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Zwei, die in der Partie Akzente setzten: Marijana Vidovic von der FSG Vortaunus (links) und Annika Sauer von der HSG Goldstein/Schwanheim im direkten Zweikampf.

Handball

Vortaunus kämpft sich zum Derbysieg

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In der Handball-Landesliga Mitte der Damen erkämpfte sich die FSG Vortaunus mit dem 23:21 gegen die HSG Goldstein/Schwanheim den zweiten Sieg im zweiten Spiel.

Die TSG Eddersheim II verlor ersatzgeschwächt beim starken Oberliga-Absteiger HSG Eibelshausen/Ewersbach mit 20:28.

FSG Vortaunus – HSG Goldstein/Schwanheim 23:21 (12:11). Beide Mannschaften starteten mit guten Abwehrreihen, während sie im Angriff beste Chancen nicht nutzten. Vor allem die Torhüterin der Gastgeberinnen, Zorana Jurcevic, hatte ihren Anteil daran, da die Gäste immer wieder an ihr scheiterten. Mitte der ersten Hälfte hatten die Gäste Vorteile und setzten sich zum 9:7 ab. „Dann haben wir den Faden verloren und sind noch vor der Pause in Rückstand geraten“, berichtete der Goldsteiner Trainer Markus Erbe. „Insbesondere Lisa Windecker übernahm nicht nur bei den Siebenmetern Verantwortung, sondern nutzte die sich ihr bietenden Gelegenheiten zum erfolgreichen Torabschluss“, berichtete seine Kollegin Alisa Stickl von einer 12:11-Pausenführung ihres Teams.

Ihre Mannschaft kam auch besser aus der Pause und setzte sich schnell auf 16:12 (34.) ab. Beim Stand von 19:15 (40.) verletzte sich die bis dahin überzeugende Gabriela Djini schwer und fiel für den Rest des Spiels aus. „Auch wir haben diese Unterbrechung nicht gut weggesteckt, auch wenn wir uns zusammengerauft und zum 20:20 ausgeglichen haben“, erklärte Erbe. „Vor allem Annika Sauer setzte sich in ihrer unnachahmlichen Art jetzt häufiger durch“, erklärte Alisa Stickl, „dann aber zeigten wir unseren unbedingten Siegeswillen. Trotz einer im Vergleich zur Vorwoche eher mäßigen Leistung gab es einen knappen, wenn auch verdienten 23:21-Sieg“, so Stickl. Ihr Gegenüber Markus Erbe sprach von einer tollen Mannschaftsleistung: „Wir haben uns aber nicht belohnt und unsere Chancen nicht genutzt.“

Vortaunus: Zorana Jurcevic, Linda Pollak; Lisa Windecker 9/4, Hannah Kohnagel 4, Gabriela Djini 4/1, Sophie Scheibel, Laura Büscher je 2, Franziska Rochus, Marijana Vidovic je 1, Maya Geiger, Ronja Schultejans, Luisa Löb. Goldstein/Schwanheim: Emilia Porceddu (1. bis 45.); Victoria Manger (ab 45.); Annika Sauer 9/2, Julia Beuth, Maite Vilasante Saez je 4, Karolina Schreiber 2, Lisa Scholz, Julia Litzius je 1, Dana Wollmann, Kristina Lubina, Konstanti Kasartzoglu.

HSG Eibelshausen/Ewersbach – TSG Eddersheim II 28:20 (14:10). Die Eddersheimerinnen hatten das Pech, dass sich Sarah Bauer im letzten Vorbereitungsspiel schwer verletzte. Sie kugelte sich den Ellenbogen aus und wird in diesem Jahr wohl nicht mehr spielen. „Dort sind zwei Bänder gerissen. Wir hoffen, dass sie nicht noch operiert werden muss und die Bänder gut anwachsen“, erklärte Trainer Henry Kaufmann. Ihm fehlten zudem urlaubsbedingt Nadine Ramp und Lea Ullrich. Der Gegner hatte mit Gennadij Chalepo einen ehemaligen weißrussischen Nationalspieler und Bundesligatrainer Männer (ThSV Eisenach/HSG Wetzlar/TV Hüttenberg) engagiert. Mit Sladana Ivetic, Neira Midzic und Sara Nicolovska kamen drei erfahrene Spielerinnen, die das Spiel vor 200 Zuschauern mit 20 von 28 gegnerischen Toren für den Oberliga-Absteiger entschieden. Bis zum 10:12 kurz vor der Pause hielten die Gäste mit, ehe sie eine Zeitstrafe und noch zwei Gegentreffer bis zur Pause bekamen. Nach dem Wechsel versuchte es Kaufmann mit einer offensiveren Deckung, die nicht wirklich funktionierte. Eibelshausen setzte sich auf 22:14 (43.) ab. Nun versuchte es Eddersheim mit zwei Einzeldeckungen gegen die Halb-Rückraumspielerinnen. So verkürzte Eddersheim auf 18:23 (52.) und hatte weitere Chancen. „Wir haben den Ball erobert, hätten aber mehr daraus machen müssen. Die Mannschaft hat gesehen, mit welchen Mitteln in dieser Liga jetzt gekämpft wird“, resümierte Kaufmann.

Eddersheim: Lena Kuptschitsch; Jasmin Rühl 8/5, Leonie Kaufmann 4, Sina Gottfried 3/1, Rabea Grünewald, Lisa Walter, Nicole Walter, Annika Breitenfelder, Judith Büttner je 1, Sandra Reitmeier, Janina Braun.

(vho)

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