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Patrick Reifenscheidt, Sportlicher Leiter der Eisbachtaler Sportfreunde.

Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

15 Vereine plädieren für Saisonabbruch

Wie geht es mit der Saison 2019/2020 in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar weiter? Wenn es nach den Vereinen geht: gar nicht mehr.

15 der 18 Mannschaften der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, unter ihnen auch die Eisbachtaler Sportfreunde, sprachen sich in einer rund 90-minütigen Videokonferenz mit den Vertretern des Fußball-Regional-Verbandes Südwest dafür aus, die Saison aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie abzubrechen. Nur der FV Dudenhofen und Eintracht Trier stimmten gegen diesen Vorschlag, während sich der SV Gonsenheim enthielt.

Wenn es zum Saisonabbruch käme, soll nach dem Willen der Vereine der derzeitige Tabellenstand für die Ermittlung der Aufsteiger herangezogen werden und keine Mannschaft absteigen, wovon die „Eisbären“ als Tabellenletzter profitieren würden. Zudem soll die neue Saison 2020/2021 erst dann starten, wenn die Situation es wieder erlaubt und keine gesundheitlichen Bedenken mehr bestehen.

„Wir benötigen eine Planungssicherheit, und dafür brauchen wir schnellstmöglich ein klares Szenario, wie es weitergeht“, beschreibt Eisbachtals Sportlicher Leiter Patrick Reifenscheidt die Botschaft, die die Oberliga-Vereine aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland den Vertretern des Regional-Verbandes mit ihrem Votum pro Saisonabbruch mit auf den Weg gegeben haben. Ob der Regional-Verband nun der eindeutigen Botschaft der 18 Teams folgt, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden. „Uns wurde versprochen, zeitnah eine Information zu erhalten“, erklärt Patrick Reifenscheidt.

Auch offen ist weiterhin, wie und ob die restlichen drei Spiele des Rheinlandpokal-Wettbewerbs noch gespielt werden können. Für den Fall, dass es hier nicht weitergeht, hat Martin Hahn als Vorsitzender des FV Engers, bei denen die Eisbachtaler im Halbfinale antreten müssten, ein Losverfahren ins Spiel gebracht. Das Los solle letztlich entscheiden, wer in der kommenden Saison von den verbliebenen Teams – FC Karbach, TuS Rot-Weiß Koblenz, FV Engers und Sportfreunde Eisbachtal – im DFB-Pokal den Fußballverband Rheinland vertritt. Die Erstrundenprämie soll dann, so Hahns Vorschlag, unter den vier Halbfinalisten zu gleichen Teilen aufgeteilt werden.

„Sollte die Pokalrunde sportlich nicht zu Ende gespielt werden können, wonach es derzeit aussieht, ist das ein interessanter Vorschlag aus Engers, den auch wir unterstützen würden. Hier hat uns der Verband versprochen, mit den im Wettbewerb verbliebenen Vereinen eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten“, sagt Patrick Reifenscheidt.  sfe

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