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TuS Dietkirchen „wie Flasche leer“

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Der Dietkircher Matteo Enders (vorn), verfolgt von Tim Richter (FSV Fernwald).
Der Dietkircher Matteo Enders (vorn), verfolgt von Tim Richter (FSV Fernwald). © Patrick Jahn

Im vorgezogenen Spiel der Fußball-Hessenliga-Aufstiegsrunde hat der TuS Dietkirchen seinen Heim-Auftritt gegen den FSV Fernwald mit 0:3 in den Sand gesetzt und war dabei noch gut bedient. Zum vierten Mal in den letzten fünf Spielen blieb die Reckenforst-Elf ohne Tor.

VON PATRICK JAHN

TuS Dietkirchen – FSV Fernwald 0:3 (0:2). „Wenn das 0:1 fällt, ist es für uns momentan fast vorbei“, stellte TuS-Trainer Thorsten Wörsdörfer nach dem Abpfiff fest. Damit hatte er den Nagel auf den Kopf getroffen. In den ersten 20 Minuten war Dietkirchen ebenbürtig und wirkte auch gewillt, Paroli zu bieten. Bis auf einen Kopfball von Lucas Burger, der für Torwart Max Gotthardt keine große Bewährungsprobe dargestellt hatte, war vom FSV offensiv wenig zu sehen. Als Brian Mukasa dann aber einen klugen Pass in den Lauf von Erdinc Solak spielte und dieser zum 0:1 vollendete (23.), schien es so, als sei dem TuS der Stecker gezogen. Plötzlich war die Körpersprache schlecht, auch die einfachsten Dinge sollten nicht mehr gelingen. Folgerichtig spielte nur noch Fernwald.

Erdinc Solak traf mit einem fulminanten Volley-Kracher nur die Latte (26.), und Johannes Hofmann zielte frei vor Max Gotthardt etwas zu genau (28.). Bis auf einen abgefälschten 20-Meter-Freistoß von Kevin Kratz, der auf dem Tordach landete, hatte der TuS nichts zu bieten (29.). Kurz vor der Pause dann ein Sinnbild des Dietkircher Spiels: Einen eigentlich ungefährlichen, langen Ball spitzelte Tim Richter am herauseilenden Max Gotthardt vorbei und schob ins verwaiste Tor ein – 0:2 (43.). Als Erdinc Solak bald nach Wiederbeginn auf Zuspiel von Mica Hendrich auf 0:3 erhöhte, war die Messe endgültig gelesen (54.).

Glück hatten die Schwarz-Roten zudem bei einem Pfostentreffer Mirko Freeses (75.), und zuvor, als Max Gotthardt gegen den freistehenden Tim Richter parierte (59.). Als die Elf von Trainer Daniyel Bulut ein bisschen zu viel wollte und nachlässiger wurde, ergaben sich auch für Dietkirchen noch Gelegenheiten: Marco Müller scheiterte an Keeper Mithat Sahin (57.), Julius Gross zwang den FSV-Schlussmann mit einem strammen 16-Meter-Geschoss zu einer Glanzparade (79.), und auch bei Dennis Leukels Eins-gegen-Eins-Duell blieb der Keeper Sieger (82.).

„Wir waren mit dem 0:3 noch gut bedient und müssen für die neue Saison die Lehren daraus ziehen. Aktuell können wir die einfachen Tugenden nicht mehr abrufen, und es sind zu viele Bremsen fest, die wir nicht mehr gelöst bekommen. Wir wollen die zwei ausstehenden Spiele noch einigermaßen gut über die Bühne bekommen, wissen aber auch, dass es so im Moment einfach nicht reicht.“

Dietkirchen: Gotthardt, Nickmann (79. Kuczok), Müller (64. Mink), Hautzel, Kratz, Leukel, Zuckrigl, Bergs, Enders, Lengwenus, Schmitz (73. Gross) – Fernwald: Sahin, Kaguah, Burger, Goncalves, Solak, Richter (64. Strack), Mukasa (72. Freese), Hendrich, Dervishi (68. Markiewicz), Hofmann, Dinler – SR: Rolbetzki (Schröck) – Tore: 0:1 Erdinc Solak (23.), 0:2 Tim Richter (43.), 0:3 Erdinc Solak (54.) – Zuschauer: 120.

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