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Unverhoffter Triumph beim Deutschland-Cup

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Von: Harald Joisten

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Die erfolgreichen MTK-Turnerinnen (von links): Julia Rühl, Lea Moll, Helene Richter FOTO: privat
Die erfolgreichen MTK-Turnerinnen (von links): Julia Rühl, Lea Moll, Helene Richter © privat

Vier Talente aus dem Main-Taunus-Kreis glänzen auf Bundesebene

Main-Taunus -Allzu große Erwartungen hatten sie nicht gehabt. Wie auch? Schließlich war alleine die Qualifikation für den Deutschland-Cup 2021 im Geräteturnen schon ein Erfolg gewesen. Umso großer war die Überraschung, als die vier Nachwuchs-Athletinnen aus dem Main-Taunus-Kreis bei den hochwertigen Wettkämpfen in Paderborn zwei Siege und einen zweiten Platz einheimsten.

"Wir sind unfassbar stolz auf unsere vier Turnerinnen, die ihren Heimatverein, den Turngau Main-Taunus und den Hessischen Turnverband auf Bundesebene hervorragend präsentiert haben", teilte Johanna Thalheimer, Trainerin der TuS Hornau, stellvertretend mit.

Nach der im Frühjahr 2021 Corona-bedingt ausgefallenen Qualifikation entschied sich der Hessische Turnverband, die Qualifikation online durchzuführen. Für die acht hessischen Startplätze, jeweils zwei pro Altersklasse, wurden Videos der Turnerinnen von zwei Kampfrichterinnen ausgewertet. Und ein Quartett aus dem MTK erhielt das Ticket: Lea Moll (TuS Hornau) in der Altersklasse (AK) 12-13, Julia Rühl (TV Hofheim) und Helene Richter (TuS Hornau) in der AK 14-15 sowie Lea Andreutti (TV Hofheim) in der AK 18-29.

Zwei Siege sowie Platz zwei und vier

Der Deutschland-Cup wurde dann als Einzelwettkampf mit jeweils 30 Starterinnen pro Altersklasse ausgetragen und zusätzlich ein Mannschaftsergebnis für jeden Landesturnverband aus den Einzelwertungen errechnet.

Im ersten Durchgang starteten die AK 12-13 und AK 14-15. Lea Moll turnte einen glänzenden Wettkampf, erzielte am Stufenbarren (12,00 Punkte) und Sprung (13,20 Punkte) zwei Tagesbestwerte und erhielt insgesamt 49,70 Zähler. Auch Julia Rühl turnte bis auf einen kleinen Fehler am Schwebebalken an den drei weiteren Geräten fehlerfrei. Sie wurde für ihre Bodenübung mit 13,05 Punkten belohnt und kam insgesamt auf 48,75 Zähler.

Helene Richter konnte ihre Trainingsleistung nicht ganz abrufen und erreichte 44,90 Punkte. Dennoch zeigte sie auf dem Schwebebalken erstmals einen sauberen Mennichelli - einen Handstütz-Überschlag rückwärts.

Im zweiten Durchgang trat Lea Andreutti in der AK 18-29 an und schloss den Wettkampf mit insgesamt 47,25 Punkten ab. Die beste Wertung erreichte sie für ihren Sprung, einen gebückten Tsukahara, mit 13,05 Punkten. Bei der Siegerehrung folgte dann eine Überraschung auf die nächste: Das Team des Hessischen Turnverbandes in der AK 12-15 mit Lea Moll, Julia Rühl, Helene Richter und einer weiteren hessischen Turnerin landete nur 0,20 Punkte hinter dem Sächsischen Turnverband auf Platz zwei. In der AK 16-29 feierte Lea Andreutti mit drei anderen hessischen Turnerinnen sogar den ersten Platz. Und auch Lea Moll gewann die Einzelwertung der AK 12-13, und das bei ihrem Debüt. Sie selbst und die Trainerinnen hatten nicht einmal mit einer vorderen Platzierung gerechnet. Julia Rühl komplettierte das hervorragende Ergebnis für den Turngau Main-Taunus mit Platz vier in der AK 14-15. joi

Lea Andreutti (rechts auf dem Foto). Foto: Privat
Lea Andreutti (rechts auf dem Foto). © privat

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