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Nicht immer einfach zu lenken: Wolfgang Kaufmann (Molsberg) in seinem Porsche 997 K3.

VLN

Unpräzise Lenkung ist entscheidend

Die dritte Veranstaltung zur Langstreckenmeisterschaft VLN am Nürburgring war Anlass für das Team von Porsche Kremer Racing, den perfekt vorbereiteten Porsche 997 K3 wieder an den Start zu bringen.

Am Volant des Gruppe H-Porsche sollte der Molsberger Rennprofi Wolfgang Kaufmann zusammen mit Eberhard Baunach (Köln) drehen. Am frühen Morgen stand das Qualifying auf dem Programm, das Kaufmann als einer der ersten Fahrer aufnahm. Die noch relativ freie Strecke nutzte Kaufmann für eine Rundenzeit in den „Top 10“, ehe er den Porsche 997 K3 an Teameigner Baunach für dessen Pflichtrunde übergab. Obwohl die Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Kurs im Laufe des Zeittrainings schnellere Zeiten zuließ, sollte die beste Runde von Wolfgang Kaufmann für die Pole Position in der Gruppe H und der gesamten zweiten Startgruppe folgen.

Als das auf vier Stunden angesetzte Langstreckenrennen zur Mittagszeit startete, machte der „Piranha“ seinem Spitznamen alle Ehre: Er „biss“ ins Lenkrad und enteilte dem Verfolgerfeld zusehends. Ziel sollte der Gruppensieg in der Eifel sein, und die Zeichen schienen günstig zu stehen. Doch erneut sollte der Defektteufel seine Finger im Spiel haben. Nach gut fünf Runden stellte Kaufmann eine unpräziser werdende Lenkung fest: „Auf der Döttinger Höhe habe ich dann mal probiert, wie die Lenkung reagiert und schnell gemerkt, dass sie nicht mehr so feinfühlig reagierte wie gewohnt“, stellte Kaufmann fest. Zur Vorsicht nahm der Westerwälder etwas Tempo raus und fuhr den Stint mit gebremstem Schaum zu Ende.

An der Box prüfte die Kremer- Racing-Crew akribisch die Lenkung, was 20 Minuten Standzeit und den möglichen Gruppensieg kostete. Teamkollege Baunach übernahm für Stint Nummer zwei, doch das Problem tauchte beim nächsten Stopp wieder auf. Künstlerpech. Aus Sicherheitsgründen entschied sich das Team, den Porsche 997 K3 aus dem Rennen zu nehmen.

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