Fußball-Verbandsliga Mitte

FC Waldbrunn und TuS Dietkirchen wie ein Herbst-Orkan

Der FC Dorndorf führte schon mit 3:0 gegen den FV Breidenbach, kassierte aber noch drei Gegentore zum 3:3. Lichtblicke sind unverkennbar, aber ernüchternd ist Tabellenrang fünfzehn    mor

Der FC Dorndorf führte schon mit 3:0 gegen den FV Breidenbach, kassierte aber noch drei Gegentore zum 3:3. Lichtblicke sind unverkennbar, aber ernüchternd ist Tabellenrang fünfzehn    mor

TuS Dietkirchen – VfB Marburg 3:0 (2:0).Auf den schon früh enteilten FSV Fernwald folgen mehr als sechs fast punktgleiche Mannschaften, wobei der TuS Dietkirchen, da ein Spiel weniger, unbeobachtet in Lauerposition liegt. Die Reckenforstler hätten bei einer Niederlage die Tuchfühlung verloren. Bereits in der 2. Minute für Max Zuckrigl die erste Chance. In der 9. Minute dann die zweite, die Marco Müller in seiner unnachahmlichen Art mit einem hohen 16-Meter-Schuss verwertete. Torwart Purbs konnte mit den Fingerspitzen die Bahn des Balles nicht mehr nennenswert verändern – 1:0 für Dietkirchen. Im Weiteren konnte der VfB den starken Rückenwind als zwölften Spieler nicht für sich nutzen. Dann sintflutartige Regenfälle. Als sich selbst die letzten Unerschrockenen in der 45. Minute ins Vereinsheim retten wollten, fing Zuckrigl einen langen Ball von rechts vor Torwart Purbs ab und schoss in aller Ruhe aus fünf Metern zum 2:0 ein. In der 48. Minute war es dann für den VfB vorbei: Robin Dankof lief auf rechts, schlenzte dem einzigen mitgelaufenen Abwehrspieler den Ball durch die Hosenträger. Zuckrigl, frei am 16-Meter-Raum, überlief Torwart Purbs – 3:0. In der Folge gab es eine fast nicht mehr zählbare Menge an Großchancen für den TuS. Dies kommentierte ein Urgestein der TuS-Zuschauer („Rudi“) mit: „Chancen für zehn Tore“. Die Dominanz war beeindruckend, und die Tuchfühlung der Wörsdörfer-Elf bleibt erhalten.    pb

Dietkirchen: Laux, Nickmann, N. Schmitt, Rademacher, Müller (78.Dietrich), Hautzel, Schäfer, Dankof (83. Mink), Zuckrigl, Stahl (64. Leukel), Bergs – Marburg: Purbs, Schnitzler, Preuss, Wellner, Besel, Schmidt, Cin (79. Hofmann), Guenther, Schäfer, Vaupel (60. Atas), Szymanski – Tore: 1:0 Marco Müller (9.), 2:0 Maximilian Zuckrigl (45.), 3:0 Maximilian Zuckrigl (48.) – SR: Amirian (Wiesbaden) – Zuschauer: 100.

FC Dorndorf – FV Breidenbach 3:3 (3:1).     In einer enorm spannenden und kampfbetonten Partie mit einer gewitterbedingten 25-minütigen Unterbrechung kurz vor der Halbzeitpause trennten sich beide Teams mit einem leistungsgerechten Unentschieden. Dabei zeigte der FCD in der ersten Hälfte ihre beste Saisonleistung, spielte geradlinig nach vorne und wurde mit drei blitzsauberen Toren belohnt. Manuel Groß brachte die Schwarz-Weißen nach einem Eckball per Kopf in Führung (6.), ehe Mohammad Katzerooni nach einer halben Stunde freigespielt wurde und mit einem geschickten Lupfer aus spitzer Position Keeper Ochs überwand. Erst jetzt verzeichneten die Gäste ihre erste Torchance, als Noriega verzog (34.). Kelvin Lima und Mohammad Katzerooni machten viel Betrieb vor dem gegnerischen Tor, und Marc Henkes krönte seine gute Leistung mit dem 3:0 (40.). Zentral vor dem Tor düpierte er seinen Gegenspieler Moos und drückte das runde Leder ins Netz. Einen kleinen Wermutstropfen mussten freilich die Schilling-Schützlinge schlucken, als in der 45. Minute Breidenbachs Torjäger Felix Baum, der im übrigen von der FCD-Abwehr aufmerksam abgeschirmt wurde, im Strafraum gefoult wurde. Novakov ließ sich die Chance nicht entgehen und verkürzte auf 3:1. Die Gäste kamen mit deutlich mehr Elan aus den Kabinen. Bereits der erste Angriff brachte das 3:2 durch Wanke, der sträflich frei stand und keine Mühe hatte, den Angriff über Novakov per Kopf zu vollenden (46.). Das war das Startsignal für die Gäste, denn jetzt drängten sie mit Macht auf den Ausgleich. Die FCD-Abwehr hielt zunächst noch stand, musste aber in der 81. Minute dann doch das Ausgleichstor quittieren. Novakov wurde zielgenau von rechts zwischen die beiden Innenverteidiger des FCD bedient und köpfte unhaltbar für Niklas Kremer ein. Kelvin Lima hatte den Sieg auf dem rechten Fuß (85.), doch die vielbeinige Breidenbacher Abwehr hatte etwas dagegen. Auffälligster Akteur bei den Breidenbachern war Nikola Novakov, bei den Dorndorfern zeigten alle Spieler eine vorzügliche kämpferische und geschlossene Mannschaftsleistung.     lah

