenden Konterchancen sauberer zu Ende zu spielen. Als die Dietkircher etwas übermütig ob des möglichen dritten Tores wurden, keimte plötzlich noch einmal Spannung auf: Nino Cassanitis langer Ball auf den zweiten Pfosten fand in Fabian Windeck seinen Adressaten, der per Kopf auf 1:2 stellte (89.). Zittern war also noch einmal angesagt.

In der Schlusssequenz wurde es selbstredend noch einmal hektisch, es passierte aber nichts mehr. „Die Jungs sind kämpferisch und läuferisch absolut an die Grenze gegangen und haben sich den Sieg absolut verdient“, meinte „Wörsi“, der sich über das Comeback von Steffen Moritz und Oskar Stahl freuen durfte, und der natürlich wusste, wie wertvoll dieser „Dreier“ in spätestens zwei Wochen sein kann.

Die Dietkircher Spieler feierten anschließend mit einer „La Ola“ vor den mitgereisten Fans: dem Tross rund um die C-Liga-Mannschaft vom Reckenforst, die mit dem Zug inklusive dreimaligem Umsteigen angereist war und mit Trommeln und Fahnen für Stimmung gesorgt und das Hessenliga-Team zum Sieg getrieben hatte. PATRICK JAHN

Griesheim: Jivan, Windeck, Kern, Bender, Starck, Stumpf, Paraschiv, Cassaniti, Schüßler, Lorenz, Adusei (54. Kazimi) – Dietkirchen: Gotthardt, Nickmann, Schmitt (46. Lengwenus), Böcher, Müller (67. Moritz), Hautzel (78. Stahl), Kratz, Leukel, Dankof, Zuckrigl, Bergs – SR: Haustein (Buseck) – Tore: 0:1 Maximilian Zuckrigl (27.), 0:2 Marco Müller (49.), 1:2 Fabian Windeck (89.) – Zuschauer: 100.

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