1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Von Schweden nach Eschborn

Erstellt:

Von: Harald Joisten

Kommentare

Weil sie gestern bei einem ITF-Turnier in Schweden im Viertelfinale verlor, kann die Weltranglisten-814. Silvia Ambrosio am Wochenende für Eschborn in der Regionalliga am Ball sein. FOTO: Lorenz
Weil sie gestern bei einem ITF-Turnier in Schweden im Viertelfinale verlor, kann die Weltranglisten-814. Silvia Ambrosio am Wochenende für Eschborn in der Regionalliga am Ball sein. © Marcel Lorenz

Zwei wichtige Heimspiele - Silvia Ambrosio dabei

Eschborn -Gestern war wieder so ein Tag, an dem Archibald Pflug zwei Gefühlswelten durchlebte. Einerseits hatte der Trainer von Tennis 65 Eschborn Mitleid, als seine Spielerin Silvia Ambrosio beim ITF-Turnier im schwedischen Varberg gegen die tschechische Weltranglisten-277. Anna Siskova mit 3:6, 4:6 im Viertelfinale ausschied. Anderseits konnte er dadurch aufatmen: Ambrosio wird sich umgehend in den Flieger nach Deutschland setzen und kann somit am Wochenende bei zwei ganz wichtigen Heimspielen für ihre Mannschaft in der Regionalliga Südwest auflaufen: Die Eschbornerinnen treffen auf der heimischen Anlage (Hauptstraße 118) am Samstag auf den TC Ludwigshafen II und tags darauf an selber Stelle auf Post Südstadt Karlsruhe (jeweils ab 11 Uhr).

Das Pikante: Sowohl Eschborn als auch die beiden Gegner haben ihre Saison-Auftaktspiele vergangene Woche verloren. Da aus der dritthöchsten deutschen Liga zwei Mannschaften absteigen werden, hat dieser Doppelspieltag wegweisenden Charakter. Danach folgen in der sehr kurzen Saison lediglich noch zwei weitere Doppelspieltage. Ende Mai ist alles schon wieder vorbei.

"Das ist ein ganz wichtiges Wochenende. Diese zwei Dinger müssten wir gewinnen", betont Pflug. Sein hochklassiges Team kann nun fast in Bestbesetzung antreten. Hinter den Spitzenspielerinnen Sarah Gronert (Nr. 28 in Deutschland) und Fabienne Gettwart (46.) reiht sich die Weltranglisten-814. Ambrosio an Position drei ein. Dahinter folgen Livia Kraus, Carolin Nonnenmacher und Jessica Raith. Lediglich Jil Engelmann wird noch fehlen.

Für Pflug sind diese Personalfragen nicht neu. Jede Woche ist es ein Spagat, die Spielerinnen zusammen zu bekommen. "Die internationalen Turniere haben für sie in der Regel Priorität", betont Pflug. So ergeht es freilich jedem Team in den höchsten deutschen Spielklassen. Eschborn bildet dabei durchaus eine Ausnahme. Das Team spielt seit Jahren zusammen, ist vor zwei Jahren gemeinsam aus der Hessenliga aufgestiegen und versucht so oft es geht, zusammen aufzulaufen.

Rätselraten um Karlsruhe und Ludwigshafen

Dadurch hat die Medenrunde für die Eschbornerinnen einen vermeintlich höheren Stellenwert als für manche Konkurrentin. "Es war immer unsere Stärke, dass wir meist vollzählig antreten konnten", sagt Pflug auch im Rückblick auf die überraschende Vize-Meisterschaft in der Regionalliga Südwest im vorigen Jahr.

Diese Geschlossenheit soll nun morgen und übermorgen möglichst für die ersten beiden Saisonsiege sorgen. Die beiden Gegner konnten am vergangenen Wochenende zum Saisonstart ebenfalls nicht ihre besten Teams aufbieten, beide kassierten jeweils klare 0:9-Niederlagen. Ludwigshafen gelang gegen den TA VfL Sindelfingen II lediglich ein einziger Satzgewinn, Karlsruhe ging gegen den TC Ludwigshafen-Oppau sogar leer aus - alle sechs Einzel und drei Doppel wurden in zwei Sätzen verloren.

Ludwigshafen trat stark ersatzgeschwächt an, musste sogar die erst 14-jährige Isabella Krassnitzer einsetzen. Unter anderen fehlten den Rheinland-Pfälzerinnen die Topspielerin Selina Dal, Nummer 43 der deutschen Damen-Rangliste, sowie die bulgarische Weltranglisten-683. Julia Stamatova. Womöglich sind beide am Samstag in Eschborn dabei.

Auch Karlsruhe trat im ersten Saisonspiel ohne seine Spitzenspielerinnen Andrea Prisacariu (Rumänien/Weltranglisten-Nr. 232), Mallaurie Noel (Frankreich/WR 409), Aneta Laboutkova (Tschechien/WR 517), Marisa Schmidt und Caroline Romeo (Frankreich/WR 898) an. Auch die Baden-Württembergerinnen dürften am Sonntag hochkarätiger besetzt antreten. Doch so geht es nun auch Eschborn. Harald Joisten

Auch interessant

Kommentare