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Volleyball: HTG siegt auch ohne Libero

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Lange Gesichter bei den einen, strahlende Mienen bei den anderen. Jetzt haben die Volleyball-Oberligisten aus dem Taunus erst einmal vier Wochen Pause.

Die rote Laterne steht auch weiterhin in Bommersheim. Eine 1:3 (25:22, 23:25, 17:25, 30:32)-Niederlage in der heimischen EKS-Sporthalle gegen den VC Ober-Roden nagelt den Aufsteiger an den letzten Platz der Volleyball-Oberliga Hessen fest. In Abwesenheit von Trainer Martin Peilstöcker wurde das Team von Patrick Hehl eingestellt. Max Schwegler, der im Abschlusstraining einen Kapselriss im Daumen erlitt, hielt den im Ausland weilenden Coach via SMS auf dem Laufenden.

„Im ersten Satz haben wir frei aufgespielt und konnten Ober-Roden damit überraschen“, berichtet Teamsprecher Sebastian Kind. Vor allem über die Mitte habe man gut gepunktet. Dass dann der zweite Satz (der TVB hatte ein 5:12 zum 21:21 aufgeholt) an den Tabellenzweiten ging, lag vor allem an Florian Elbert. „Unser Block bekam ihn zu keiner Zeit in den Griff“, so Kind. Der vierte Satz, der 34 der insgesamt 115 dramatischen Minuten „verschlang“, war an Spannung nicht mehr zu toppen. „Wir bekamen vier Satzbälle nicht tot. Ober-Roden nutzte dann seinen zweiten“, so Kind. Und wer sorgte für die Punkte zum 30:31 und 30:32? Richtig, „Schreckgespenst“ Elbert.

TVB: Belz, Kind, Borger, Böttger, Dubovetskyi, Hehl, Hultsch, Herzer, Sommer, Hagemann, Trojanowski.

Psychospiel gewonnen

Nach den 80 Minuten im Kasseler Auepark musste Jens Völkel erst einmal den Hut vor seiner Mannschaft ziehen. Symbolhaft und nicht nur, weil sich die von ihm trainierten Oberliga-Damen der HTG Bad Homburg mit 3:0 (25:21, 25:18, 26:24) bei der TG Wehlheiden behauptet hatten.

Es war explizit die Schlussphase, die den HTG-Coach staunen ließ: „Wir lagen im dritten Satz bereits mit 19:24 hinten, den drohenden Satzverlust vor Augen. Einfach klasse, mit welch mentaler Stärke meine Mannschaft da zu Werke gegangen ist und dabei auch höchstes Risiko nicht scheute.“ Vor allem die bereits im ersten Satz beim Stand von 22:20 für Anja Beyrich eingewechselte Jelena Voegele nötigte Völkel hohen Respekt ab: „Sie bestach durch enorme Psyche und Physis und brachte ihre Aufschläge genau dort im Wehlheidener Feld unter, wo es dem Gegner extrem wehtat.“ Je näher die HTG-Damen vom Spielstand dann heranrückten, umso nervöser wurde das junge Team des noch sieg- und satzlosen Regionalliga-Absteigers, so dass Völkel resümieren konnte: „Indem wir dieses Psychospiel für uns entscheiden konnten, hat sich die weite Anreise für uns auch gelohnt.“

Mit einem Novum war die HTG in die Partie gestartet. Durch den Ausfall von Anka Liebe (erkrankt), Juliane Weissbecker (Trainingsrückstand) und Caro Köppe (beruflich verhindert) waren sämtliche Kandidaten für die Libero-Position ausgefallen – Jens Völkel machte aus der Not eine Tugend, spielte ohne Libero, „was wir auch problemlos und mit deutlich reduzierter Fehlerquote meistern konnten“, so der HTG-Coach. Mitte des ersten Durchgangs zog sein Team auf 13:9 weg und hatte damit die Weichen auf Satzsieg gestellt. Im zweiten Abschnitt hieß es zwar nach Angriffsproblemen aus HTG-Sicht schnell 1:6, doch vor allem Außenangreiferin Franzi Edmaier war es dann, die mit Klasseaktionen das Blatt zum Wenden (25:18) brachte. Auch im dritten Satz lag Wehlheiden vorne, ehe die HTG-Mädels zum Schluss mit Nerven aus Stahl spielten.

HTG: Beyrich, Edmaier, Peckelsen, Scholl, Limmer, Bernius, Voegele, Klein. gg

TV Cölbe – TV Bommersheim (Sa., 12. November, 19.30 Uhr), HTG – Eintr. Frankfurt II (12. November, 20 Uhr)

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