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Im Angriffsmodus: Paul Ohl, eines der hoffnungsvollsten Handball-Talente des TuS Holzheim.

Handball-Zwischenbilanz

Weiner-Sieben will’s endlich packen

Die Bilanz zum Jahreswechsel liegt irgendwo zwischen Hopp und Flopp – nicht gerade toll für die Handballer/innen aus dem NNP-Land.

Die ranghöchste Handball-Mannschaft sind die Männer des TuS Holzheim in der Landesliga Mitte . Leider lässt die Konstanz bei den Schützlingen von Christian Bittkau zu wünschen übrig, so dass man unter der Ardeck mit dem aktuellen 9. Tabellenplatz und 12:14 Punkten nicht zufrieden sein kann.

Noch schlechter sieht es für die Reserve des TuS Holzheim aus. Nach der Hinrunde stehen ganze drei Zähler auf der Habenseite, und der Klassenerhalt in der Bezirks-Oberliga wird wohl kaum noch zu realisieren sein.

Ganz anders sieht es an der Lahn in Eschhofen und Steeden aus. Im dritten Anlauf will das Team von Spielertrainer Christian Weiner endlich den Aufstieg aus der Bezirksliga B in die A-Liga schaffen. Der aktuelle Tabellenerste, TuS Dotzheim, kann nicht aufsteigen, da die zweite Garnitur der Wiesbadener in der A-Liga vertreten ist und dort vermutlich auch bleiben wird. Somit ist die HSG Eschhofen/Steeden zusammen mit drei weiteren Teams erster Anwärter auf den Aufstieg. Allerdings ist die Konkurrenz zahlreich und will der Lahn-Kombination dieses Ziel streitig machen. Der Mannschaftsverantwortliche Michael Jung-König sieht den Februar als entscheidend an. Im ersten Spiel nach der Winterpause geht es zum punktgleichen Rivalen Kastel. Danach folgen drei Heimspiele gegen Wallau/Massenheim, Hochheim/Wicker und die HSG MainHandball. Abgerundet wird das Programm mit dem Auswärtsspiel Ende Februar in Dotzheim. Mit einem großen Kader von derzeit 18 Spielern will es das Weiner-Team nun endlich wissen. Mal sehen, wohin der Weg führt. Eine Klasse tiefer, in der Bezirksliga C , sind sowohl der Limburger HV als auch der SV Bad Camberg noch in Reichweite der Aufstiegsplätze. Allerdings dürfte es sehr schwer werden, die beiden Topteams aus Schierstein und Breckenheim hinter sich zu lassen.

Tendenz nach unten

Bei den Frauenteams blickt man in den Tabellen mehr nach unten als nach oben. In der Bezirksoberliga startete der SV Bad Camberg sehr souverän mit 8:0 Zählern, wurde dann aber nach fünf Niederlagen in fünf aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Allerdings hat Trainerin Kerstin Mengel auch mit erheblichen personellen Problemen zu kämpfen, so dass keine Konstanz in den Spielen entstehen konnte. Dennoch sollten die Kneippstädterinnen einen gesicherten Mittelfeldplatz erreichen können. Da hat es die Konkurrenz aus Eschhofen und Steeden schon schwerer. Das Team von Trainer Jörg Manns steht auf Rang zwölf mit engem Kontakt zu den Abstiegsplätzen. Natürlich fehlt in diesem Jahr mit Sabrina Kremer die torgefährlichste Spielerin der letzten Jahre an allen Ecken und Enden. Zudem geht es Jörg Manns ähnlich wie seiner Kollegin Kerstin Mengel (Bad Camberg): Nur selten konnte er über mehrere Spiele auf den gleichen Kader zurückgreifen. Der sichere Platz wäre Rang elf, doch hier beträgt der Abstand schon vier Punkte.

In der Bezirksliga A hat die FSG Holzheim/Limburg nach einer schlimmen Negativserie und 0:12 Zählern die Wende eingeleitet und die letzten vier Spiele gewonnen. Auch hier sollte ein Mittelfeldplatz herausspringen.

Ohl-Team optimistisch

Bei den Jugendmannschaften sticht zweifellos die männliche B-Jugend des TuS Holzheim heraus, die die Landesliga verlustpunktfrei anführt. Ein einziges Tor hatte im Sommer an der Qualifikation zur Oberliga gefehlt, in der der TuS-Nachwuchs besser aufgehoben gewesen wäre. Der Abstand zum ersten Verfolger beträgt bereits fünf Zähler, so dass Trainer Heiko Ohl optimistisch in die verbleibenden Spiele geht. Gleich im ersten Spiel wartet der Tabellendritte in Obernburg. Wenn auch diese Hürde genommen wird, ist die Meisterschaft greifbar nahe.

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