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Irre Szenen spielen sich nach dem Schlusspfiff in Thalheim ab, als feststand, dass der SV die Meisterschaft gewonnen hat.

Fußball-Kreisliga A Limburg-Weilburg

Völlig verrückt: Der SV Thalheim ist Meister

In der Fußball-Kreisliga A Limburg-Weilburg hat der SV Thalheim zum allerersten Mal in der gesamten Saison die Tabellenführung übernommen und steigt gleich als Meister in die Kreisoberliga auf. Herzlichen Glückwunsch!

Eine irre Konstellation am letzten Spieltag. Die Vergleichstabelle musste die Entscheidung bringen. Und hier hatte der SV Thalheim nach seinem 5:1-Sieg gegen die SG Villmar/Aumenau die Nase vorne, gefolgt vom TuS Waldernbach (2:2 bei der FSG Gräveneck/Seelbach/Falkenbach), der somit in die Aufstiegsrelegation muss, und dem FC Steinbach, der trotz des 4:3-Sieges bei der SG Taunus nach einer starken Saison am Ende mit leeren Händen dasteht. In die ungeliebte Abstiegsrelegation muss der FC Dorndorf 2 trotz seines 3:1-Sieges gegen den SV Erbach, da die FSG Gräveneck/Seelbach/Falkenbach gegen Waldernbach einen Punkt holte und sich damit den Klassenerhalt sicherte.

SV Thalheim – SG Villmar/Aumenau 5:1 (2:1). Der Wahnsinn ist perfekt. Der SV Thalheim steigt als Meister in die Kreisoberliga auf. Thalheim hatte nervös begonnen und geriet durch Zanner (15.) in Rückstand. Nur acht Minuten später glich Kapitän Melbaum zum 1:1 aus. Der SVT war jetzt wach und ging noch vor der Pause durch Zey (35.) mit 2:1 in Führung. Im zweiten Durchgang spielte sich die Guckelsberger-Elf in einen regelrechten Rausch und schraubte das Ergebnis durch Poppe, Zey und Melbaum auf 5:1 in die Höhe. Am Ende war es ein verdienter Sieg des neuen Kreisoberligisten. 

Thalheim: Böcher, Andres, Eisinger, Schuy, J. Eichmann, Uyanik, Poppe, Konstantinidis, Zey, D. Melbaum (Löbach, Woitzik, M. Hannappel, Hackel) – Villmar/Aumenau: Gröger, Höhler, Schreiber, Pepay, Faber, L. Gröger, D. Sprenge, Abarkan, Zanner, Weil, Herr (Gehrig, Dragesser, Köke, Pötz, C. Sprenger) – Tore: 0:1 Zanner (15.), 1:1 (23.), 5:1 (70.) beide D. Melbaum, 2:1 (35.), 4:1 (60.) beide Zey, 3:1 Poppe (58.) – Zuschauer: 150. 

FSG Gräveneck/Seelbach/Falkenbach – TuS Waldernbach 2:2 (1:0). Mit dem ersten Angriff erhielt die FSG einen Freistoß, den Marcel Zanger aus 18 Metern verwandelte (2.). Gräveneck/Seelbach/Falkenbach stand gut in der Abwehr, hatte aber auch Glück bei zwei Waldernbacher Alutreffern. Die Taktik, auf Konter zu setzen, machte sich nach Wiederanpfiff bezahlt, denn Binh Long-Nguyen (53.) vollstreckte nach Vorarbeit von Till Nierfeld. Fast hätte Marvin Heimerl das 3:0 erzielt, doch stattdessen kam Waldernbach zurück. Der Druck wurde immer größer. Die Folge waren der Anschlusstreffer von Willi Scharf (73.) und in Überzahl nach einer Roten Karte gegen Bogdan Gaceanu wegen Schiedsrichterbeleidigung (85.) der Ausgleich durch Dimitri Wagner nach einem Freistoß von der Mittellinie aus (90.). 

Gräveneck/Seelbach/Falkenbach: Gräf, Zwitkowicz, Kissel, Gabeanu, Zanger, Konrad, Pfeiffer, Krasniqi, Nierfeld, Mustafa, Nguyen. (Heimerl, Sennlaub, Gerstner) – WaIdernbach: R. Beck, Weber, Berger, Halle, Skrijelj, Scharf, Zinndorf, Dempewolf-Reichling, Wagner, Frink, Elcov. (J. Beck, Hermann, Schmung, Koljsi, Stahl, Link, Betke) – Tore: 1:0 Marcel Zanger (2.), 2:0 Binh Long-Nguyen (53.), 2:1 Willi Scharf (73.), 2:2 Dimitri Wagner (90.) – Rot: Bogdan Gaceanu (85., Schiedsrichterbeleidigung) – SR: Gaul (Spvgg. Lemp) – Zuschauer: 150.

