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Torjubel: Die Weilnauer Yannik Dietrich (l.) und Louis Presle.

Kreisoberliga

Weilnau ist in „erschreckender Frühform“

Zwei torreiche Spiele gab es jüngst in der Fußball-Kreisoberliga. Interessant wird es am Sonntag im Derby in Seulberg.

Nimmt man die beiden Kreisoberliga-Partien vom Donnerstag als Gradmesser, dann könnte ein torreicher Fußball-Sonntag bevorstehen. Die SG Ober-Erlenbach machte gegen Aufsteiger SG Blau-Weiß Schneidhain ein ganzes Dutzend voll. Bereits zur Halbzeit lag der neue Tabellendritte komfortabel mit 6:0 in Führung und setzten den Torreigen nach dem Wiederanpfiff fort. Die Schützen heißen Adrian Matuschewski (4 Tore), Michael Pottmeyer (2), Masiullah Mahbubi (2), Tezcan Üstündag (2), Sebastian Seitz und David Bremerich. Aktuell scheint die KOL eine Nummer zu groß für Schneidhain.

Wesentlich umkämpfter war da die zweite Partie. Die FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach lag beim EFC Kronberg nach acht Minuten zurück, drehte die Partie bis zur Halbzeit zum 2:1, kassierte dann schnell im zweiten Durchgang den Ausgleich, um am Ende doch mit 5:3 zu gewinnen. Mit nun 16 Punkten aus 7 Spielen beweist die FSG eine starke Frühform. „Erschreckend“, erklärt Trainer Thorsten Crecelius schmunzelnd. Schließlich war das Team in den vergangenen beiden Jahren bis zur Rückrunde tief in den Abstiegsrängen, um dann plötzlich das Feld von hinten aufzuräumen.

„Die Trainingsbeteiligung ist nach wie vor nicht viel besser“, berichtet Crecelius, „aber die Jungs verstehen sich untereinander super und am Wochenende kämpft und läuft jeder für den anderen.“ Besonders schön anzusehen war der Treffer zum 3:2 (54.). Yücel Demiröz verwandelte einen direkten Freistoß aus rund 25 Metern. EFC-Torwart Nicolas Seiler, der für den verletzten Stammkeeper Francesco La Medica eingewechselt wurde, war chancenlos. Die weiteren Treffer besorgten Louis Presle (2), Dominik Eder und Zekrollah Amiri. Für Kronberg trafen Krzystof Kopylowicz, Conrad Pestinger und Tim Nauheim.

Weilnau/Weilrod/Steinfischbach belegt den zweiten Rang. Bis zum Winter möchte Crecelius mit seinem Team oben mit dabei bleiben, von vermeintlichen Aufstiegschancen möchte er aber nichts hören. „Es macht momentan einfach Spaß, befreit aufspielen zu können“, sagt der FSG-Trainer.

Torreich weiter gehen könnte es am Sonntag (15 Uhr) beim Nachbarschaftsduell zwischen dem SV Seulberg und Teutonia Köppern . „Es liegt uns einfach nicht, hinten drin zu stehen“, verrät SV-Coach Uwe Gronau, „das bedeutet, dass wir auch in Zukunft immer wieder hinten einen kassieren. Dafür sind wir aber vorne auch stets für zwei oder drei Treffer gut.“ Gegen den Lokalrivalen Köppern lief es in der jüngeren Vergangenheit meist gut. „Die liegen uns“ und „im Vorbereitungsturnier haben wir sie auch geschlagen“ vernahm Gronau in den vergangenen Tagen häufiger unter den Spielern und hob sogleich mahnend den Zeigefinger.

„Das Spiel gegen Teutonia Köppern wird alles andere als ein Selbstläufer“, betont er. Zumal ein halbes Dutzend Spieler nicht dabei sein kann. Neben den Langzeitverletzten Robin Pflüger und Jannis Bornschein fehlt unter anderem Urlauber Robert Piston. Dafür wieder mit dabei ist Max Hoyer. Nach einem überstandenen Mittelfußbruch ist der Angreifer allerdings noch nicht voll belastbar. „Ich denke aber, dass er zumindest auf der Bank Platz nehmen wird“, sagt sein Trainer. Einen fitten Hoyer wird der SVS brauchen, am besten wie früher als Torjäger, um das erklärte Saisonziel zu erreichen. „Für uns geht es ganz klar nur gegen den Abstieg“, erklärt Trainer Gronau. rk

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