Trainer Rolo Weidemann und seine Basketballerinnen wollen wieder anfangen, wenn der Mannschaftssport möglich sein wird.foto: lorenz
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Trainer Rolo Weidemann und seine Basketballerinnen wollen wieder anfangen, wenn der Mannschaftssport möglich sein wird.foto: lorenz

Corona-Pandemie

Vorfreude und Vorsicht bei den Vereinen

  • Volker Hofbur
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Die Sportler hoffen darauf, bald in die zweite Stufe zu kommen

Main-Taunus -Heute wird im Main-Taunus-Kreis die Bundesnotbremse aufgehoben, weil die Inzidenz an fünf Werktagen hintereinander unter 100 liegt. Nach den hessischen Regelungen ist das nun die Stufe 1 der Lockerungen. Wenn im Main-Taunus-Kreis die Inzidenz weitere 14 Tage unter 100 bleibt oder sobald sie fünf Tage unter 50 fällt, tritt ab dem darauffolgenden Tag die Stufe 2 in Kraft. Sie bringt weitere Lockerungen wie beispielsweise eine Öffnung der Innen-Gastronomie sowie vollen Präsenzunterricht an den Schulen. Gestern lag der Inzidenzwert im Kreis bei 53,9.

Was bedeutet das für den Sport? Sport in der Halle wird in der Stufe eins, die ab heute in Kraft tritt, mit Einschränkungen möglich sein. Dann ist er in einer festen Kleingruppe mit Mitgliedern des eigenen und eines weiteren Hausstandes in der Halle und draußen erlaubt. Diese Gruppen dürfen nicht gemischt haben und müssen drei Meter Abstand zueinander haben. Das gilt auch für den kontaktfreien Sport in der Halle. In dieser Stufe eins wäre Kontaktsport für Kinder draußen unter 14 Jahre ohne Einschränkungen erlaubt. Zwei Betreuer zusätzlich sind erlaubt. Allerdings sollten sie auf Spiele gegen Gegner und die Benutzung der Umkleidekabinen verzichten. In der Halle gelten für sie die gleichen Regeln wie für Erwachsene. Die Sportstätten wären prinzipiell geöffnet. Auf Außenanlagen sind 100 Teilnehmer unter Einhaltung der Hygieneauflagen zulässig.

Wenn die Inzidenz fünf Werktage später unter 50 bleiben würde, wäre anschließend Amateursport unter Auflagen auch als Mannschaftssport möglich mit mehr als den Personen des eigenen und eines weiteren Hausstandes. Auch für den Kontakt-Mannschaftssport wie Fußball, Handball und Basketball würde es keine Beschränkungen an Teilnehmern geben. Empfohlen werden Nachweise von Negativtests. Individualsport ist generell in Gruppen bis zehn Personen erlaubt, wobei Geimpfte und Genesene sowie Kinder unter 14 Jahren nicht dazuzählen. Auf Außenanlagen wären insgesamt 200 Teilnehmer und Zuschauer unter Auflagen erlaubt, in der Halle 100, unter denen auch die Spieler und Verantwortlichen sind.

Planungen für Anfang

Juli in der Halle

Stefan Dobhan, Abteilungsleiter der Handballer der TSG Münster, berichtet, dass sein Oberliga-Team wohl erst ab dem 1. Juli mit der Hallenbenutzung geplant hat. Nur die B-Jugendhandballer, die ab der kommenden Spielzeit in der A-Jugend-Bundesliga im Einsatz sein werden, trainieren neben der im DHB-Pokal-Einsatz stehenden A-Jugend wieder in der Halle.

Entspannter sieht es Rolo Weidemann als hauptamtlicher Basketball-Trainer des TV Hofheim. "Mit der WNBL-Jugend trainieren wir ohnehin, die anderen Jugendmannschaften trainieren kontaktlos zu zweit unter einem Korb", berichtet er, "wir haben genug Platz in der großen Halle, dass wir den Abstand halten können. Allerdings fehlt das Spiel mit Kontakt oder den Teamkollegen". Dabei bringen die Jugendlichen ihre Tests aus der Schule mit oder machen einen im Chinon-Center. "So sind wir einigermaßen sicher durch die Pandemie gekommen und wir hatten bisher auch keine Probleme mit Corona-Fällen", erklärt Weidemann. Allerdings hofft auch er darauf, dass die zweite Stufe greifen wird. "Seit November trainieren die Jugendlichen ohne Kontakt. Ich hoffe, dass sie bald wieder normal trainieren können, denn sie hatten ein schlimmes Jahr, denen fehlt das Spielen zusammen sehr", erläutert der Hofheimer Trainer, "die älteren wollen nicht kontaktlos trainieren und halten sich alleine fit, so dass wir auch dann erst mit den Regionalliga-Damen einsteigen werden, wenn sie zusammen trainieren können. Wir müssen geduldig bleiben". Weidemann berichtet, dass Tests weiterhin gemacht werden sollen. Zudem habe man im Verein viele Vorbereitungen getroffen wie die Spiele ohne Zuschauer, die Nutzung von nur drei Spielern pro Kabine und die Einrichtung von Wartebereichen. In den Gängen herrscht dann Maskenpflicht.

Mitte Juni als

Start ist realistisch

Erich Rodler als Sportlicher Leiter der Hessenliga-Fußballer des FC Eddersheim sieht Mitte Juni als realistischen Trainingsstart für seine Mannschaft. "Für mich ist aber erst einmal entscheidend, wann die Runde losgehen wird. Geplant ist der Start in der ersten September-Woche. Dann würden wir ab Juli mit der Vorbereitung starten und jetzt noch nicht endgültig loslegen", denkt Rodler an seine Mannschaft, die lange nicht mehr gemeinsam auf dem Platz gestanden hat, "so wird unser Trainer vielleicht ab Mitte Juni ein freiwilliges Training anbieten, um wieder langsam hereinzukommen. Zumindest sechs Wochen Vorbereitungszeit müssen nötig sein". Natürlich müssen es die Inzidenzwerte auch hergeben. Wie bereits erwähnt, hängt für Rodler vieles von dem Termins des Saisonstarts ab. "Da muss jetzt sehr bald eine Entscheidung über den Spielmodus fallen. Für mich ist es nicht wichtig, eine komplette Hin- und Rückrunde zu spielen. Mir ist wichtiger, dass wir eine Runde auf jeden Fall zu Ende spielen werden", erklärt Rodler, der lieber etwas später beginnen möchte und dafür sicherer die Saison beenden möchte. "Wichtig ist für mich vor allem, dass wir mit Zuschauern spielen werden", erklärt der Sportliche Leiter. Volker Hofbur

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