SG Taunus – FC Steinbach 3:4 (1:2). Steinbach fand gut ins Spiel und hatte durch Horn (5.) die erste Chance. Manchev sorgte durch einen Kopfball für die Führung des FC (12.). Manchev vergab nach 30 Minuten die Chance, zu erhöhen, machte es aber acht Minuten später besser und traf zum 2:0. Gegen Ende der ersten Hälfte nahm die Intensität beider Teams zu. Jung traf kurz vor der Pause zum 1:2-Anschluss. Nach Wiederanpfiff erhöhte Steinbach den Druck und kam durch Görgülü zum 1:3 (48.), verlor Manchev mit einer Gelb-Roten Karte nach wiederholtem Foulspiel und erhöhte kurz später auf 1:4 (77.). Auch Jung (SG) wurde mit Gelb-Rot frühzeitig zum Duschen geschickt. Nun gab Taunus noch einmal Gas und kam durch Führer und Süssmann auf 3:4 heran. Zu mehr reichte es nicht mehr. 

Taunus: Bulduk, Gautsch, Misia, Ferreira, Jung, Suessmann, Koleda, Führer, Hilt, Budaktekin, Demirtas (Stahlberg, Leus, Thiel, Kaiser) – Steinbach: Duchscherer, Brenda, Philipps, Heep, Brendl, Braun, Häuser, Horn, Görgülü, Manchev, Kaiser (Demus, Brendl, Reitz, Lang, Stahl) – Tore: 0:1 (12.), 0:2 (38.) Manchev, 1:2 Jung (45.+2), 1:3 Görgülü (48.), 1:4 (77.), 2:4 Aaron Führer (85.), 3:4 Thilo Süssmann (87.). 

SG Heringen/Mensfelden – RSV Weyer 2 0:0. Die SG hatte zwar mehr Spielanteile, doch Chancen blieben Mangelware, was dennoch durchkam, wurde von RSV-Torwart Rainer Hetterich entschärft. Die klareren Möglichkeiten hatte Weyer, das nach einem Konter (33.) durch Haymann und Baydar (80.) jeweils an SG-Schlussmann Jens Lendle scheiterte. Heringen/Mensfelden verzeichnete in jedem Abschnitt einen Aluminiumtreffer. Letztlich blieb es in einem schwachen Spiel beim 0:0.

Heringen/Mensfelden: Lendle, Seliger, Meister, Schäfer, Morina, Doogs, Dalef, Hofmann, Schmid, Müller, F. Gärtner (Fonzo, Bremenkamp, Geginat, Neeb, Schmidt) – Weyer: Hetterich, Mattersberger, Kramm, Müller, Akcakaya, Katik, Weber, Bauer, Alijbori, Schröder, Ismail - Zuschauer: 60 – SR: Lehmann ( Hahnstätten). 

WGB Weilburg – TuS Linter 2:2 (0:1). Kurz vor der Pause gelang Chakpe Jacob nach toller Vorlage von Moritz Hingott das 0:1 für die „Frösche“. Zu Beginn des zweiten Durchgangs drehte die WGB das Spiel innerhalb von zwei Minuten, als Mehmet Kaya und Osman Konak trafen. Im weiteren Verlauf verflachte die Partie, um gegen Ende wieder an Fahrt aufzunehmen. Chakpe Jacob schob in der 90. Minute zum verdienten Ausgleich ein. 

Weilburg: Erbis, Ali, Mihai Adrian, Racoceanu, Cakmak, Simsek, Baltaci, Kaya, Konak, F. Suleyman, Topal ( Yildiz-Wagner) – Linter: Jung, Talaska, Markeli, Weber, Hingott, Bayram, Giarratana, Jacob, Bieger, Luksch, Herber (Hahn, Mohamed Ali, Schall, Bodenbach) Tore: 0:1 (45.), 2:2 (90.) beide Chakpe Jacob, 1:1 Mehmet Kaya (53.), 2:1 Osman Konak (55.) – SR: Lukas (Runkel) – Zuschauer: 30. 

FSG Dauborn/Neesbach – SG Niedertiefenbach/Dehrn 6:4 (2:3). Die SG kam besser in die Partie und ging verdient mit 0:2 in Führung. In den letzten drei Minuten der ersten Hälfte fielen noch drei Treffer zum 2:3-Pausenstand. Nach dem Wechsel schaltete die Heimelf einen Gang hoch und kam durch Bozan (55.) zum Ausgleich. Bozan/Gorais legten sich die Treffer gegenseitig auf. In die Gala der beiden reihte sich Arnold mit dem Treffer zum 5:3 ein. Den Schlusspunkt in der fairen Partie setze Nils Fohrst mit dem 6:4 (73.). Der Sieg hätte höher ausfallen können, doch Lukas Schlitt im Tor der Gäste hatte entschieden etwas dagegen. 

