Ambitioniert: Kristin Bernius möchte mit der HTG an der Tür zur Regionalliga anklopfen.
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Ambitioniert: Kristin Bernius möchte mit der HTG an der Tür zur Regionalliga anklopfen.

„Unter die ersten Drei“

  • vonChristian Neubauer
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Am Samstag starten die Bad Homburger Schmetterspezialistinnen in die neue Spielzeit der höchsten hessischen Liga – mit verstärktem Kader.

In der vergangenen Saison verpasste die HTG Bad Homburg den Aufstieg in die Regionalliga nur denkbar knapp. Erst in der Relegation scheiterten die Volleyball-Damen von Trainer Roger Tschenett am SV Steinwenden aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Auch diesmal gehen die Bad Homburgerinnen ambitioniert in die neue Spielzeit. Der Kader blieb größtenteils zusammen und konnte punktuell sogar verstärkt werden.

Trainer Roger Tschenett, der nun alleiniger Cheftrainer ist, da Dirk Kopp weiterhin aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung steht, ist optimistisch: „Ich denke, dass wir gut aufgestellt sind. Ich habe ein gutes Gefühl.“ Am Samstag, 20 Uhr, geht es für die HTG Bad Homburg mit dem Spiel beim VfL Marburg los. Roger Tschenett ist von einem guten Start überzeugt.

Die vergangene Saison sollte eigentlich dazu genutzt werden, sich nach einem Umbruch zu finden und einzuspielen. Doch es klappte deutlich besser. Am Ende war der dritte Platz in der Oberliga herausgesprungen, der als Nachrücker sogar zur Relegation berechtigt hatte. Dieses Ergebnis soll mindestens wiederholt werden. „Unser Ziel ist, unter die ersten Drei zu kommen. Ich sehe uns da vorne. Wenn es geht, wollen wir schon hoch“, erklärt Tschenett.

Die Voraussetzungen für einen Aufstieg scheinen jedenfalls besser zu sein. Der Kader ist mit 15 Spielerinnen deutlich breiter aufgestellt als zuletzt. Oftmals wird der Trainer bei der Aufstellung die Qual der Wahl haben, was die Konkurrenzsituation verschärfen wird. Das sollte sich leistungsfördernd auswirken.

Mit Julie Teso ist eine ganz wichtige Spielerin von der TG Groß-Karben zur HTG Bad Homburg zurückgekehrt. Tschenett hält große Stücke auf die Zuspielerin und erwartet, dass sie dem Spiel ihren Stempel aufdrücken kann. Ebenfalls neu im Team und bereits bestens integriert ist Außenangreiferin Franziska Edmaier. Sie kam vom SC Königstein und hat sich schnell an das höhere Tempo in Bad Homburg gewöhnt. „Sie kann ich problemlos bringen“, ist Tschenett von seinem Neuzugang aus dem Taunus überzeugt.

Neben der HTG Bad Homburg gehört vor allem der TSV Hanau zu den Favoriten in der anstehenden Oberliga-Saison. Allgemein seien die Gegner aber schwer einzuschätzen, meint Tschenett, der bis dato kaum Einblicke in die Kader der Konkurrenz hatte. Der Trainer schätzt aber auch den VC Wiesbaden III hoch ein, den er aufgrund der zahlreichen Doppelspielrechte als Wundertüte bezeichnet.

Mit der Vorbereitung war Roger Tschenett mehr als zufrieden. „Die ist sehr gut gelaufen“, sagt der HTG-Coach. Zuletzt holte sich das Team noch den Feinschliff vor dem Start. Beim Vorbereitungs-Turnier in Heidelberg belegten die Bad Homburgerinnen den guten zweiten Platz und setzten sich dabei auch gegen Regionalliga-Teams durch. „Da haben wir uns sehr gut geschlagen“, sieht Roger Tschenett sein Team mehr als gerüstet für Marburg. Die Grundlage für eine erfolgreiche Runde ist also gelegt. Die HTG Bad Homburg reist mit viel Selbstvertrauen zum ersten Auswärtsspiel. Nun gilt es die gute Form der Vorbereitung auch am ersten Spieltag zu bestätigen.

Zugänge: Sibel Cepe, Theresa Vanhöfen (beide SKV Mörfelden), Julie Teso (TG Groß-Karben), Franziska Edmaier (SC Königstein) . Abgänge: keine. Kader: Melanie Auz (Libero), Zsuzsanna Bender (Mittelblock), Kristin Bernius (Diagonalspielerin), Anja Beyrich (Außenangriff), Sibel Cepe (MB), Martha Dabrowska (AA/D), Franziska Edmaier (AA), Christin Guschel (MB), Carolin Köppe (AA/L), Anke Limmer (Zuspielerin), Nicole Moosbrugger (AA), Annett Scholl (MB), Julie Teso (Z), Theresa Vanhöfen (D) Trainer: Roger Tschenett (seit Januar). Saisonziel: Platz eins bis drei. TZ-Prognose: In der Spitzengruppe wird die HTG erneut landen. Ob es für den großen Schlag reicht, wird davon abhängen, ob die Mannschaft Konstanz in ihre Leistungen bringen kann.

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