+
Auf ihn kann sich der TuS Dietkirchen verlassen: Robin Dankof.

TuS Dietkirchen

Unser "Spieler des Monats April" ist Robin Dankof

Die Nassauische Neue Presse hat sich bei der Wahl zum „Spieler des Monats April“ für Robin Dankof vom TuS Dietkirchen entschieden. In die engere Auswahl kommt jeweils ein Fußballer/eine Fußballerin, der/die auf oder neben dem Sportplatz besonders positiv aufgefallen ist.

VON PATRICK JAHN

Manchmal ist nicht unbedingt die Masse an Toren ausschlaggebend, sondern vielmehr die Wichtigkeit bestimmter Treffer. Einen solchen hat Robin Dankof (24) vom TuS Dietkirchen am Abend des 30. April erzielt. Gegen den ranghöheren Hessenligisten SV Rot-Weiß Hadamar hieß es im Halbfinale des Kreispokal-Wettbewerbs am Ende 1:0 für den Verbandsligisten und der „Underdog“ steht im Finale.

Für den TuS Dietkirchen zweifelsohne ein riesengroßer Erfolg, für Robin Dankof sowieso. Der Torjäger über seine Gefühlslage: „Ich habe mich natürlich gefreut, Schütze des goldenen Tores in diesem Spiel gewesen zu sein. Noch viel mehr hat es mich aber für das gesamte Team gefreut. Wir haben uns für den enormen Aufwand belohnt und sind ins Finale eingezogen.“

Zur Erinnerung: An Christi Himmelfahrt möchte der TuS Dietkirchen im Endspiel gegen den Liga-Konkurrenten aus der Verbandsliga Mitte, FC Dorndorf, nach drei Jahren mal wieder den „Pott“ in die Höhe strecken. Sollte sich der TuS allerdings für die Hessenliga-Aufstiegsrunde qualifizieren, steht Kreispokal-Spielleiter vor Jörn Metzler vor einem Problem, denn am 30. Mai soll bereits das erste Aufstiegsspiel stattfinden. Mit seinem persönlichen Saisonverlauf ist Robin Dankof natürlich zufrieden: „Zwar habe ich den Schnitt von 20 Toren aus der letzten Spielzeit nicht halten können, mich dafür aber in der Defensivarbeit weiterentwickelt. Jetzt helfe ich der Mannschaft auch gegen den Ball. Außerdem hat sich meine Position ja auch geändert.“ Auch sein Trainer Thorsten Wörsdörfer ist voll des Lobes über seinen Spieler: „Früher war er ,Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt’ (Anm. d. Red.: eine TV-Kinderserie aus den 1970er Jahren), heute ist er ,Herr Dankof’.“

Der in Offheim lebende Offensivspieler ist im Übrigen voller Vorfreude auf die nächsten Wochen. Sein Anteil am Erfolg der Truppe von Trainer Thorsten Wörsdörfer ist ohnehin nicht gerade klein. Jetzt wollen die Jungs vom Reckenforst die nächsten Schritte auch noch gehen, was sich in den Zielen Robin Dankofs klar herauskristallisiert: „Wir befinden uns in der heißen Phase der Saison. Die Ziele sind bei mir klar definiert. Ich möchte das Maximale aus den letzten Spielen herausholen. Kurzum: Wir wollen den Pokalsieg und die Aufstiegsrelegation erreichen.“ Auch wenn der TuS Dietkirchen als eher bescheidener Verein gilt, ist Robin Dankof davon überzeugt, „dass die Ziele des Vereins dieselben sind“.

Im Limburger Stadtteil werden die Verantwortlichen nach der Runde aber sicher auch ein Tränchen verdrücken. Robin Dankof, der in der Nähe von Gießen als Polizeikommissar seine „Brötchen“ verdient, wird den TuS Dietkirchen bekanntlich zum 30. Juni verlassen. Die neue Aufgabe heißt dann: SC Waldgirmes. Die Mittelhessen haben sich in der „Beletage“ Hessens, der Hessenliga, längst als fester Bestandteil etabliert. Für Robin Dankof gab es letztlich mehrere Gründe, diesen Schritt zu vollziehen: „Zum einen sehe ich den Reiz der sportlichen Herausforderung, weil ich denke, dass ich mich dort fußballerisch noch einmal weiterentwickeln kann. Zum anderen spielt auch die räumliche Distanz eine Rolle, damit ich Hobby und Beruf möglichst in Einklang bringen kann.“

Trotz allem fällt Robin Dankof dieser Schritt natürlich schwer: „Ich habe in Dietkirchen fünf absolut schöne Jahre erleben dürfen und viele Freunde gefunden. Man kann zu recht sagen, dass der TuS eine große Familie ist. Auch wenn ich weiß, dass mir der Abschied nicht leicht fallen wird, können wir in den nächsten Wochen noch vieles erreichen.“

Robin Dankof jedenfalls würde sich zum Abschied über den Kreispokalsieg und vielleicht sogar den Aufstieg in die Hessenliga nicht beschweren. Dann würde er seine Freunde aus Dietkirchen in der nächsten Saison wiedersehen – wenn auch in einem anderen Trikot.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare