+
Fabris Brayan Afou Nga (Vatanspor Bad Homburg) fällt es schwer, Marcel Kopp (Usinger TSG, rechts) zu folgen.

Fußball, Hochtaunus

Usinger TSG avanciert in der Gruppenliga zum ersten Verfolger

  • schließen

Die böse Sieben: Sie bringt der DJK Bad Homburg kein Glück. 0:2 gegen den Türk. SV Bad Nauheim - die erste Niederlage im siebten Heimspiel. Der Einstand von Königsteins neuem Trainer Kiran misslingt. Dafür läuft es in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West beim FC Neu-Anspach, FSV Friedrichsdorf und bei der Usinger TSG - jetzt erster Verfolger von Leader Oberrad - umso besser.

1. FC-TSG Königstein - SV Gronau 0:3 (0:0):Wie hatte Königsteins neuer Trainer Cagakan Kiran noch vor seinem Einstandsspiel gemeint: "Entweder bin ich heute der Held oder der Buhmann." Wohl ging die Partie gegen den seitherigen Tabellenletzten am Ende verloren, doch den "neuen Besen" der Kreiselstädter - nun selbst Schlusslicht - mit besagtem Beinamen zu versehen, wäre angesichts des gestrigen Spielverlaufs nicht angebracht.

Zwei frühe verletzungsbedingte Ausfälle haben die konzentriert beginnenden Gastgeber, die durch Vincent Schandry auch zwei gute Möglichkeiten hatten, völlig aus dem Konzept gebracht. Zunächst schied in der 18. Minute Stürmer Alen Nukovic mit Verdacht auf Nasenbeinbruch aus - eine Viertelstunde später erwischte es Jonas Löffler mit einer Beinverletzung. "Wir verloren den Faden und Gronau nahm das Spiel in die Hand", merkte Kiran an. Mit zunehmender Spieldauer habe man seinen Jungs angemerkt, dass sie an der aktuell stark angespannten Personallage zu knabbern haben.

Das Pendel sollte aber erst in den letzten 20 Minuten zugunsten der Gäste ausschlagen. "Dabei durchbrachen sie zweimal unsere rechte Defensivseite", verwies Kiran auf Gronaus "Doppelpacker" Nico Gasch (70./76.). Vor dem 0:3 von Erhan Okuducu habe sein Team eine Ecke nur halbherzig geklärt.

Tore: 0:1/0:2 Gasch (70./76.), 0:3 Okuducu (88.).

FSV Friedrichsdorf - FC Karben 1:0 (1:0):Aus der Sicht von Friedrichsdorfs Trainer Metin Yildiz war der Sieg weder glücklich, noch hochverdient: "Ein Mittelding aus beidem - aber auf alle Fälle drei Punkte nach 90 Minuten Abstiegskampf." Schon in der 2. Minute hatte Maximilian Zymolka im Anschluss an eine Ecke am zweiten Pfosten den Ball über die Torlinie gedrückt. Die frühe Führung habe sein Team in der Folge ein wenig bequem werden lassen, was aber nicht heißt, dass es Möglichkeiten gab, um den Vorsprung auszubauen: erneut Zymolka (14.), Denis Schäfer (22./ans Außennetz) und Deniz Güven (27./Pfosten) hätten durchaus auf 2:0 stellen können.

Der zweite Abschnitt verlief ausgeglichener, wobei Pierre Hübsch und Erkan Gök um ein Haar für Karben ausgeglichen hätten. Auf der Gegenseite erspielte sich der FSV drei, vier Kontermöglichkeiten. "Die haben wir aber nicht gut zu Ende gespielt", meinte Yildiz.

Tor: 1:0 Zymolka (2.).

DJK Bad Homburg - Türk. SV Bad Nauheim 0:2 (0:2):Dass die Partie von Schiedsrichter Burkardt (Elbtal) bei Dauerregen kurzfristig auf den Kunstrasenplatz verlegt worden war, hielt für Goran Skeledzic, Sportlicher Leiter der DJK, keineswegs als Grund für die erste Heimniederlage im siebten Heimspiel her: "Wir gewannen ja auch auf dem Seckbacher Kunstrasen. Vielmehr haben wir in manchen Szenen zu lange zum Abschluss gebraucht. In puncto Ballbesitz hatten wir bestimmt Vorteile von 80:20, aber die Nauheimer haben stabil und unaufgeregt verteidigt."

Matchwinner für die Gäste war einmal mehr Torjäger Salih Yasaroglu. Er erzielte beide Treffer, nachdem er bereits in der 5. Minute einen Handelfmeter neben den Kasten von Keeper Marco Kapias geschossen hatte. Das 0:1 (30.) köpfte Yasaroglu nach einer Freistoßvorlage von Spielertrainer Tufan Tosunoglu, um dann mit einem spektakulären Volleytreffer zum 0:2 (37.) auch Skeledzic zum Staunen zu bringen: "Es gibt nicht viele Spieler, die es in dieser Situation direkt versuchen. Das war allererste Sahne." Für die Kirdorfer beschworen Christopher Skoczny und Ibrahim El Ouahiani Gefahr herauf, nach der Pause waren es Soufian Chihab und nochmals Skoczny - am 0:2 änderte sich jedoch nichts mehr. In der 83. Minute zeigte Referee Burkardt DJK-Coach Enis Dzihic die Gelb-Rote Karte - wegen Reklamierens. Gelb hatte er nach 30 Minuten aus demselben Grund gesehen.

Tore: 0:1/0:2 Yasaroglu (30./37.).

Usinger TSG - TSV Vatanspor Bad Homburg 5:1 (3:1):Die Gastgeber schienen nahtlos an ihre 9:0-Gala vom Donnerstag gegen Olympia Fauerbach anzuknüpfen. Im Handumdrehen hatten Max Miot Paschke (9./Flanke Marcel Kopp) und Torben Selzer (10./Vorlage Marco Weber) ein 2:0 vorgelegt und das Derby damit vorentschieden. Das 3:0 (34.) ging aufs Konto von Kopp, der sich ein Senlikoglu-Zuspiel zueigen gemacht hatte. Kurz vor der Pause dann hüben wie drüben noch einmal Betrieb. Zunächst verkürzte Danyal Tekin mit einem von René Gilles an Fabris Brayan Afou Nga verschuldeten Elfer auf 3:1, ehe es auf der anderen Seite Marco Weber zu genau nahm und der Latte aus 20 Metern einen Streifschuss verpasste (45.).

Der zweite Abschnitt verlief zunächst offener, wie ein Lattenkracher durch Vatan-Akteur Sefa Usta (54.) belegt - ehe Marco Weber aber zur endgültigen Entscheidung ausholte, das 4:1 (75.) per Kopf nach einer Ecke von Vinzent Schell köpfte und auch noch das 5:1 (82.) draufpackte, erneut nach Zutun von Schell.

Tore: 1:0 Miot Paschke (9.), 2:0 Selzer (10.), 3:0 Kopp (34.), 3:1 Tekin (42./FE), 4:1/5:1 Weber (75./82.).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare