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Kopfball-Sieger: Der Wehrheimer Marcus Krawczyk (links) gewinnt den Luftkampf gegen Mike Seibel (Oberstedten II).

Fußball, Hochtaunus

Wehrheim/Pfaffenwiesbachs vierter Sieg in Folge

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Nur mit Mühe bauen die Sportfreunde aus Friedrichsdorf am vorletzten Spieltag in diesem Jahr ihren Vorsprung auf die spielfreien Kronberger auf drei Punkte aus. In Lauerstellung bleiben Köppern und die SpVgg Bad Homburg. Wichtige Siege in unteren Tabellengefilden gelingen Oberursel und Weißkirchen.

FC Neu-Anspach II – SF Friedrichsdorf 2:3 (1:1): Bis eine Minute vor dem Ende hielt der Herausforderer ein Unentschieden, dann bekamen die Sportfreunde einen Freistoß zugesprochen. Abgefälscht wurde dieser, und Muhamet Aliaj lenkte den Ball ins Netz zum 2:3. Neu-Anspachs Trainer Raffaele Parisi kritisierte die Freistoßentscheidung, ebenso soll der Torschütze in abseitsverdächtiger Position gestanden haben. Aber, das verhehlte Parisi nicht: „Wir müssen uns selbst in den Hintern kneifen.“ Denn beim Stand von 2:1 verpasste es sein Team, gute Konterchancen in Treffer umzumünzen. Trotz der vermeidbaren Niederlage war der Coach zufrieden: „Es war ein schnelles, ein super Kreisoberliga-Spiel.“ Kurz vor Schluss erhielt FC-Akteur Sinan Parmaksiz die Gelb-Rote Karte. Tore: 0:1 Krieg (2.), 1:1 Nagel (35.), 2:1 Netzel (56.), 2:2 Aliaj (71.), 2:3 Aliaj (89.).

FC Oberstedten II – SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach 1:4 (0:2): Seit dem 2:1 über die SGK läuft beim Aufsteiger nicht mehr so viel beisammen, Oberstedten II musste nun schon die fünfte Niederlage in Folge hinnehmen. Umgekehrt ist der Trend bei der SG, die zum vierten Mal nacheinander sich drei Punkte holte. „Es ist ein gutes Gefühl, das Ergebnis geht auch in dieser Höhe in Ordnung“, konstatierte Vorstandsmitglied Volker Ketter. Sofort übten die Gäste Druck aus und lagen schon nach etwa einer Viertelstunde 2:0 vorne, wobei Patrick Hildebrandts Treffer nach einer feinen Kombination fiel. Nach der Pause legte die SG früh nach und begnügte sich fortan damit, die Partie zu kontrollieren. Mit einem präzisen Freistoß aus 20 Metern sorgte John Angus Hildebrandt in der Nachspielzeit für den Schlusspunkt. Tore: 0:1 Krawczyk (3.), 0:2 P. Hildebrandt (16.), 0:3 Krawczyk (48.), 1:3 Nordstroern (55.), 1:4 J. A. Hildebrandt (90.+2).

SpVgg Bomber Bad Homburg – FV Stierstadt 3:1 (3:0): Am kommenden Sonntag gilt es für Trainer Ralf Haub, mit seinem Team die Pflichtaufgabe in Schneidhain erfolgreich zu absolvieren. Und im nächsten Jahr, „dann wollen wir noch einmal angreifen“, hat der 54-Jährige zumindest den Relegationsrang im Visier. Wie man einen Gegner überrumpelt, zeigten die „Nullfünfer“ jedenfalls gegen Stierstadt. Zweimal wurde Victor Radu mit langen Bällen „gefüttert“, und jedesmal vollstreckte er. Für das Highlight sorgte Massimo Bacciocchi, der einen Freistoß aus 30 Metern versenkte. Kurz vor und nach der Pause zwei wegweisende Szenen: Erst handelte sich Hassan Taadou Gelb-Rot ein. „Ein Witz“ sei die Entscheidung des Unparteiischen gewesen, sagte Haub. Und dann schoss Fitwi Tesfay Eyob einen Foulelfmeter übers Tor. In Unterzahl lieferte sein Team „eine Abwehrschlacht“. Andre Becher konnte nur noch verkürzen (68.). Tore: 1:0 Radu (5.), 2:0 Radu (13.), 3:0 Bacchiocchi (16.), 3:1 Becher (68.).

