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Oliver Koletzko zeigt es an. Hervorragende 6,98 Meter brachten ihm den Weitsprungsieg beim Hallenmeeting in Stadtallendorf ein.

Leichtathletik

Weitspringer der TSG Wehrheim kratzt an der Sieben-Meter-Marke

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Die Leichtathletik-Saison hat kaum begonnen, und schon ist Oliver Koletzko in bestechender Form. Zwei weitere Talente der TSG Wehrheim wissen in Stadtallendorf zu überzeugen.

War das ein Einstieg in die Hallensaison. Beim 35. „Vorweihnachts-Kriterium“ in Stadtallendorf sorgte unter den rund 740 Teilnehmern aus 123 Vereinen ein Youngster im Trikot der TSG Wehrheim für die beste Leistung der Veranstaltung. Der 15-jährige Oliver Koletzko flog im sechsten und letzten Versuch des Weitsprungs seiner Altersklasse M15 auf überragende 6,98 Meter.

Auch alle weiteren Versuche des jungen Wehrheimers waren bei 6,68 Metern oder weiter gemessen worden, was jeweils locker zum Sieg gereicht hätte. Der Zweitplatzierte Christopher Knoop von den TSF Heuchelheim kam auf 6,19 Meter.

Der Wehrheimer Kaderathlet hakte auch ganz locker die Qualifikation für die „Süddeutschen“ unter dem Hallendach ab und ist mit seiner Weite nun der klare Titelfavorit für die Titelkämpfe am 2. und 3. Februar im Sportzentrum Frankfurt-Kalbach. „Oli“ Koletzko schnürte zudem noch über 60 Meter seine Spikes, wo er in 7,35 Sekunden (ebenfalls SDM-Norm) sicher seinen Vorlauf gewann, zum Finale wegen des parallel stattfindenden Weitsprungs aber nicht antreten konnte.

Der Neu-Anspacher Gordon Porsch von der LG Ovag Friedberg-Fauerbach wiederholte bei den Männern seinen Stabhochsprung-Sieg aus dem Vorjahr. Der Lehramtsstudent stieg bei 4,60 Metern in den Wettkampf ein, nahm diese und zwei weitere Höhen jeweils sicher im ersten Versuch. Die 5,00 Meter klappten dann im zweiten Anlauf. Die Höhe von 5,20 Meter war für ihn noch nicht machbar. Porsch ist bei den süddeutschen Titelkämpfen ebenfalls ein Anwärter auf Gold. Zur DM-Norm für Leipzig, sie notiert bei 5,30 Metern, fehlen dem Zweitplatzierten der vergangenen deutschen Hallentitelkämpfe jedoch nach längerer Verletzungspause noch ein paar Zentimeter.

Dass er noch immer prima mit den deutlich jüngeren Mitbewerbern mithalten kann, stellte einmal mehr Wurfspezialist Adrian Ernst (TSG Wehrheim) unter Beweis. Der „M50er“ wuchtete die Kugel als Vierter auf 11,79 Meter und lag nur um 23 Zentimeter hinter dem Bronzerang zurück, der an Jannik Dux (SG Johannesberg) ging.

Bei der A-Jugend absolvierte 400-Meter-Spezialist Christian Brunnenberg vom Königsteiner LV einen Sprinttest und wurde über 60 Meter in 7,41 Sekunden Dritter (Vorlauf 7,38). Zehnkämpfer Jeremy McQueen (TSGW) machte es im Weitsprung der jüngeren B-Jugend spannend. Er und Lukas Seibel (LG Seligenstadt) hatten ihren stärksten Versuch jeweils bei 6,72 Metern (süddeutsche Norm). Dank des besseren zweiten Versuches (6,70 zu 6,67) ging der Sieg dann in den Taunus. McQueen war auch im Sprint mit dabei (7,19 Sekunden), verzichtete wegen des Weitsprungs aber auf seine Endlaufteilnahme.

Die DM-Norm im Visier

In starker Winterform präsentierte sich auch Team- und Altersklassenkollege Max Lehl. Der hessische Stabhochsprungmeister überquerte als Sieger 4,40 Meter. In den nächsten Wettkämpfen gilt es nun, die Norm von 4,60 Metern für die deutschen Jugendmeisterschaften im Sindelfinger Glaspalast ins Visier zu nehmen.

Mit dem ungeliebten vierten Platz über 60 Meter (8,14 Sekunden) musste bei der weiblichen B-Jugend Marie Biskup von der TSG Wehrheim zufrieden sein. Der Bronzerang – er ging an Laury Carilus (LAV Kassel) – war mit 0,16 Sekunden Abstand noch nicht ganz in Reichweite. Luisa Eichhorn vom Königsteiner LV trat nach 27,67 Sekunden über 200 Meter als Dritte die Heimreise an. 

Die Anspacherin Karolin Leiacker, die für Friedberg-Fauerbach startet und der Trainingsgruppe Porsch angehört, ärgerte sich im Stabhochsprung über drei ungültige Versuche bei ihrer Einstiegshöhe von 3,30 Metern. Erwähnenswert sind noch die guten 3,50 Meter beim Stabhochsprungsieg von Fynn Lenzner (TSG Wehrheim) in der Altersklasse M14. Zweiter wurde sein Vereinskollege Nick Lehl mit der Höhe von 3,30 Metern.

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