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In die Mangel genommen wird hier Dorndorfs Robin Reifenberg (rechts) vom Bauerbacher Kapitän Julian Schratz durchsetzen.

Fußball-Verbandsliga Mitte

FC Waldbrunn gewinnt Punkt und verliert Metovic

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Jetzt ist auch der FC Dorndorf ins Fußballjahr 2019 gestartet. Das 1:1 gegen den SV Bauerbach war nicht Fisch und nicht Fleisch und hilft der Mannschaft von Jürgen Bach bei dessen Trainer-Debüt in der Fußball-Verbandsliga Mitte nicht wirklich weiter. Neun Punkte klaffen zwischen dem FCD und dem ersten Nichtabstiegsplatz, den eben diese Bauerbacher einnehmen. 1:1 hieß es auch in Langenaubach, wo der FC Waldbrunn den vierten Punkt in diesem Jahr erkämpfte. Damit dürfte das Team von Steffen Moritz und Christian Mehr im Prinzip zufrieden sein. Allerdings verlo die Mannschaft mit Mustafa Metovic, der sich einen Achillessehnenriss zuzog, einen wichtigen Spieler für den Rest der Runde. Wir wünschen gute Genesung! Der TuS Dietkirchen feierte ein 4:2 gegen SF/BG Marburg und betrieb Wiedergutmachung für seine schwache Leistung in Biebrich. Die Reckenforstler sind Dritter, punktgleich mit den Zeilsheimern (2.).

TuS Dietkirchen – SF/BG Marburg 3:0 (1:0). Trotz dünner Personaldecke galt es für den TuS, sich weiter in der Spitzengruppe festzubeißen, und für die Marburger aufgrund der gemütlichen Lage im Mittelfeld, genügend Motivation zu finden. Bei einem Sieg wäre für die Sportfreunde die Spitzengruppe wieder etwas in Sichtweite geraten. Direkt auffallend bei den Blau-Gelben: das schnelle Durchqueren des Mittelfeldes. Dabei musste Marvin Rademacher in der 13. Minute fast auf der Torlinie klären. Schnell war klar, dass dieses Spiel nur mit Biss zu gewinnen war. In der 25. Minute ging ein Ruck durch die Reihen der Reckenforstler. Kratz flankte auf Zuckrigl, der köpfte aus fünf Metern präzise auf das Tor. Eidam zeigte eine sensationelle Glanzparade. Es blieb beim 0:0. Die anschließende Ecke vermochte Marburg nicht endgültig zu klären. Der Ball kam zu Robin Dankof, der aus 25 Metern flach ins linke Eck abzog: 1:0 in der 26. Minute. In der zweiten Halbzeit fand der TuS zunehmend zu seiner gewohnt erfolgreichen Spielweise. In der 70. Minute spielte Max Zuckrigl Marco Müller links am Fünfmeterraum frei. Der wartete fast unerträglich lange, um den Ball dann irgendwie an Eidam vorbei ins Tor zu spitzeln. 2:0. Den Abschluss des unspektakulären Spieles, in dem Marburg immer wieder durch Schnelligkeit Gefahr aufblitzen ließ, bildete ein langer Pass von Kratz rechts zu Robin Dankof. Der flankte halbhoch auf Dennis Leukel, der direkt abnahm und zum 3:0 (87.) traf.

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Dietkirchen: Laux, N. Schmitt, Rademacher, Müller (79. Leukel), Hautzel, Kratz, Mink (59. Schäfer), Dankof, Zuckrigl, Wenig, Dietrich (82. Nickmann) – Marburg: Eidam, Herberg, Weber (68. Xenokalakis), Papa, Czyrzewski, Kleemann, Thalmann (54. Heuser), Huhn, Ullmann (64. Gantenberg), Haberzettl, Moreno – Tore: 1:0 Robin Dankof (26.), 2:0 Marco Müller (70.), 3:0 Dennis Leukel (87.) – SR: Wegmann (Darmstadt) – Zuschauer: 80.

