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?80er?-Torwart Tobias Müller wurde amWochenende einmal mehr ?anständig?gefordert.

Hallenhockey

SC 80 spielt nach Sieg über Nürnberg weiter in der Bundesliga

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Der SC 80 macht gegen Nürnberg den Klassenerhalt perfekt und hat Tabellenführer München am Rande einer Niederlage.

Es ist vollbracht: Die Herren des SC 80 Frankfurt haben den Klassenerhalt in der Hallenhockey-Bundesliga Süd bereits vor dem letzten Doppelspieltag sicher. Der Sieg über Nürnberg am Samstag reichte dem Team von Trainer Jonathan Elliot, weil Schlusslicht Stuttgart erneut ohne Punkte blieb und nun abgestiegen ist.

SC 80 Frankfurt – Nürnberger HTC 5:4 (1:1). – Wie Nürnberg das Hinspiel mit 7:2 hatte gewinnen können, erschloss sich in der nicht unbedingt auf Topniveau geführten Partie nicht. Vielleicht lag es am frühen verletzungsbedingten Ausfall ihres Kapitäns Frederic Wolff, der nach wenigen Minuten mit dem Verdacht auf einen Außenbandriss vom Platz humpelte, dass die Franken in manchen Szenen etwas bubenhaft wirkten und ziemlich ideenlos vor sich hin spielten. Die Gastgeber, die auf den bei einem Testspiel verletzten Angreifer Constantin Lenz verzichten mussten, rissen allerdings auch keine Bäume aus und verspielten den schon sicher geglaubten Sieg am Ende fast noch.

Nürnberg hatte bei zwei Ecken die ersten Chancen, doch Frankfurts Schlussmann Tobias Müller war zweimal zur Stelle (2.). Auf der Gegenseite brachte Jan Werner den Ball nach gewonnenem Bulli nicht an den Mann (4.), und Anton Schmidt-Opper scheiterte mit einer Ecke an Nürnbergs Steffen König (5.), ehe Patrick Heller die zweite Ecke zum Führungstreffer nutzte (6.). Anschließend sah Frankfurts Trainer Jonathan Elliot sein Team ob einer gefühlten Überlegenheit nachlässig werden. Fritz Bernet per Rückhand (12.) und Jon Mechtold völlig freistehend (15.) trafen aber das Tor der Gastgeber nicht, dazu scheiterte Joshua Kastner an Müller (19.). Die schwerste Aufgabe hatte Christopher Wesley für Frankfurts Torhüter parat, doch auch dessen Schlenzer parierte der stark (26.). Was allerdings nicht viel nützte, denn es folgte ein schneller Ballverlust, Constantin Wolff hielt den Schläger hin und es hieß 1:1. Direkt vom Anstoß weg hatten die „80er“ Pech als Marc André Sawall nur den Innenpfosten traf (27.). In den letzten beiden Minuten vor der Pause konnten die Gastgeber aus einer Überzahl kein Kapital schlagen.

Die spektakulärste Szene lieferte dann der erst 18 Jahre alte Tom Blümmel, der die Nürnberger Hintermannschaft umkurvte und auch den Torhüter alt aussehen ließ, als er den Ball an dessen Schoner vorbei zum 2:1 in die Ecke schob (32.). Dann wurde ein Schuss von Werner mit dem Bein abgewehrt, Anton Schmidt-Opper stellte per Siebenmeter auf 3:1 (40.). Allerdings führte einer der sich nun häufenden Ballverluste im Spielaufbau der Frankfurter zum 2:3 durch Wolff (42.), und auch durch das 4:2 durch Patrick Hellers Ecke (42.) kam keine Sicherheit ins Spiel der Gastgeber. Kastner verkürzte auf 3:4 (46.). Dann musste Müller wegen Reklamierens für zwei Minuten raus und Anton Schmidt-Opper klärte bei einer Ecke auf der Linie. Nun handelte sich Nürnberg zwei Zeitstrafen ein, aber auch Moritz Schmidt-Opper musste noch vom Feld. So waren kurz darauf plötzlich die Gäste in Überzahl. Das 4:4 stolperten sich die „80er“ dann schon wieder in Gleichzahl mehr oder weniger selbst ins Tor beziehungsweise legten sie für Mechthold auf (57.). Dann „pennten“ die Gäste und Patrick Heller traf per Rückhand zum 5:4 (58.).

SC 80 – Münchner SC 4:5 (3:1). – Der Tabellenführer verteidigte am Sonntag seine Position auf den letzten Drücker. 26 Sekunden vor Schluss traf der im Schusskreis freigespielte Henry Förster entscheidend für die Münchner, die da schon eine Minute ohne Torhüter spielten, also nach einer erfolgreichen Aufholjagd voll auf Sieg gegangen waren.

Die Frankfurter lieferten in der ersten Halbzeit ihre beste Saisonleistung ab, verteidigten diszipliniert, spielten schnörkellos über die Bande nach vorne und gingen immer wieder mutig in die Eins-gegen-Eins-Duelle mit den Verteidigern der Gäste. Blümmel legte so auch das 1:0 vor, das Dominik Heller markierte (5.). Das 2:0 fiel per Ecke: Werner legte durch die eigenen Beine quer und Anton Schmidt-Opper verwandelte (11.). Und auch die nächste Ecke saß: Patrick Heller machte es direkt (14.). Der Treffer durch eine wuchtig verwandelte Ecke von Felix Greffenius Sekunden vor der Pause brachte den Gästen einen für sie schmeichelhaften Zwischenstand.

Im zweiten Abschnitt kam München besser zur Geltung, wohl auch, weil ihr aufwendiges Spiel die Frankfurter einige Körner gekostet hatte. Maternus Burgmer (44.) und Förster nach einem Konter (47.) stellten auf 3:3. Dann sorgte Anton Schmidt-Opper nach einer Drehung an der Bande per Rückhandheber für das schönste Tor des Tages (51.), aber keine drei Minuten später glich München per Ecke durch Burgmer erneut aus. Und während die „80er“ ihre letzte Ecke nicht nutzten, schlug der Spitzenreiter sogar noch einmal zu.

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