Fußball

Der Verbandsliga-Zweite aus Walldorf gastiert am Sonntag zum rotweißen Duell in Darmstadt

Zum Verbandsliga-Rückrundenauftakt begegnen sich im Darmstädter Waldsportpark zwei Fußballteams, die sich gut kennen: die Rot-Weißen aus Darmstadt und Walldorf.

Die Verbandsliga-Rückkehr des SV Rot-Weiß Walldorf nach sechs Jahren Fußball-Gruppenliga begann mit einer Heimniederlage. Und bei jener SKV Rot-Weiß Darmstadt, der die Walldorfer vor einem Vierteljahr mit 1:3 unterlagen, gastieren sie am Sonntag (14.30 Uhr). Aus Sicht von RWW-Trainer Max Martin sei es eine unglückliche Niederlage gewesen, zustandegekommen durch individuelle Fehler. Unabhängig vom Gegner geht es für Walldorf vielmehr darum, gegen eine Fehlentwicklung anzugehen: Martin stört sich daran, dass es seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen zuweilen an Konzentration und Spannung gefehlt habe. Nicht nur bei einzelnen Fußballern, sondern in der gesamten Mannschaft.

Dies führte zuletzt zu einer 2:4-Niederlage bei den Sportfreunden Frankfurt. Auch drei Wochen zuvor gegen Usingen (7:3) und Anfang Oktober gegen die SG Bornheim/GW Frankfurt (1:2) sei dies so gewesen. Als Ursache vermutet Martin eine unbewusste Selbstzufriedenheit ob der erfolgreichen Hinrunde: Dass der SV Rot-Weiß zum jetzigen Zeitpunkt mit 31 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz stehen würde, konnte man ob der hohen Qualität im Kader erhoffen, aber nicht unbedingt erwarten. „Wir stehen als Aufsteiger super da“, sagt Martin denn auch.

Was erwartet den SV Rot-Weiß im Darmstädter Waldsportpark? „Ich denke, dass sich der Gegner auf uns einstellen und nach uns richten wird“, sagt Martin. Zudem berichtet der RWW-Coach, dass sein Darmstädter Trainerkollege, Dominik Lohrer, während der Saisonvorbereitung und auch danach einige RWW-Spiele gesehen habe. Die Walldorfer wiederum hätten die Darmstädter bei deren jüngsten 1:0-Sieg gegen Eintracht Altwiedermus beobachtet. Weil sich die Kontrahenten so gut kennen, spielt es für Martin keine Rolle, dass einige Fußballer seines Teams (darunter Christopher Nguyen und Christopher Felter) bereits bei dem Verein von der Heimstättensiedlung gespielt haben.

Zum Rückrundenstart muss Martin die Abwehr umbauen. Fabian Borger und Dragan Niksic handelten sich jüngst in Frankfurt Gelb-Rot ein. Und dies zieht in Hessen- und Verbandsliga seit Juli 2015 eine Sperre von einem Meisterschaftsspiel nach sich. Das Fehlen beider Verteidiger „ist natürlich ein Problem, weil die Abwehrkette eingespielt war“, sagt der RWW-Trainer, „wir haben aber die Qualität, die Ausfälle irgendwie zu kompensieren.“

Fraglich ist, ob die erkrankten Tobias Werther und Torhüter Kevin Darmstädter bis Sonntag fit sind. Wieder voll einsatzfähig ist dagegen Daniel Beck, der schon am jüngsten Spieltag für einen gut 20-minütigen Einsatz eingewechselt wurde. dirk

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