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Da war die Hadamarer Welt noch in Ordnung: Jann Bangert überlupft Ginsheims Torhüter David Stägemann zum 1:0.

Fußball-Hessenliga

Verrücktes 3:3 in Niederhadamar

In der Fußball-Hessenliga haben sich der SV Rot-Weiß Hadamar und der VfB Ginsheim 3:3 getrennt. Ärgerlich für Hadamar: Der Ausgleichstreffer fiel durch einen Foulelfmeter in der Nachspielzeit.

VON PATRICK JAHN

SV Rot-Weiß Hadamar – VfB Ginsheim 3:3 (1:1). Dass es in Niederhadamar nichts für „umme“ gibt, machten beide Teams von Beginn an deutlich. Intensive Zweikämpfe prägten das Treiben, hohes Tempo und eine noch höhere Fehlerquote waren die Konsequenz. Ginsheim wirkte dabei vor allem im Zentrum etwas griffiger und hatte mehr vom Spiel. Und doch waren es die Gastgeber, die offensiv die ersten Akzente setzten. Nachdem Mohamed Zouaoui noch vorbeigezielt hatte (14.), machte es der quirlige Jann Bangert besser, als er Gäste-Keeper David Stägemann mit einem feinen Lupfer keine Abwehrchance gelassen hatte (17.). Für die Ginsheimer zwar ärgerlich, aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. 

Mahdi Mehnatgir gab die richtige Antwort, ließ die SVH-Defensive mit einfacher Körpertäuschung alt aussehen und vollendete konsequent zum Ausgleich (22.). Ansonsten wurde es im ersten Durchgang nur noch einmal gefährlich, als Steffen Rücker von der linken Seite flach in die Mitte passte, Jann Bangert jedoch das Objekt der Begierde knapp verfehlte (40.). Im zweiten Akkord spielte erst das Wetter verrückt, dann die Partie auf dem Kunstrasen. Liam Fisch „baute“ bei seinem 18-Meter-Schuss ins rechte Eck einen Tunnel in der Hadamarer Abwehr und sorgte für das 1:2 (50.). 

Die Rot-Weißen reagierten wütend und wurden urplötzlich bärenstark. Beim VfB hingegen musste sich Trainer Artur Lemm fragen, ob seinen Jungs aus heiterem Himmel plötzlich jemand den Stecker gezogen hatte. Ginsheim wurde tief in die Defensive gedrängt und hatte gleich zweimal Glück: Jerome Zeys Schlenzer lenkte Torwart Stägemann an die Latte, Jonas Herdering staubte ab – Abseits (52.). Sechs Zeigerumdrehungen danach das gleiche Spiel: Jerome Zey zog einen Freistoß ins Tor, Jonas Herdering sorgte für eine Sichtbehinderung von VfB-Schlussmann Stägemann – schon wieder Abseits. Bitter für Hadamar, aber richtig. Dennoch zündeten die Platzherren weiter ein Feuerwerk. Jonas Herdering bediente Jann Bangert, Abschluss ins kurze Eck – 2:2 (58.). Und weiter ging es nur in eine Richtung. Jann Bangert bereitete mustergültig vor, und Jonas Herdering nagelte das Spielgerät mit Hilfe der Unterkante der Latte zum 3:2 in die Maschen (70.). Ginsheim erholte sich fortan, musste allerdings bei dem einen oder anderen Konter der Fürstenstädter die Luft anhalten. In der Nachspielzeit dann doch noch der Ausgleich: Steffen Rücker brachte Mahdi Mehnatgir im Strafraum zu Fall – der Gefoulte verwandelte selbst, 3:3 (90.+4). 

Hadamar: Strauch, Dimter, Schraut, Sembene (84. Pandov), Zouaoui, Zey, Noguchi (46. Winter), Rücker, Kröner, Herdering, Bangert (80. Makana) – Ginsheim: Stägemann, Manneck, Schmitt, Fisch, Mehnatgir, Ishii, Murata, Amoako (67. Ogura), Thomasberger, Platten, Özer – SR: Eick (Alsfeld) – Tore: 1:0 Jann Bangert (17.), 1:1 Mahdi Mehnatgir (22.), 1:2 Liam Fisch (50.), 2:2 Jann Bangert (58.), 3:2 Jonas Herdering (70.), 3:3 Mahdi Mehnatgir (90.+4, Foulelfmeter) – Zuschauer: 180.

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