SSV Langenaubach – FC Waldbrunn 1:1 (0:0). Auf dem Sportgelände im steilen Lahn-Dill-Bergland, aus dem bis 1963 Eisenerz gehoben wurde, holten die Westerwälder einen glücklichen, aber verdienten Punkt. Glücklich, weil die Platzherren vor allem im ersten Durchgang dicke Chancen hatten und in der 21. Minute am Pfosten gescheitert waren. Tobi Keil hielt mit spektakulären Paraden seine Mannschaft im Spiel. Nicht mehr im Spiel war ab der 23. Minute Metovic, der schwer verletzt mit einem Achillessehnenriss ins Krankenhaus musste. Gute Genesung! Dessen Ersatz, David Schäfer, konnte auch nur elf Minuten mitspielen. Verdient war der Punktgewinn, weil die ohnehin ersatzgeschwächten Waldbrunner von Beginn an mitspielten und besonders durch Lukas Scholl und Fürstenau des öfteren im Langenaubacher Strafraum auftauchten. Nach dem zweiten Wechsel nahm die Partie ab der 60 Minute so richtig Fahrt auf, als es vor Keil im Strafraum brannte, ein Schussversuch von Scholl geblockt wurde und in der 70. Minute ein Freistoß von Granja fast den Weg ins Tor gefunden hätte. Der Foulelfmeter wurde völlig unnötig an der Strafraumaußengrenze verursacht, und die Besucher hatten in der 80. Minute noch einmal Riesenglück, als May an Keil und mit seinem unbedrängten Nachschuss an der Querlatte scheiterte. Die Waldbrunner stellten ihre Moral unter Beweis und Moritz Steinhauer seine Schusstechnik, als er zur Freude seiner Mutter Pia und der Oma Wahl in Dietkirchen das Leder ins Dreieck zimmerte. Ohne beide Trainer, Arne Breuer, Jonas Eisenkopf, Cornelius Doll, Rösler und Oshima zeigte die Truppe um die herausragenden Nils Egenolf und Claudius Fürstenau eine ganz starke mannschaftliche Geschlossenheit, wovon fast alle schon lange auch der Jugend in Waldbrunn zusammen spielten.

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Langenaubach: Fünfsinn, Hartmann, Wadolowski, Damar (56. Dincer), Kunz, May, Müller, Zeller, Goebel, Stephan (67. Reeh) – Waldbrunn: Keil, R. Scholl, Fürstenau, Steinhauer, Granja, Metovic (23. Schäfer/34. Jede), L. Scholl, Böcher (88. Y Schäfer), Egenolf, Metternich, Neuhof – Tore: 1:0 Kunz (76./FE), 1:1 Moritz Steinauer (87.) – SR: Krafft – Zuschauer: 90.

FC Dorndorf – SV Bauerbach 1:1 (0:0). Im Spiel gegen den Aufsteiger zeigten die Schwarz-Weißen in der ersten Viertelstunde einige gute Ansätze. Jeweils über die rechte Seite wurde die SVB-Abwehr ausgehebelt, doch vor dem gegnerischen Tor fand sich kein Abnehmer. Im Mittelfeld wurde gefällig kombiniert, Thomas Weinand und Yannik Blättel zeigten eine gute Raumaufteilung. Klug spielte auch Sascha Merfels, aber nach 25 Minuten drehte sich das Blatt. Die Bauerbacher hätten (17.) bereits in Führung gehen können, doch Goalgetter Brehm zielte aus 20 Metern knapp links am Tor vorbei. Beide Keeper hatten ansonsten wenig zu tun, richtig klare Torchancen waren Mangelware. Kurz vor der Halbzeit verweigerte Schiedsrichter Pfeiffer den Bauerbachern einen klaren Foulelfmeter, denn Samim Mansur hatte Stürmer Wiessner „über die Klinge springen“ lassen. Direkt nach der Pause sahen die Zuschauer die größte Chance zur Dorndorfer Führung. Samim Mansur hatte sich auf rechts bis auf die Grundlinie durchgesetzt und flankte gefühlvoll nach innen, wo Robin Reifenberg stand. Seine Direktabnahme war aber etwas zu unplatziert, so dass Schlussmann Bachmeier abwehren konnte. In der 53. Minute gelang dem SVB die nicht unverdiente Führung. Aus dem zentralen Mittelfeld war nach schönem Doppelpass Salomon Becher auf die Reise geschickt worden, er vollstreckte aus kurzer Distanz unhaltbar für Niklas Kremer. Der FC gab sich keineswegs geschockt, zeigte Moral und hielt dagegen. Die besseren Chancen hatten aber die Bauerbacher, denn Robin Traut vergab freistehend vor Kremer (60.), und auch Freese, Wiessner und Jura zielten mit ihren Distanzschüssen nur knapp daneben. Schließlich wurde die sehr ordentliche Leistung der Einheimischen dann doch noch belohnt: In der Schlussminute erzwang Soheil Mansur einen Handelfmeter, den der eingewechselte Marc Henkes sicher zum Endstand verwandelte (90.). Im ersten Pflichtspiel unter Neu-Coach Jürgen Bach hatte sich die Elf diesen einen Punkt redlich verdient.

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Dorndorf: Kremer, Sa. Mansur, Groß, Merfels, Schneider, Weinand, Kunz (81. Schmidinger), Katzerooni, So. Mansur, Reifenberg (56. Neumann), Blättel (56. Henkes) – Bauerbach: Bachmeier, Rechmann, Gries, Traut (80. Freese), Becher, Koehler, Schratz, Schwarz (83. Jura), Milosevic, Brehm, Wiessner – Tore: 0:1 Becher (53.), 1:1 Henkes (90./HE) – Zuschauer: 85 – SR: Pfeiffer (Butzbach).

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