Viktoria Kelsterbach zieht sich nach der laufenden Saison in die Kreisoberliga Main-Taunus zurück

Seit einigen Tagen gab es das Gerücht, jetzt ist es amtlich: Viktoria Kelsterbach wird seine Erste Mannschaft am Ende der Saison aus der Fußball-Verbandsliga zurückziehen.

Seit einigen Tagen gab es das Gerücht, jetzt ist es amtlich: Viktoria Kelsterbach wird seine Erste Mannschaft am Ende der Saison aus der Fußball-Verbandsliga zurückziehen.

Nach eingehenden Beratungen kam der Vorstand des Vereins zu dieser Entscheidung. Am gestrigen Karfreitag erfolgte der schriftliche Bescheid an Kreisfußballwart Karl-Heinz Reichert sowie Matthias Bausch, den Klassenleiter der Verbandsliga. Hierin wurde bekundet, dass der Verein in der kommenden Saison in der Kreisoberliga (also zwei Ligen tiefer) an den Start gehen will. Im Mai 2015 war die damalige Kelsterbacher Mannschaft noch in die Hessenliga aufgestiegen, hatte sie aber nach nur einem Jahr wieder verlassen müssen.

„Wir hatten uns vor knapp zwei Wochen im Vorstand zusammengesetzt und diesen Entschluss gefasst mit Blick darauf, dass diese Maßnahme das Beste für unseren Verein ist. Dabei spielten strukturelle Probleme die wichtigste Rolle. Unseren wirtschaftlichen Verpflichtungen sind wir nachgekommen. Das war bisher immer so, seit ich Verantwortlicher im Vorstand bin, und das sind schon stattliche 18 Jahre“, erklärt der Vorsitzende Udo Würz. Von der Vereinsseite her soll im sportlichen Bereich ein Neuaufbau gestartet werden, wobei die Jugendarbeit wieder eine größere Rolle spielen soll. „Unseren aktiven Spielern wurde der Rückzug schon mitgeteilt, jetzt liegt das Weitere bei ihnen sowie unserer Sportlichen Leitung mit Daniel Niedermann an der Spitze“, fügt Würz an.

In der Verbandsliga Mitte steht Viktoria Kelsterbach als erster Absteiger fest, wodurch die Chancen auf den Klassenverbleib für die abstiegsbedrohten heimischen Teams Germania Schwanheim und SG Oberliederbach wieder gewachsen sind. Laut Kreisfußballwart Reichert hat der Rückzug der Viktoria keine Folgen für den Abstieg aus der Kreisoberliga nach dieser Runde. „Dann wird die Liga, der derzeit die Richtzahl 17 vorgegeben ist, im schlimmsten Fall um eine Mannschaft erhöht. Da muss man zunächst einmal das Ende der Punktrunde abwarten“, erklärt Reichert.

Bei Viktoria Kelsterbach sind im Moment noch zwei Dinge offen. Zum einen muss nach dem verkündeten Weggang von Ralf Horst zum VfB Unterliederbach ein neuer Trainer für die Erste Mannschaft gefunden werden. „Hier ist sowohl eine interne Lösung möglich, es kann aber auch ein externer kommen“, sagt Udo Würz zu diesem Thema.

Außerdem ist die Zukunft der derzeit in der A-Liga spielenden Zweiten Mannschaft noch nicht geklärt. Da kommt es darauf an, wie viele Spieler im August noch in Kelsterbach sind. „Ich habe dem Vorstand empfohlen, dass das Bestehen dieser Mannschaft und in welcher Liga sie dann spielen soll, möglichst früh klar sein sollte. Dann sehen wir weiter“, berichtete Karl-Heinz Reichert zu diesem Aspekt. kbe

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