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Hatte nach ihren frühen Zeitstrafen einen schweren Stand: Lena Thoß.

Handball

Ein verdientes Remis für die Eddersheimerinnen

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In einem Spiel der 3. Liga Ost, in dem die Abwehrreihen dominierten und es die Angreiferinnen auf beiden Seiten sehr schwer hatten, trennten sich die Handballerinnen der TSG Eddersheim und der TS Herzogenaurach mit 18:18.

Es war eine undankbare Aufgabe für die Handballerinnen der TSG Eddersheim. Im ersten Spiel des neuen Jahres holten sie gegen die TS Herzogenaurach ein 18:18 (8:7) nach einer wahren Berg- und Talfahrt.

In den ersten Minuten mussten sich die etwa 100 Zuschauer an den Jahresauftakt 2018 gegen die TSG Bretzenheim erinnert haben, als ihre Mannschaft nach acht Minuten noch nicht getroffen hatte und mit 0:3 im Rückstand lag. Die Abwehr stand gut, doch begannen die Eddersheimerinnen mit einem Latten- und Pfostentreffer sowie einen Ballverlust die Partie. Da auch Herzogenaurach bis dahin seine Probleme hatte, stand es „nur“ 0:3, weil auch Mona Priester eine richtig gute Leistung in der ersten Halbzeit bot. In der Auszeit stellte Trainer Tobias Fischer auf zwei Kreisläuferinnen im Angriff um. Das machte sich bezahlt. Binnen vier Minuten hatten die Eddersheimerinnen ausgeglichen, hatten allerdings das Handicap, dass Lena Thoß bereits in der 15. Minute beim Stand von 3:3 ihre zweite Zeitstrafe bekam. Dies nutzten die Gäste zu zwei Treffern, doch konterten die Eddersheimerinnen und lagen in der 25. Minute nach dem zweiten Treffer in Folge von Alexandra Flebbe beim 7:6 erstmals in Führung. In einer umkämpften Schlussphase behauptete Eddersheim mit 8:7 die knappe Pausenführung.

In der Kabine beruhigte Trainer Tobias Fischer seine Mannschaft und gab ihr die richtigen Auslöse-Handlungen mit auf dem Weg. Binnen fünf Minuten hatte sie sich auf 12:7 mit vier Toren in Folge abgesetzt, da sie genau die Marschroute umsetzte. „Doch dann schien es, dass die Mannschaft sich nun zu sicher fühlte. Genau wie uns Herzogenaurach in den ersten Minuten nach der Pause stark gemacht hatte, machten wir es mit dem Gegner“, berichtete Fischer, „aber ich hatte ja auch kaum Alternativen. Und ich kann von so jungen Spielerinnen wie Alexandra Flebbe und Anna Gempp nicht erwarten, dass sie eine Partie 60 Minuten durchspielen können“. In der 51. Minute ging Herzogenaurach beim 16:15 erstmals wieder in Führung, da hatte Eddersheim nach dem 12:7 noch drei Mal getroffen. In der 56. Minute nahm Fischer die Auszeit, da lag seine Mannschaft mit 16:18 im Rückstand. „Da haben wir eine Rückraumspielerin der Gäste in Manndeckung genommen. Das hat sich ausgezahlt, denn Herzogenaurach kam damit nicht zurecht“, erklärte Fischer, der anschließend resümierte: „Meine Mannschaft hat 60 Minuten alles gegeben und sich diesen Punkt verdient. Ich denke, es war ein gerechtes Resultat.“ Tabea Schweikart traf zwei Mal von Außen, kurz vor Schluss verpassten die Gastgeberinnen den Siegtreffer.

Eddersheim: Mona Priester (1. bis 60.), Melissa Kirchner; Alexandra Flebbe 5, Stefanie Güter 4/2, Lena Thoß, Tabea Schweikart je 3, Hanna Özer 2, Anna Lena Gempp 1, Linda Brocke, Julia Krämer, Anna-Lena Kempf.

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