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Der geht rein: Kevin Pezzoni (rechts) trifft zum 1:0 für Dreieich.

Fußball

Viel Positives mitgenommen

Mit dem jetzigen Stand der Vorbereitung ist man bei Kickers Offenbach und Hessen Dreieich zufrieden.

Frankfurt - Nach vier anstrengenden Tagen im Trainingslager in Rüsselsheim kehrten die Fußballer des Regionalligisten Hessen Dreieich gestern müde, aber zufrieden zurück. „Das Trainingslager war für mich, trotz der durchwachsenen Witterungsbedingungen, ein voller Erfolg. Die Jungs haben nicht gemurrt und voll mitgezogen“, lobte Trainer Rudi Bommer. Am Samstag hatte der Tabellen-15. der Regionalliga Südwest im Testspiel den Hessenliga-Zweiten Bayern Alzenau mit 2:0 (1:0) besiegt.

„Für einen Trainingslager-Abschluss haben wir ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Die Jungs haben absolut engagiert gespielt“, meinte Bommer nach der Partie, die witterungsbedingt im heimischen Hahn Air Sportpark absolviert wurde.

Noch ohne Zugang Hugo Colella, der wie Loris Weiss, Tino Lagator, Keanu Hagley und Fidan Salii über muskuläre Probleme klagte und geschont wurde, trat Dreieich von Beginn an dominant auf. Bommer nahm aus dem Spiel gegen den Hessenliga-Zweiten viel Positives mit. „Alzenau ist nicht irgendein Gegner, die stehen zu Recht ganz weit oben in der Hessenliga“, sagte der Ex-Profi: „Trotzdem haben wir das Spiel dominiert und hatten schon einen richtig guten Spielwitz drin.“ In der 19. Minute ging Dreieich durch Kevin Pezzoni nach starker Vorarbeit von Zubayr Amiri in Führung. Auch das 2:0 durch Henon Teklab (56.) bereitete der afghanische Nationalspieler mit einem feinen Pass mustergültig vor. Weil der Torschütze in der 70. Minute angeschlagen das Feld verlassen musste, beendete Dreieich die Partie zu zehnt. Bommer hatte bereits zur Pause siebenmal gewechselt und somit keinen weiteren Feldspieler mehr auf der Bank.

Ball ist gut gelaufen

Nach dem zähen Vorbereitungsstart mit mäßigen Testspielergebnissen kommt Dreieichs Ligakonkurrent Kickers Offenbach langsam in die Spur. Am Samstag gab es in Kahl ein 2:1 gegen Bayern-Regionalligist Viktoria Aschaffenburg.

Sie spielen zwar beide Regionalliga, aber die Voraussetzungen sind völlig unterschiedlich. Die Kickers sind mit Vollprofis Vierter im Südwesten. Die Viktoria kann sich keine Profis leisten und kämpft mit einem Etat, der etwa ein Drittel des OFC-Budgets (1,4 Millionen) beträgt, als Tabellenzehnter in Bayern um den Klassenerhalt. So wie es aussieht, werden die beiden Clubs, die in den 80er-Jahren gemeinsam in der Zweite Liga spielten, auch nächste Saison viertklassig bleiben.

„Das war ein guter Test. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir den Ball gut laufenlassen. Da hätten wir noch mehr Tore erzielen müssen. Zweite Halbzeit ist das Niveau etwas abgeflacht“, war Daniel Steuernagel „insgesamt zufrieden.“ Der Kickers-Trainer hat in seiner zweiten Vorbereitungsphase in Offenbach einiges umgestellt. Die Taktik wird noch intensiver hin zum Gegenpressing und Umschaltspiel forciert. Wobei Steuernagel nicht nur ein System spielen lassen will. In Kahl begannen die Kickers mit einem leicht veränderten 4-4-2-System, in dem die Außenspieler Luka Garic (links) und Maik Vetter immer wieder ins Zentrum stießen, um den Außenverteidigern Jan-Hendrik Marx und Julian Scheffler Raum für Vorstöße zu öffnen, oder im Zentrum selbst zum Abschluss zu kommen. Die beiden OFC-Tore fielen nach Standardsituationen. Die enorme Entwicklung des erst 18-jährigen Luka Garic demonstriert die Beförderung zum Freistoßschützen Nummer eins. „Er hat die beste Schusstechnik“, sagt Steuernagel und wurde durch den Kunstschuss des Linksfußes aus 22 Metern zum 2:0 bestätigt (30.). Ko Sawada hatte vorgelegt (17.)

In der zweiten Halbzeit ließ Steuernagel die Dreier- beziehungsweise Fünferkette in der Defensive spielen. Auffällig dabei, dass das Offensivpressing nicht gut funktionierte. Aschaffenburg kam spät noch zum Anschlusstreffer durch Michel Harrer (83.).

„Unser Problem war, dass nicht alle Spieler in der Defensive mitgearbeitet haben“, sagte Steuernagel und versprach umgehend Abhilfe: „Das müssen und werden wir verbessern.“

(jm,joko)

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