SV Seulberg – FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach 1:2 (1:1): „Wir sind froh, dass es bald in die Winterpause geht“, kommentierte SVS-Spielausschuss Thomas Pflüger die dritte Niederlage in Serie. Die Verletztenmisere mache sich vor allem in der Offensive bemerkbar, es würden Jannis Bornschein und Robin Pflüger vermisst. Der Knackpunkt: Nach der Pause wollten die Seulberger Druck ausüben, doch nach einer Aktion von Sandro Portieri zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt – für Pflüger eine glatte Fehlentscheidung. Sören Hofmann verwandelte zum 1:2 (46.). Im weiteren Verlauf hatte Seulberg eine Drangphase. Eine zwingende Ausgleichschance bestand aber nicht. FSG-Torjäger Louis Presle hatte das 0:1 markiert (12.), Marco Schmidt glich mit einem Volleyschuss aus 20 Metern aus (22.). Tore: 0:1 Presle (12.), 1:1 Schmidt (22.), 1:2 Hofmann (46./Foulelfmeter).

SGK Bad Homburg – Eintracht Oberursel 0:1 (0:1): In der Nachspielzeit ging es noch mal turbulent zu im Oberurseler Strafraum. Filipe Tome zog aus kurzer Distanz ab, der Ball klatschte gegen den Innenpfosten – und sprang wieder ins Feld zurück. „Das passt zu so einem Spiel“, haderte SGK-Trainer Mohamed Chafchaoui. „Eigentlich“, führte er aus, „war es ein 0:0-Spiel.“ Doch dank einer Einzelaktion entführte die Eintracht drei Punkte aus Kirdorf. Gaszmend Grajcevci tankte sich durch und traf wuchtig ins Tor (30.). Die Kirdorfer fanden kein Mittel, um zumindest einen Punkt zu retten. „Zu harmlos, kein Zug zum Tor“, bemängelte Chafchaoui. Vor einer Woche, beim 2:0-Sieg in Steinfischbach, hatte sich sein Team noch in einer ganz anderen Verfassung präsentiert. Tor: 0:1 Grajcevci (30.).

FC Weißkirchen – SG Ober-Erlenbach 4:2 (0:2): Erste Halbzeit pfui, zweite Halbzeit hui – so präsentierte sich der FCW. Trainer Uwe Eckerl wählte in der Pause offensichtlich die richtige Worte. „Die Jungs haben dann gekämpft und noch verdient gewonnen“, stellte FCW-Pressesprecher Alexander Meketzer fest. Zuvor habe die nötige Einstellung gefehlt. Nach einem Fehlpass von Patrick Grün brachte Adrian Matuschewski die SGO in Führung (9.); Patrick Hecimovic erhöhte mit einem Distanzschuss (29.). Per Strafstoß – SG-Torwart Deniz Akemlek hatte Eric Kemen gefoult – leitete Pierre Kraus die Wende ein (59.). Karsten Fuchs glich nur zwei Minuten später nach Doppelpass mit Gib Gutzeit aus, und Kraus bewies Durchsetzungsvermögen beim 3:2 (64.). Nach einem Befreiungsschlag zeigte Verteidiger Daniel Seeger Behauptungswillen, umkurvte noch Keeper Akemlek und schob ein (77.). Tore: 0:1 Matuschewski (9.), 0:2 Hecimovic (29.), 1:2 Kraus (59./FE), 2:2 Fuchs (61.), 3:2 Kraus (64.), 4:2 Seeger (77.).

Teutonia Köppern – SG BW Schneidhain 10:1 (3:0): Auch der Tabellendritte schaffte es, den designierten Absteiger zweistellig zu besiegen. „Wir haben auch noch vier Abseitstore geschossen“, bemerkte Köpperns Pressewart Werner Steuer. Mit vier anerkannten Treffern binnen 24 Minuten schoss sich Kevin Hillner in den Blickpunkt. Vor allem technisch und spielerisch war die Teutonia klar überlegen. Fast schon einen Zwei-Klassen-Unterschied habe Steuer ausgemacht. Da die Trainingsbeteiligung gering ist, wird es für die Schneidhainer vor allem darum gehen, die Saison sportlich fair zu absolvieren. Immer ein Team zu stellen, ist keine so einfache Aufgabe für Spielertrainer Radovan Milojevic. Tore: 1:0 Kötter (5.), 2:0 Feil (7.), 3:0 Wohlgefahrt (42.), 4:0 Slawinski (46.), 5:0 Hillner (51.), 6:0 Hillner (55.), 6:1 Proisy (57.), 7:1 Feil (60.), 8:1 Hillner (70.), 9:1 Hillner (75.), 10:1 Wohlgefahrt (87.).

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