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Aufsteiger in die Kreisliga B: die Mannschaft der SG Westerfeld.

Fußball, Relegationsspiele Hochtaunus

Wenn Underdogs jubeln: Der FSV Steinbach und die SG Westerfeld steigen auf

Tristesse bei der SG Hundstadt und Teutonia Köppern III: In den Relegationsspielen zu den Kreisligen A und B haben sie als höherklassige Vereine das Nachsehen. Beide steigen ab.

Ernüchterung machte sich am Samstagabend bei der SG Hundstadt und bei Teutonia Köppern III breit – in Usingen wurde beider Abstiegsschicksal besiegelt.

Relegation zur Kreisliga B/Teutonia Köppern III – SG Westerfeld 1:2 (1:1): In einem Satz zusammengefasst, lässt sich sagen: Köppern hatte die besseren Chancen, doch Westerfeld war effizienter. „Wir hatten drei, vier, ja sogar fünf 100-Prozentige“, seufzte Spielertrainer Martin Schuhrk, „aber wenn du die Dinger nicht machst, dann wird es eben schwer.“ Nur Atakan Altintas traf für die Teutonen kurz vor der Pause ins Schwarze (1:1, 41.) und hatte damit nur wenige Augenblicke nach Ahmet Demirs SG-Führung (40.) ausgeglichen.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff brachte Michael Pöttgen den C-Ligisten wieder in Front (1:2, 47.) und erneut gab es die Gelegenheit zur schnellen Antwort für die Teutonen. Alexander Heubach trat zum Strafstoß an, doch SG-Keeper Jan Weissbrod parierte (55.). Hubert Tächl, Westerfelds 2. Vorsitzender, verfolgte das weitere Geschehen angespannt von der Eckfahne aus und ließ nach dem Schlusspfiff seinen Gefühlen freien Lauf: „Wir haben vor der Saison mit acht Jungs angefangen, schnell hatten sich 37 Spieler angemeldet. Dieses Team ist zu einer richtigen Einheit zusammengewachsen. Diese Mannschaft ist eine absolute Bereicherung für unseren Verein.“

Den Aufstieg in die B-Liga wollte man eigentlich erst im kommenden Jahr anpeilen, nun gelang das Kunststück schon nach der Premiere-Saison. Und zehn Neuanmeldungen zur neuen Saison liegen bereits auf Tächls Schreibtisch. Es scheint etwas Nachhaltiges zusammenzuwachsen bei der SG Westerfeld.

Relegation zur Kreisliga A/SG Hundstadt – FSV Steinbach 0:7 (0:0): Dass seine Mannschaft ein Problem mit „Do-or-die“-Spielen hat, war SG-Trainer Lars Werner bereits im Vorfeld bewusst. „Wenn das heute keine Kopfsache war, dann weiß ich auch nicht mehr“, erklärte er nach den ernüchternden 90 Minuten. Von Beginn an wirkte sein Team um Torjäger Pascal Humml verunsichert. Steinbach hingegen ließ Ball und Gegner laufen, schnürte die SG über weite Phasen in deren Spielhälfte ein, scheiterte aber zunächst an der eigenen Chancenverwertung.

„Wenn wir ehrlich sind, dann hätten wir auch völlig verdient schon zur Halbzeit mit 0:3 hinten liegen können“, so Werner. Sein Trainerkollege machte sich über die mangelnde Kaltschnäuzigkeit keine Sorgen. „Ich wusste, dass sie in der zweiten Halbzeit nachlegen können“, versicherte FSV-Coach Christian Sudler. So kam es dann auch. Antonio Jurkic (0:1, 50.), Jan Rockmann (0:2, 68.) und Cem Bektas (0:3, 72.) eröffneten den Torreigen, ehe der eingewechselte Zino Zampach mit zwei Traumtreffern den Deckel auf die Partie schraubte. Das 0:4 (75.) erzielte er in „Arjen-Robben-Manier“ – vom rechten Flügel zur Mitte ziehen und dann ins lange Ecke schlenzen. Das 0:5 (78.) besorgte der technisch versierte Kicker mit einem punktgenauen Heber aus 20 Metern. Mohamed Naoir (0:6, 85.) und Patrick Groß (89., 0:7) trugen sich danach ebenfalls noch in die Torschützenliste ein.

 „Nach so einer Klatsche gehe ich mit mehr als nur einem weinenden Auge“, gestand Werner nach dem Spiel. Für ihn stand der Abschied aus dem Trainergeschäft seit geraumer Zeit bereits fest. So hatte er ihn sich allerdings nicht vorgestellt.

ROBIN KUNZE

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