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Klare Ansage: Spielertrainer Baldo Di Gregorio sucht professionellere Bedingungen, als sie in Schwanheim herrschen.

Baldo Di Gregorio

„Werde alles für den Verein geben“

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Seit dem vergangenen Wochenende steht fest, dass Baldo Di Gregorio in der kommenden Saison nicht mehr Trainer von Fußball-Verbandsligist Germania Schwanheim sein wird. Die Suche nach einem Nachfolger hat schon begonnen.

„Etwas überrascht“, sei er gewesen, als Di Gregorio ihm mitgeteilt habe, dass er den Verein im Sommer nach 18 Monaten verlassen werde, sagt Oliver Dorn. Der Sportliche Leiter gibt zu, dass er den Entschluss des ehemaligen Profis nachvollziehen kann. „Er will professionellere Bedingungen vorfinden, als wir es in Schwanheim bieten können. Das ist legitim“, sagt Dorn, der nun einen Nachfolger finden muss.

Denkbar ungünstig ist der Zeitpunkt, laufen doch gerade im Frühling die Verhandlungen mit den Spielern bezüglich deren Zukunft über das Saisonende hinaus. „Alle wollen wissen, wer in der nächsten Saison verantwortlich ist. Von Vereinsseite wird es trotzdem keinen Schnellschuss geben“, erklärt Dorn. Erschwert wird die Suche dadurch, dass Germania Schwanheim zweigleisig planen muss. Als Tabellen-14. ist die Mannschaft vom Abstieg bedroht, eine mögliche Zukunft in der Gruppenliga Wiesbaden ist mehr als nur Utopie.

„Dem Klassenerhalt ordnen wir alles unter. Bis zum letzten Spieltag werde ich alles für den Verein geben, ob auf oder neben dem Platz“, hatte sich Di Gregorio nach dem 2:2-Remis beim Aufstiegsaspiranten FC Ederbergland kämpferisch gezeigt. Der 32-jährige Spielertrainer schlägt mit diesen Worten dieselbe Richtung wie Oliver Dorn ein, der beteuert, dass eine vorzeitige Trennung von Di Gregorio „überhaupt kein Thema“ sei. Trotz des bevorstehenden Abschieds glauben Dorn und seine Mitstreiter an den ehemaligen Profi, der der Mannschaft vor allem durch sein Wirken auf dem Platz große Stabilität verliehen hat. Zuletzt blieb der zählbare Erfolg aus. Trotz zum Teil ansprechender Leistungen wartet Schwanheim seit dem 25. Oktober 2015 auf einen Sieg. Nach dem 2:0-Erfolg gegen den TuS Dietkirchen holte Schwanheim aus den folgenden zehn Partien nur noch fünf Punkte und rutschte weit ab.

Bereits am Ostermontag (15 Uhr) hat die Mannschaft im Kellerduell gegen die SG Kinzenbach die nächste Gelegenheit, den Bock umzustoßen. Dann könnte Oliver Dorn vielleicht auch mit ein wenig mehr Ruhe an die Trainersuche gehen. „Es soll jemand sein, der ein Faible für junge Spieler hat. Wir sind ein Verein, der von der Jugendarbeit lebt, und das wollen wir auch bleiben“, betont der Sportliche Leiter, der Namen möglicher Nachfolger nach eigener Aussage schon im Kopf hat.

(nmz)

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