Dauborn/Neesbach: Mäuer, Nomura, Coester, Schneider, Grimaldini, Arnold, Tsubbota, Badal, Ben Hadj Ali, Bozan, Gorais (Klein, Michel) – Niedertiefenbach/Dehrn: L. Schlitt, F. Schlitt, Seip, Speth, Holzhäuser, Keil, Schoth, Mambeck, Heymann, Fohrst, Böcher (Graulich, Bursky, Stoehr) – Tore: 0:1 Florian Schlitt (5.), 0:2 Benedikt Keil (40.), 1:2 (44.), 4:3 (60.) beide Rami Gorais, 1:3 Markus Mambeck (45.), 2:3 (45.+1), 3:3 (55.), 6:3 (71.) alle Markus Bozan, 5:3 Joscha Arnold (70.), 6:4 Nils Fohrst (73.) – Gelb/Rot: Adrian Heymann (82.) – SR: Fleckenstein (Wiesbaden) – Zuschauer: 70. 

FC Rubin – FSG Wirbelau/Schupbach/Heckholzhausen 1:2 (0:1). Rubin begann gut, jedoch ging die Saam-Elf mit der ersten Chance durch Hetzl in Führung. Der FC erspielte sich gute Möglichkeiten und kam durch Schlej zum verdienten Ausgleich. Patrick Pfeiffer brachte seine Farben kurz vor dem Wechsel durch einen Strafstoß mit 2:1 in Führung. Nach der Pause erhöhte Rubin den Druck, die FSG war nur noch durch Konter gefährlich.

Rubin: Kapakli, Kemkin, Klaus, Helfenstein, Riemer, Mamykin, Fraint, Landeis, Kimmerle, Schlej, Schneider (Mamykin, Noto, Podvitelski) – Wirbelau/Schupbach/Heckholzhausen: Schermuly, Zöller, Gruber, Pfeiffer Marcel, Pfeifer Patrick, Hetzl, Zoric, Martin, Zöller, Dienst, Hasseinkel (Probszt, Emmel, Oeszcelik, Stoll, Hunnenmörder, Unkelbach) – Tore: 0:1 Hetzl (4.), 1:1 Schlej (15.), 1:2 P. Pfeiffer (40./FE) – SR: Waterman. 

SV Bad Camberg – SG Nord 3:2 (2:1). Der SVC drückte überraschenderweise dem Spiel seinen Stempel auf. Christopher Thuy verwandelte einen Pfostenabpraller nach einem Schuss von Christoph Arens sicher. Mitte der zweiten Hälfte erzielte Maximilian Herzog nach glänzendem Zuspiel von Carlo Schott das 2:0. Die SG kam danach etwas besser ins Spiel und durch Milos Jovanovics Freistoßtreffer kurz vor dem Pausenpfiff zum Anschlusstreffer. Herzog verwertete eine tolle Vorlagen von Nicolas Möhring zum 3:1. Nach dem 3:2-Anschlusstreffer von Christoph Eberlein (61.) starteten die Westerwälder ihre Schlussoffensive. Mit toller kämpferischer Leistung und einem überragenden Torwart Tobias Kaiser brachte der SVC den Vorsprung aber über die Zeit und errang, nicht unverdient, die ersten Punkte im Kalenderjahr 2019. 

Bad Camberg: Kaiser, Wehrmann, Lammers Brandenfels, Falkenbach, Schott, Thuy, Millbrodt, Arens, Möhring, Herzog (Krones, Laraj, Schindler, Kqiku, Heinze, Flachsel) – Nord: Gernandt, S. Stähler, M. Stähler, Hen, Alberg, Gencer, Trinz, Cicero, Busch, Eberlein, Jovanovic (A. Moise, Fröhlich, V. Moise, Jung) – Tore: 1:0 Christopher Thuy (5.), 2:0 (24.), 3:1 (50.) Maximilian Herzog, 2:1 Milos Jovanovic (43.), 3:2 Christoph Eberlein (61.) -SR: Ates (Kelkheim). 

FC Dorndorf 2 - SV Erbach 3:1. Der FC Dorndorf muss trotz seines 3:1-Sieges gegen den SV Erbach und 45 erreichten Punkten in die Abstiegsrelegation, da die FSG Gräveneck/Seelbach/Falkenbach überraschenderweise gegen den TuS Waldernbach ein Unentschieden erzielt hat und somit mit 46 Punkten den rettenden zwölften Platz erreichte. 

Dorndorf: Zahn, Stillger, Stahl, Keilwerth, L. Weyer, J. Weyer, Jung, Philipp, Rduch, Arslan, Schick (M. Jung, H. Lahnstein, J. Lahnstein, L. Lahnstein, Großmann, Dobischok) - Erbach: Alraum, Weber, C. Rücker, Meurer, Rummel, Andres, Kliem, Kqiku, Litzinger, Erde, Schroll (Feuerbach, Bermbach, M. Rücker, Nenderheuser).

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