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Überragende Doppel

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Von: Nils Malzahn

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In der Badminton-Hessenliga hat der TV Hofheim seine Tabellenführung ausgebaut. Auf dem Weg zur Meisterschaft fehlen der Mannschaft von Laurin Witt nur noch zwei Siege.

Nachdem der Tabellenführer bereits am Samstag gegen den Tabellenvorletzten SG Dornheim II souverän mit 8:0 Punkten und 16:0 Sätzen gewonnen hatte, stand in der Brühlwiesenhalle das Spitzenspiel gegen den hartnäckigsten Verfolger, TV Dieburg/Groß Zimmern II auf dem Programm. Die Vorzeichen waren klar: Mit einem Sieg würden die Hofheimer ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf drei Punkte ausbauen, bei einer Niederlage hätte man den direkten Konkurrenten vorbeiziehen lassen müssen und wäre an den letzten vier Spieltagen auf Schützenhilfe einer anderen Mannschaft angewiesen.

Chancenlose Gäste

Die knapp 70 Zuschauer hatten sich also auf ein enges und spannendes Duell der beiden dominierenden Teams der Hessenliga eingestellt. Auf der einen Seite sollten sie in den folgenden 90 Minuten enttäuscht werden, weil die Begegnung alles andere als Spannung bot. Auf der anderen Seite konnten sie gleichermaßen begeistert und staunend erleben, wie Hofheim dem direkten Kontrahenten nicht den Hauch einer Chance ließ.

„Alle haben heute ihr bestes Saisonspiel gemacht. Alle drei Doppel waren überragend und haben Dieburg keine Chance gelassen“, freute sich Laurin Witt. Mit seinen Mannschaftskameraden feierte er erneut einen 8:0-Erfolg, den er selbst im ersten Herren-Doppel gemeinsam mit Sven Erik Prey einläutete. Mit 21:12 und 21:19 setzten sie sich gegen Dieburgs Pascal Roth und Christian Achenbach durch. Noch eindrucksvoller dominierten Sandra Emrich und Silvana Hultsch gegen ihre Kontrahentinnen Marie Niebergall und Orianne Perdrix im Damen-Doppel. 21:12 und 21:9 hieß es dort aus Hofheimer Sicht; die Zuschauer beklatschten schon zu diesem Zeitpunkt jeden einzelnen Punktgewinn.

„Im Hinspiel haben uns mit Frank (Fischer) und Silvana (Hultsch, Anm. d. Red.) zwei wichtige Kräfte gefehlt. Diesmal war es anders, weil Dieburg ohne Kai Karstedt und Ina Beck angetreten ist“, erklärte Witt. In der Vorrunde im Oktober hatten sich beide Mannschaften beim 4:4 noch ein Duell auf Augenhöhe geliefert. Dass es diesmal nicht dazu kam, war auch den deutlichen Siegen von Sven Erik Prey und Sandra Emrich in den ersten Einzeln geschuldet. Auch Lukas Vogel und Frank Fischer überzeugten im zweiten Herren-Doppel, so dass beim 5:0-Zwischenstand keine Zweifel mehr am Sieger bestanden. Hofheim spielte dennoch – weiterhin angefeuert von den frenetischen Zuschauern – konzentriert bis zum Schluss und gab nur einen einzigen Satz ab. „Für uns ist das ein überragendes Ergebnis, das war die halbe Miete für den Aufstieg“, jubelte Witt. Tatsächlich kann er schon am kommenden Spieltag mit seiner Mannschaft den Sprung in die Oberliga schaffen. Voraussetzung hierfür wären zwei weitere Siege beim BC Kassel und beim BLZ Mittelhessen (7. und 8. März).

Auch Schwanheim top

Auch die TuS Schwanheim unterstrich am Wochenende eindrucksvoll ihre Position als Tabellenführer. In der Oberliga-Mitte siegte der Aufsteiger mit 6:2 bei der SG Dornheim und am Tag darauf mit 7:1 beim TV Wehen II. Vier Spieltage vor Saisonende beträgt der Vorsprung auf den SV Fun-Ball Dortelweil II allerdings nur zwei Punkte. „Wir genießen die Tabellenführung natürlich, wissen aber, dass noch ein paar Spiele absolviert werden müssen. Trotzdem: Der Einzug in die Regionalliga wäre natürlich ein Wahnsinn“, freute sich Christine Kamburg über das erfolgreiche Wochenende. Am 21. März kommt es in Dortelweil wohl zum entscheidenden Spiel um die Meisterschaft zwischen den beiden Vereinen, die die Oberliga in diesem Jahr nach Belieben dominieren.

(nmz)

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