Wenig Taktik, viele Fehler – aber am Ende stimmt auf jeden Fall die Moral

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SG Bornheim/Grün-Weiß – Eintracht Altwiedermus 3:2 (1:1). – Laut Bornheims Trainer Maik Rudolf war das die „schlechteste Saisonleistung“ seines Teams in einem ganz schwachen Spiel.

SG Bornheim/Grün-Weiß – Eintracht Altwiedermus 3:2 (1:1). – Laut Bornheims Trainer Maik Rudolf war das die „schlechteste Saisonleistung“ seines Teams in einem ganz schwachen Spiel. „Wenig Taktik, viele Fehler und nur daraus sind gelegentlich Torchancen resultiert“, lautete seine Kurzzusammenfassung. Tatsächlich war die Partie phasenweise etwas zerfahrenen, in anderen Momenten aber gar nicht so uninteressant und anspruchslos, wie das der kritische Trainer empfand. Der sich übrigens auch versöhnlich gab und einräumte: „Das Ergebnis relativiert das alles ein bisschen.“

Bornheim hatte sich viel vorgenommen, Altwiedermus die erste Torchance, als Leroy Ennin den Ball im Fünfmeterraum um Haaresbreite verpasste (3.). Dann kamen die Gastgeber ins Spiel, Benjamin Beutel schoss nach einer Balleroberung von Janis Cordes aus der Drehung über den Kasten (11.). Teklu Tewelde und Okay Bulut waren nun immer wieder die Ideengeber im Spiel der Bornheimer, die aber mitunter zu unentschlossen wirkten. Marius Troll (22.) und Adrian Richter (24.) fanden keinen Abschluss. Und dann steckte Bulut für Bela Schuster durch, der aber nur den Pfosten traf (28.). Danach gab es Freistoß für Altwiedermus, der Ball wurde erst abgewehrt und kam dann wieder zurück an den Fünfmeterraum, wo Dominik Stenger goldrichtig stand und sein Team in Führung brachte (38.). Direkt nach dem Anstoß konnte Gästekeeper Philipp Wolf erst noch gegen Janis Cordes retten, war aber beim Nachschuss von Bulut machtlos (39.).

Im zweiten Durchgang hatte Bornheim noch mehr Ballbesitz, ließ aber hin und wieder hinten auch eine gewisse Sorglosigkeit erkennen. „Es muss einfach mehr investiert werden in allen Bereichen“, kritisierte Rudolf, dem neben der manchmal zu langsamen Rückwärtsbewegung auch das Verhalten im gegnerischen Strafraum nicht gefallen hatte: „Da schieben wir noch kurz vor dem Tor den Ball und die Verantwortung weiter.“

Die Moral immerhin stimmte. Denn nach der erneuten Gästeführung durch Ennin (77.) wurden die Bornheimer doch noch zwingender. Nach einer Flanke von Moritz Schneider und einem Kopfball von Beutel staubte Tewelde per Flugkopfball zum 2:2 ab (85.). Und dann schoss Simon Horn aus 18 Metern einfach mal drauf, Verteidiger Kai Köhler fälschte den Ball ab und der landete im Tor.

(rst)

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