Sie geht in ihrer Entwicklung den nächsten Schritt: Saskia Stegbauer wird ab dem Sommer in Illinois studieren und im College-Team spielen. foto. marcel lorenz
+
Sie geht in ihrer Entwicklung den nächsten Schritt: Saskia Stegbauer wird ab dem Sommer in Illinois studieren und im College-Team spielen. foto. marcel lorenz

Basketball, Damen

Von den Baskets nach Illinois

  • Volker Hofbur
    vonVolker Hofbur
    schließen

Saskia Stegbauer geht mit einem Stipendium in die USA

Hofheim -Für die Hofheimer Basketballerin Saskia Stegbauer geht ein Traum in Erfüllung. Die U16-Nationalspielerin hat ein Stipendium für die Trinity International University in Bannockburn in Illinois bekommen und wird dorthin wechseln.

Ihr Trainer Rolo Weidemann freut sich für sie: "Sie packt das. Dort ist mit Louisa Schmidt schon eine ehemalige Spielerin von uns, die dort auch studiert. So hat sie schon mal einen Kontakt." Auch Louisa Schmidt hat in der Jugend-Bundesliga und bei den Regionalliga-Basketballerinnen gespielt, ehe sie nach Illinois wechselte. Beide werden dann in dieser kirchlichen Universität studieren und für sie spielen. "Saskia hat viel Verwandtschaft in den USA, die gar nicht so weit weg in Michigan wohnt, da ihre Mutter Amerikanerin ist", erklärt Weidemann. Stegbauer sagt in einer Pressemitteilung der Baskets: "Mir ging ein Gedanke nie aus dem Kopf: Der Traum, eines Tages ein Stipendium in den USA zu erlangen. Meine Familie kommt zum Teil aus den USA, weshalb ich diesen Traum verfolge, seitdem ich ganz klein war."

Mit 15 schon im Kader des WNBL-Teams

Die Laufbahn von Saskia Stegbauer war bemerkenswert. Sie begann in ihrem Heimatverein TV Hofheim. Dort lernte sie das Basketballspiel, spielte jahrelang in der Hofheimer Jugend und früh für den TV Hofheim in der Regionalliga. Sie trainierte zusätzlich seit vielen Jahren im Teilzeit-Internat Hofheim. Daher begann sie auch bei den Rhein-Main-Baskets schon früh in der weiblichen Nachwuchs-Bundesliga (WNBL). Im Alter von 15 Jahren wurde sie in den Kader der U18-Jugend aufgenommen. Dort sammelte sie bald viel Spielerfahrung und lernte, sich im Spiel stärker durchzusetzen. In den folgenden Jahren erlebte sie das Training dort anspruchsvoller. Das WNBL-Team trainierte ambitionierter. So erkämpften die Baskets mit Stegbauer den Einzug in die Play-offs 2019/20. Das war zugleich ihre letzte Saison in der WNBL.

Bereits ab der Saison 2018/19 wurde Saskia Stegbauer in das Team-Training der Zweitliga-Mannschaft der Rhein-Main Baskets integriert. In Testspielen konnte sie erste Erfahrungen auf dem höheren Niveau sammeln. So lernte sie schnell, dass es im Leistungssport nicht alleine um physische Leistungsfähigkeit geht, sondern mentale Stärke und mentales Training genauso wichtig sind. Durch die Unterstützung ihres Trainers Thorsten Schulz konnte sie sich weiterentwickeln. "Es ist gut für sie", beschreibt ihr langjähriger Trainer Rolo Weidemann ihren neuen Weg, "auch wenn sie uns in der 2. Bundesliga fehlen wird, freuen wir uns alle im Verein, wenn eine Spielerin diesen Schritt geht. Das ist für sie ein neuer Anreiz, denn in den USA liegt viel mehr Fokus auf dem Basketball als in Deutschland. Und sie wird dort ganz anders gefördert".

"Bis jetzt habe ich in meiner Basketball-Karriere alles erreicht, was ich mir vorgenommen hatte. Ich wurde zu diversen Lehrgängen vom DBB eingeladen, ich habe ein Turnier im deutschen National-Kader gespielt, mein Schulteam wurde deutscher Meister bei Jugend trainiert für Olympia und ich war erfolgreich in der Jugend-Bundesliga und der 2. Bundesliga", erklärt Stegbauer weiter. Nun geht sie den nächsten Schritt: Im Sommer 2021 geht Saskia's Traum in Erfüllung. Dann fliegt sie nach Chicago (USA) und wird für die Trinity International University spielen: "Ich bin sehr aufgeregt und gespannt, was mich dort erwarten wird. Ich erhoffe mir neue Spiel- und Trainingsweisen kennen zu lernen und mein Basketball-Repertoire erweitern zu können."

Und sie hat nicht vergessen, wem sie diese Erfüllung ihres Traumes verdankt: "Dabei möchte ich mich ganz herzlich bei all meinen Trainern und Teamkolleginnen bedanken, die mir so viel beigebracht und mit auf den Weg gegeben haben. Ohne die Hilfe und Unterstützung, die sie mir gegeben haben, wäre ich nicht an diesem Punkt angelangt." red/vho

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare