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Über dem SV Rot-Weiß Hadamar weint der Himmel

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Autsch! Der Hadamarer Sammy Kittel (am Boden) bringt Leon Recker vom KSV Baunatal unsanft zu Fall.
Autsch! Der Hadamarer Sammy Kittel (am Boden) bringt Leon Recker vom KSV Baunatal unsanft zu Fall. © Patrick Jahn

Der SV Rot-Weiß Hadamar, dem kaum noch gesunde Spieler zur Verfügung stehen, bleibt in der Fußball-Hessenliga in der Abwärtsspirale.

VON PATRICK JAHN

SV Rot-Weiß Hadamar – KSV Baunatal 0:3 (0:0). Wie groß Hadamars Not wirklich ist, zeigte ein Blick auf den Spielbericht: Trainer Stefan Kühne war dort als Ersatzspieler aufgeführt. Doch das weckte die rot-weißen Lebensgeister: Vom Start weg wirkte der SVH bissig, leidenschaftlich und war in der Lage, den KSV vor Probleme zu stellen. Beleg dafür war Minute neun, in der Mirko Dimter per Kopf am gut reagierenden Torwart Yannick Wilke scheiterte. Baunatal, das zunächst viel „Langholz“ präsentierte, hatte seinerseits durch Leon Recker, der den Ball über den Kasten jagte, seine erste Gelegenheit (11.). Ein 20-Meter-Schuss Hüseyin Cakmaks flog hauchzart am rechten Winkel vorbei (28.). Noch enger wurde es für die in dieser Situation schlecht verteidigenden Hadamarer, als Tom Siebert in den Lauf von Leon Recker spielte, dieser jedoch aussichtsreich nur das Außennetz anvisierte (32.). Auf der anderen Seite kombinierten sich Finn Ott und Sammy Kittel gut durch, doch Letzterer fand in Keeper Yannick Wilke seinen Meister (34.).

Die Hoffnung der Hadamarer Rumpf-Elf zerplatzte nur 20 Sekunden nach Wiederbeginn: Tom Sieberts stramme Hereingabe grätschte Mirko Dimter äußerst unglücklich in die eigenen Maschen – 0:1, ein Alptraum (46.). Der Treffer gab dem KSV spürbar Sicherheit. Hadamar war gefühlt der Stecker schon gezogen, während die Jungs von Trainer Tobias Nebe deutlich Oberwasser gewannen. Dominik Schneiders wuchtigen 20-Meter-Freistoß wehrte Leon Hasselbach stark ab, und auch beim Nachschuss von Hüseyin Cakmak war der Keeper bravourös zur Stelle (49.). Baunatal verteidigte fortan geschickt, hatte aber andererseits auch wenig Mühe, weil den Westerwäldern die Durchschlagskraft fehlte. Lenkte Leon Hasselbach einen strammen Sebastian Schmeer-Schuss noch über die Latte (72.), war er kurz danach machtlos, als Jonas Springer aus der Distanz trocken und mit Hilfe des Innenpfostens für das entscheidende 0:2 sorgte (74.). Schließlich setzte Hüseyin Cakmak nach dem folgenden Konter die Kugel zum 0:3-Endstand in den Knick (81.) – über Hadamar weinte der Himmel, während Baunatal im Regen tanzte.

Stefan Kühne war traurig: „Ich dachte wirklich, dass es nicht mehr schlimmer geht, aber dann kassieren wir nach 20 Sekunden in der zweiten Halbzeit ein Eigentor zum 0:1. Dann muss ich sehen, wie die Jungs den Kopf hängen lassen, weil sie in einer Negativspirale sind. Wille und Leidenschaft kann ich keinem absprechen, und vor allem die erste Halbzeit war richtig gut. Junge Spieler wir Larion Kosuchin, Finn Ott oder David Sumak, die wir langsam an das Niveau heranführen wollten, sollen uns jetzt den Arsch retten – das geht einfach nicht.“

Hadamar: Hasselbach, Fosuhene, Dimter, Kittel, Zouaoui, Wilhelmy, Dillmann (89. Jnid), Ott (69. Koch), Burggraf, Kosuchin, Sumak – Baunatal: Wilke, Schneider, Cakmak (84. Neufang), Schäfer (83. Künzel), Siebert (65. Schmeer), Recker (65. Lindenthal), Berninger-Bosshammer, Springer, Blahout, Borgardt, Krengel (87. Durak) – SR: Safi (Erlensee) – Tore: 0:1 Mirko Dimter (46., ET), 0:2 Jonas Springer (74.), 0:3 Hüseyin Cakmak (81.) –

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