Dorndorf: Kremer, Schneider, Fujita, Groß, So. Mansur, Blättel, Henkes, Wilhelmy, Lima, Reifenberg (72. M. Schick), Katzerooni – Breidenbach: Ochs, Sonnenberg (46. Kapitza) Pfeiffer, Weber, Bender, Wanke, Baum, Noriega (67. S. Reiprich), Moos, Michel, Novakov – Tore: 1:0 Groß (6.), 2:0 Katzerooni (30.), 3:0 Henkes (40.), 3:1 Novakov (45./FE), 3:2 Wanke (46.), 3:3 Novakov (81.) –     SR:   Böttcher (Kaub) – Zuschauer: 40.

FV Bauerbach – FC Waldbrunn 2:5 (1:2). Als um 16 Uhr der Platz vom Wasser befreit war, konnte eine packende Partie beginnen, die die Zuschauer in Atem hielt. Die Waldbrunner legten eine erste Halbzeit vom Feinsten hin und stürzten die Platzherren mit gefährlichen Angriffen in arge Verlegenheit. Das Duo Steffen Moritz und Lukas Scholl war kaum zu bremsen und hätte außer den Treffern noch einige Tore mehr erzielen können. Scholl hatte aus 16 Metern überlegt eingeschossen, Moritz einen Handelfmeter souverän verwandelt, der zeitlich ungünstige Gegentreffer entstand aus einer Verkettung unglücklicher Umstände. Nach dem Wechsel hatten die Waldbrunner sich einer Dominanz der Hausherren entgegenzustellen und zahlreiche Eckbälle abzuwehren. Sie steckten auch den Ausgleichstreffer weg, kamen nach Arne Breuers Linksvolley wieder in die Spur und ließen mit einer vielbeinigen, kopfballstarken und kompakten Abwehr wenig Torgefahr durch die optisch überlegenen Hausherren zu. Granja jagte (75.) einen Freistoß aus 40 Metern auf die Latte. Ansonsten lebte die Partie jetzt mehr von der Spannung als von prickelnden Strafraumszenen, ehe Moritz seine Leistung mit einem knallharten Flachschuss in die linke Ecke krönte. Den für Bauerbach ernüchternden fünften Gegentreffer hatte der Spielertrainer mustergültig Torjäger Tobias Rösler aufgelegt. Die Waldbrunner zeigten vielleicht das beste Spiel ihrer Verbandsliga Zugehörigkeit, waren sehr engagiert miteinander und spielten wie aus einem Guss.    hho

Bauerbach: Bachmeier, Hartmann Pfeffer, Rechmann, Freese, Traut, Becher (60. Gries) Milosevic, Brehm, Erylmaz, Wiessner, Hendrich (60. Ademi) – Waldbrunn: Göltl, R. Scholl, Egenolf, Steinhauer, Mehr, L. Scholl (77. Eisenkopf), Oshima, Fürstenau, Breuer (83. Rösler), Granja (85. Schäfer), Moritz – SR:  Eberhardt – Tore: 0:1 Lukas Scholl (18.), 0:2 Steffen Moritz (36.), 1:2 (43.), 2:2 (52.) beide Manuel Brehm, 2:3 Arne Breuer (56.), 2:4 Steffen Moritz (83.), 2:5 Tobias Rösler (88.) – Zuschauer: 55.

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