+
Klammergriff: Bornheims Niklas Troll legt im Zweikampf mit Rot-Weiss-Spieler Philipp Topic Hand an.

Fußball

Verbandsliga Süd: Sandzaks Rumpfteam muss in den Odenwald

  • schließen

Beim Neuling FFV Sportfreunde will Trainer Mehmet Somun nach zwei Niederlagen in Folge „eine Reaktion“ sehen, der SV FC Sandzak pfeift personell aus dem letzten Loch.

Zwei Spieltage stehen in der Fußball-Verbandsliga Süd bis zur Winterpause noch an. Für den SV FC Sandzak geht es bereits am heutigen Samstag zu Eintracht Wald-Michelbach (Anstoß 17 Uhr), die übrigen Frankfurter Teams sind dann am Sonntag im Einsatz (alle Spiele 14.45 Uhr).

Die „Dienstreise“ in den Odenwald wird für den SV FC Sandzak nicht zum Großereignis. „Ich werde gerade so elf Spieler zusammenbekommen, ob ich auch noch einen auf der Bank habe, wird sich zeigen“, sagt Trainer Edin Softic, der wie zuletzt üblich erst am Freitagabend eine erste lockere Übungseinheit abhalten konnte. Zu einigen Abgängen und Verletzten kommen diesmal noch diejenigen, die am Samstag arbeiten müssen. „Dass wir Samstagsspiele machen, ist ein organisatorischer Fehler von uns selbst. Ich kann trotz allem nur den Hut ziehen vor den sportlichen Leistungen der Spieler. Und weil sie so eine Einheit sind, ist es zwar unwahrscheinlich, aber nicht ganz ausgeschlossen, dass wir auch in Wald-Michelbach eine kleine Chance haben“, sagt Softic, der die Mannschaft zuletzt etwas offensiver spielen ließ: „Das liegt den Jungs einfach mehr.“

Nach den Derbyniederlagen gegen Bornheim und Sandzak ist beim FFV Sportfreunde „die Mannschaft gefordert, eine Reaktion zu zeigen“, wie Trainer Mehmet Somun betont. Im Spiel gegen die Usinger TSG müsse man wieder zeigen, dass man „mehr gewinnen will als der Gegner“. Beim 1:2 gegen Sandzak am vergangenen Sonntag sei das nicht der Fall gewesen – zumindest wenn man das Verhalten beim Torabschluss betrachte: „Zwei Spieler hätten mit einem Hattrick vom Feld gehen müssen. Wir waren beide Halbzeiten klar besser und haben es einfach versäumt, die Tore zu machen.“ Immerhin sei gegenüber dem 1:3 gegen Bornheim eine Woche zuvor „eine kleine Steigerung“ zu sehen gewesen. Usingen ist laut Somun „eine Mannschaft, die schon fast abgestiegen war, nach fünf Siegen in Folge aber wieder gut dabei ist im Geschehen“. Spielertrainer Tim Pelka treffe wieder „wie am Fließband“ und auch Marco Weber hat Somun aus dessen Zeit beim Gruppenligisten Neu-Anspach als starken Spieler in Erinnerung. „Die haben Qualität und sind eine homogene Truppe“, weiß Somun, der personell selbst aus dem Vollen schöpfen kann.

Bei der SG Bornheim/Grün-Weiß ist Trainer Maik Rudolf nach dem makellosen Rückrundenstart mit zwei Siegen in Folge nicht völlig durchgedreht, wenn er sagt: „Die letzten beiden Siege haben uns zum Verfolger Nummer eins gemacht. Alles andere als der Aufstieg ist als Ziel nicht mehr zu vertreten.“ Man wolle bei der TS Ober-Roden „mit vier Toren Unterschied und zu-Null gewinnen“ und dabei möglicher Weise auch „nur zu neunt anfangen“. Alles klar? Das Stilmittel der Ironie wird übrigens oft eingesetzt, um etwas humoristisch zu unterstreichen. Allgemein verleiht es einer Aussage mehr Gewicht. Und das hält Rudolf vor dem Spiel bei der TS Ober-Roden, am Sonntag Gastgeber seiner Mannschaft und seit Anfang Oktober in sechs Spielen sieglos, offenbar für angebracht.

Rot-Weiss Frankfurt hat beim Arbeitssieg gegen Altwiedermus das Fehlen von Torjäger Ozan Keskin weggesteckt und kann gegen Vatanspor Bad Homburg vielleicht zum ersten Mal in dieser Saison ohne wirklichen Druck in ein Spiel gehen. Was nicht heißt, dass nicht weiterhin jeder Punkt zählt.

(rst)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare