Überraschung knapp verpasst

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Die Bundesliga-Keglerinnen des Falkeneck KV Riederwald waren einer Überraschung beim Spitzenreiter und voraussichtlichen Deutschen Meister DSKC Eppelheim bis zum Schluss ganz nahe.

Doch was hilft die beste Leistung, wenn nichts Zählbares herauskommt? Nach dem 2737:2743 (mit einem Plus von 39 im Abräumen) können sich die Frankfurterinnen zwar rühmen, als erstes Team in der laufenden Saison die Eppelheimer auf deren Bahnen an den Rand einer Niederlage gebracht zu haben, in der Tabelle fielen sie aber auf einen Relegationsplatz zurück.

Für das Highlight des Tages sorgte einmal mehr Minka Esser. Die große „alte Dame“ des Kegelsports war mit 498 Holz (187 geräumt) Tagesbeste. Die seit Wochen in einem Formtief steckende Ulrike Latka musste sich dagegen auf den ergiebigen Bahnen mit 406 gefällten Kegeln begnügen. Doreen Beez startete ähnlich schwach, steigerte sich dann aber mit den zweiten 50 Kugeln und kam zumindestens noch auf 445 (153 im Abräumen).

Als die Start-Trios die Bahnen verließen, stand es unentschieden. Und es blieb bis zum Schluss spannend. Die Führung wechselte vom Wurf zu Wurf, kein Team konnte sich absetzen. Nach jeweils 50 Versuchen lagen die Gäste um drei Holz vorn, am Ende um sechs Zähler hinten. Sehr stark spielte erneut Tanja Müller (487 mit 162 im Abräumen). Sandra Bonarius kam auf 465 (158 im Abräumen) und die erst 15 Jahre alte Laura Wenzel konnte mit ihren 436 Kegeln auch zufrieden sein. Nur gereicht hat es nicht ganz.

In der Zweiten Bundesliga Mitte verloren die Männer von FB KSC Eintracht Frankfurt durch die 5311:5357-Niederlage bei Rot-Weiß Nauheim die Tabellenführung. Was den Bockenheimern zum Sieg fehlte, war ein „Ausreißer“ nach oben. So wie ihn Nauheim mit dem Resultat von Reinhard Kirst hatte, der 999 Kegel umwarf. In diese Dimension kam auch nicht der schnittbeste Ligaspieler Torsten Depta, der sich mit 924 begnügen musste. Die 900er-Grenze auf den schwer zu spielenden Bahnen übertrafen immerhin noch noch Hans-Jürgen Walther (917) und Thomas Schreiber (910). René Schrader spielte 888, während Jens Mauthe (847) und Michael Zahn (825) mit den Bahnen offensichtlich nicht zurecht kamen.

Einen Dämpfer im Kampf um den Klassenerhalt erhielt der FTV 1860 Frankfurt , der bei Olympia Mörfelden II mit 5565:5751 verlor. Die Gastgeber setzten mit Jürgen Fleischer (991) und Reinhold Ernst (999) zwei erfahrene Asse ein, dem hatte der Neuling nichts entgegenzusetzen. Einzige Lichtblicke waren die geringe Fehlwurfquote und die gute Leistung von Tristan Schulze bei seiner Bundesliga-Premiere. Gemeinsam mit Torben Jammer kam er auf 940 Holz. Noch besser waren Mirko Coskovic (957) und Simon Thoma (954). Jerko Liovic spielte 924, Ivo Pejic 898, Nenad Miklausic 892, was in der Summe in Mörfelden einfach zu wenig war.

(löf)

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