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Es geht zur Sache in Fussingen. In dieser Szene hat es Maximilian Neuhof (Waldbrunn, Mitte) mit den Weyerern Alexander Loresch (links) und Tillmann Stillger zu tun.

Fußball im NNP-Land

FC Waldbrunn Derby-Sieger - SG Selters sorgt für Furore

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Der FC Waldbrunn hat alle Skeptiker lügen gestraft und das Derby der Fußball-Verbandsliga Mitte gegen den RSV Weyer mit 2:0 gewonnen. In der Gruppenliga Wiesbaden sorgt weiterhin Aufsteiger SG Selters für Furore. Das Jahn-/Steul-Team gewann zum dritten Mal in Folge. In der Kreisoberliga feierte der SV Elz seinen ersten Saisonsieg.

VERBANDSLIGA MITTE:

FC Waldbrunn – RSV Weyer 2:0 (1:0). Das Spiel begann passend zum starken Wind schwungvoll und intensiv, jedoch mussten die Zuschauer auf die erste Chance bis zur 10. Minute warten: Eric Böcher (FC) vollendete seinen Offensivlauf mit einer scharfen und präzisen Hereingabe auf Steffen Moritz, der jedoch einen Schritt zu spät am langen Pfosten auftauchte. Wenige Minuten später sollte es besser klappen: Der zweikampfstarke Spielertrainer Moritz zog gleich mehrere RSV-Akteure auf sich, steckte den Ball zu Claudius Fürstenau durch, der das Spielgerät aus zwölf Metern ins Eck schlenzte. Der wichtige Führungstreffer für die Heimelf, der nun spürbar für Selbstvertrauen sorgte. So spielte der FCW weiter munter nach vorne, auch wenn witterungsbedingt nur selten ein wirklicher Spielfluss zu beobachten war. In Minute 20 hatte Neuzugang Niklas Zinndorf die große Chance, auf 2:0 zu erhöhen, doch die Hereingabe von Wilhelmy sprang Zinndorf über den einschussbereiten Fuß. Rund zehn Minuten und einige Zweikämpfe später zwickte es bei Steffen Moritz; er wechselte sich bereits in der 33. Minute selbst gegen David Schäfer aus. Damit bewies er aber zugleich ein „goldenes Händchen“, wie sich später zeigen sollte.

Nach der Pause stellte Claudius Fürstenau seine Vorbereiterqualitäten unter Beweis und bediente den für Moritz eingewechselten David Schäfer mustergültig. Der bewahrte die Ruhe vor Weyers Keeper Marc Kohlhepp und drückte den Ball zum 2:0 durch dessen Beine über die Linie (56.). Der Treffer zeigte Wirkung, denn vom RSV kam nur noch wenig. So musste Kohlhepp einen langgezogenen Freistoß von Wilhelmy entschärfen (63.) und gegen Zinndorf in höchster Not retten, als dieser alleine vor ihm aufgetaucht war (75.). Die einzig nennenswerte Chance der Weyerer war ein Kopfball von Alexander Loresch (70.). Waldbrunn machte nun hinten „dicht“ und verteidigte resolut und abgeklärt.

FCW-Spielertrainer Steffen Moritz zeigte sich nach dem Spiel erleichtert und zufrieden: „Beide Mannschaften haben auf die gleichen Mittel gesetzt, aber wir waren einfach gefährlicher und effektiver. Jeder Sieg ist für uns wichtig – nach den letzten beiden Spielen aber ist dieser Erfolg umso wichtiger, um keine Unruhe in der Mannschaft und im Umfeld aufkommen zu lassen.“  höh

Waldbrunn: Erbse, Neuhof (62. Breuer), Form, Böcher, Egenolf, Horn, Fürstenau, Metovic, Wilhelmy (77. Henrich), Moritz (33. Schäfer), Zinndorf – Weyer: Kohlhepp, M. Sawall, Roth (80. Wecker), Orani, Loresch, Hertel (60. Mattersberger), Petri, Stillger, Wind, D. Seibel (60. Böhme), Schmidt – Zuschauer: 249 – Tore: 1:0 Claudius Fürstenau (12.), 2:0 David Schäfer (56.).

