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Sorgte in dieser Saison für Weißkirchener Gänsehautmomente: Vladislav Mitrofanov. Zum Abschluss fehlt der russische Spitzenturner.

Kunstturnen

Der TV Weißkirchen in der 3. Liga: Geht der Traum weiter?

Den Klassenverbleib in der 3. Liga haben die Turner des TV Weißkirchen schon gefeiert. Doch nehmen sie ihn auch wahr? Zum Saisonfinale am Samstag kommt ein übermächtiger Gegner.

Beim Vergleich von David gegen Goliath erwarten die Turner des TV Weißkirchen zum Abschluss ihrer Premieren-Saison in der 3. Bundesliga Nord am Samstag um 13 Uhr den ungeschlagenen Tabellenführer KTT Oberhausen in der Wolfgang-Steubing-Halle. Der letzte "Heimkampf" der TVW-Riege findet nicht wie bisher in Sulzbach statt, sondern bei der Frankfurter Eintracht am Riederwald, weil die Eichwaldhalle belegt ist.

Viele Gänsehautmomente

"Für uns geht gegen Oberhausen eine Saison voller Höhen und Tiefen und vielen Gänsehautmomenten zu Ende", wirft Pressesprecher Michael Dietz einen Blick zurück auf die beiden Auftaktsiege gegen die TSG Sulzbach und den TV Isselhorst sowie die vier Niederlagen gegen den TSV Karlsruhe-Grötzingen, den KTV Hohenlohe, den TV Hösbach/Großostheim und zuletzt beim TZ Bochum-Witten. Sein Fazit: "Wir sind durch den spontan zustande gekommenen Aufstieg und die damit verbundene kurze Vorbereitungszeit ohne große Erwartungen ins kalte Wasser gesprungen. Aber schon jetzt kann man festhalten, dass der TV Weißkirchen mit dem Klassenerhalt mehr erreicht hat, als man sich das hätte vorstellen können."

Das Duell gegen Oberhausen hat nur noch statistische Bedeutung für den TVW, zumal die Gastgeber auf ihren Spitzenturner Vladislav Mitrofanov verzichten müssen. Der 19-jährige Russe setzt wie abgesprochen sein Studium in Jekaterinburg fort. Aber die Fans dürfen sich bei den Gästen auf Leistungsturner freuen, die 2018 aus der 2. Bundesliga abgestiegen sind und im nächsten Jahr aller Wahrscheinlichkeit nach dort auch wieder an den Start gehen werden.

Ob das Taunus-Team dann in der 3. Liga wieder dabei ist, soll in aller Ruhe in den nächsten Wochen geklärt werden. Dietz: "Wir setzen uns nach dem Wettkampf gegen KTT Oberhausen mit dem Vorstand des TV Weißkirchen zusammen und werden Bilanz ziehen."

Wichtige Kooperation

Die finanziellen Rahmenbedingungen für das erste Jahr auf Bundesebene waren neben einem Beitrag aus der Vereinskasse vor allem durch ein Crowdfunding-Projekt geschaffen worden. Die Aktiven hatten durch die pfiffige Idee von 28 Unterstützern selbst mehr als 2000 Euro gesammelt. Ob ein derartiger Kraftakt nochmals bewältigt werden kann, muss geprüft werden. Gleiches gilt für die Kooperation mit dem 1. FC Spich. Durch die Turner aus der Nähe von Bonn konnte der Kader so entscheidend verbessert werden, dass man auf dem Niveau der 3. Liga mithalten konnte. Über Dmitrii Lavrinenko aus Spich kam auch der Kontakt zu Mitrofanov zustande.

Zur Erinnerung: Die Riege aus dem Oberurseler Stadtteil hatte nach der Meisterschaft in der Oberliga (2015) im Jahr 2016 mit Platz fünf den Klassenerhalt in der Regionalliga geschafft und war danach auf Platz vier (2017) und zwei (2018) geklettert. Nachdem die Weißkirchener im Dezember in der Relegationsrunde in Monheim den Aufstieg knapp verpasst hatten, erhielten sie wegen des Rückzugs einer Mannschaft nachträglich das Angebot, in der 3. Liga zu starten.

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