GRUPPENLIGA WIESBADEN: TSV Bleidenstadt - SG Selters 1:3 (0:2). Nach einer starken Anfangsphase der Selterser brachte Justin Wolter sein Team per Heber in Führung (14.). In der Folge dominierte der Gastgeber das Spiel, verpasste aber unter anderem durch Marvin Alt, der aus 18 Metern am Innenpfosten scheiterte, und Tim Flemming, der einen zentral gelegten Freistoß nur um Zentimeter vorbeischoss, mehrmals knapp das Tor. Nach 36 Minuten gelang es der SG Selters, mehr oder weniger aus dem Nichts auf 0:2 zu erhöhen, als Philipp Freppon von Wolter geschickt wurde und einschob. Unmittelbar nach der Pause verkürzte der TSV. Alessandro Eberhardt setzte sich im Angriffsdrittel durch und netzte mit der Spitze ein (49.) - die SGS-Verteidigung befand sich zu diesem Zeitpunkt wohl noch in der Kabine. Danach begann Selters gegen spielstarke Gastgeber stark zu schwimmen, Bleidenstadt agierte aber zu inkonsequent und kam nur zu wenigen gefährlichen Szenen in der Gefahrenzone. Die Rote Karte für TSV-Keeper Safa Andreas Wienke nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums brach seiner Mannschaft schlussendlich das Genick. Kurz vor dem Ende bediente Nils Toffeleit mit einem Befreiungsschlag Dominic Voss, der mit seinem ersten Saisontor den Endstand besiegelte (88.) und den „Wassermännern“ den dritten Sieg nacheinander bescherte.

Bleidenstadt: Wienke, Winkelmann (75. Himmer), Eberhardt, Liess, Ott, Zelz, Alt, Nogly, Bretschneider, Utsch (46. Golle), Flemming - Selters: Schardt, Müller, Toffeleit, S. Stähler, Freppon, Maurer, Steul, Pabst (72. Tausch), Vollbracht (46. M. Stähler), Voss, Wolter (70. Annecke Petri) - SR: Benedict Ruff -Tore: 0:1 Justin Wolter (14.), 0:2 Philipp Freppon (36.), 1:2 Alessandro Eberhardt (49.), 1:3 Dominic Voss (88.) - Rot: Safa Andreas Wienke (Handspiel außerhalb des Strafraums) - Zuschauer: 200.

KREISOBERLIGA: SG Weinbachtal – SV Elz 1:2 (0:0). In einer ausgeglichenen Anfangsphase war es König, der mit einer Direktabnahme am Pfosten scheiterte. Elz antwortete direkt im Gegenzug mit einer Chance durch Nels. Aus einer Unachtsamkeit resultierte die bis dato die größte Gelegenheit durch Born, doch Höhnel parierte. Die zweite Halbzeit wurde hektischer. Beide Mannschaften versuchten es zu oft mit langen Bällen. Dann stand Schiedsrichter Hautzel aus Runkel im Mittelpunkt. „Zunächst fiel der Unparteiische auf zwei geschundene Elfmeter herein, und zu allem Überfluss zog er nach einem Allerwelts-Foul von Staudt, unfassbar für alle, die Rote Karte“, echauffierte sich Weinbachtals Berichterstatter Matthias Hardt. In Unterzahl versuchte Weinbachtal noch einmal alles und kam durch Zuber zu einer Möglichkeit, die SVE-Keeper Kaiser entschärfte. Ein von Kratzheller verwandelter Foulelfmeter führte zum Anschlusstreffer. Eine letzte Chance durch Can wurde im letzten Moment geblockt.  - Tore: 0:1 (60./FE), 0:2 (70./FE) beide Mehmet Dragusha, 1:2 Tim Kratzheller  (80./FE).

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