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Okan Koyun (links), hier im Laufduell mit Tariks Ion Samoila, brachte die TSG Niederrad im Spitzenspiel bereits in der ersten Minute in Führung.

Kreisoberliga Frankfurt

SG Westend in Lauerstellung

Das Spitzenspiel Griesheim Tarik gegen TSG Niederrad hatte keinen Sieger (siehe Extratext), wodurch der Tabellenzweite SG Westend den Rückstand auf zwei Punkte verkürzen konnte.

Im Abstiegskampf der Fußball-Kreisoberliga Frankfurt zogen die letzten Vier allesamt den Kürzeren.

Spvgg. Griesheim – SV Heddernheim 0:1 (0:1). – Griesheims Trainer Christian Kossack war ob des Spielverlaufs sehr enttäuscht: „Wir sind zu blöd, ein Tor zu schießen. Ein Punkt wäre verdient gewesen.“ Vor allem die vielen Tore, die seine Truppe nach sogenannten Standardsituationen bekommt, sind Kossack ein Dorn im Auge. Auch gegen Heddernheim fiel der Treffer nach einem Eckball: Christos Papadopoulos war ungedeckt und nagelte per Kopf die Kugel an die Unterkante der Latte, von der sie dann ins Netz prallte (34.). Nach der Halbzeitpause beschränkten sich die Gäste auf Ergebnisverwaltung. Doch die Griesheimer konnten aus ihren Feldvorteilen keinen Nutzen ziehen – zu harmlos agierten sie vor dem Tor.

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TuS Makkabi – FC Tempo 1:2 (0:1). – Beide Teams gingen verhalten in die Partie und scheuten das letzte Risiko. Die einzige Chance der Gäste nutzte Milos Mihajlovic zur Pausenführung (40.). Makkabi kam stark aus der Kabine, Karim Zine köpfte den Ball an die Latte (50.). Dann brachte Daniel Rother die Kugel nach innen und Torjäger Ibrahim Abbouz war zur Stelle (60.). Kurz darauf ging Philipp Giessler alleine aufs Tempo-Tor zu, wurde aber vermeintlich gefoult. Doch der Unparteiische pfiff nicht. Nach der folgenden „Diskussion“ sah Rother „Gelb-Rot“ (62.). Als ein Makkabispieler den Ball in der eigenen Hälfte vertändelte, schalteten die Gäste blitzschnell. Wieder Mihajlovic bekam den Ball serviert und schob zum Siegtor (85.).

SG Westend – SC Weiss-Blau 6:0 (2:0). – Kapitän Mirsen Mustajbegovic (25.), Sadat Izberovic (42.), Victor Gonta (56.), Alen Tahirovic (69.), Petar Sabljic (76.) und Deniz Mrugala (89.) machten das halbe Dutzend voll gegen einen Gegner, der nur eine Halbzeit mithalten konnte. „In der zweiten Halbzeit ist unser Turbo angesprungen“, sagte Trainer Esad Golos und meinte mit Blick auf die Tabelle: „Wir sind in Lauerstellung.“

Concordia Eschersheim – Viktoria Preußen 5:1 (2:0). – Concordia-Coach Roland Stipp war begeistert von der Leistung seiner Mannschaft: „Das war die reifste Leistung der ganzen Saison. Alle Spieler haben überzeugt.“ Die laufstarken Eschersheimer gingen durch Edin Zekan in Führung (4.). Kenan Kovacevic legte nach (18.). Averil Ringheim (47.) und Saba Kvaratskhelia (50.) erhöhten auf 4:0. Dann verletzte sich Eschersheims Abwehrspieler Aitem Zahrani so schwer, dass er mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste (59.). Dort wurde ein Achillessehnenriss festgestellt, der umgehend operiert wurde. „Das hat den Sieg überschattet“, meinte Stipp. Marko Bracic verkürzte (59.), ehe Kvaratskhelia den Endstand herstellte (83.).

Union Niederrad – FV Saz-Rock 1:3 (0:0). – Eine Fülle von Torchancen ließen die Gastgeber im ersten Abschnitt liegen, so dass Unions Spielausschuss-Boss Wolfgang Schwenk zu dem Fazit kam: „Wir sind zum größten Teil selbst an der Niederlage schuld.“ David Rosato (52.) und Kapitän Volkan Ünlücifci (73., Foulelfmeter/75.) trafen für die Gäste. Kai Röckinghausen erzielte das 1:1 (60.).

FC Croatia – FC Kalbach II 3:1 (2:1). – Der Tabellenvorletzte präsentierte sich schwach, die Gastgeber waren 90 Minuten spielbestimmend. Ivan Propadalo brachte Croatia nach vorne (13./17.). Dann unterlief einem Abwehrspieler der Kroaten ein grober Schnitzer: Er legte den Ball Kalbachs Stürmer Eno Lang vor, der auf 1:2 verkürzte (45.). Nach der Halbzeitpause vergaben die Gastgeber eine Reihe von Möglichkeiten, ehe wieder Propadalo den Endstand herstellte (86.).

FC Posavina – Germania Enkheim 0:0. – Schon in der siebten Minute hatte Drazen Vinkovic die beste Möglichkeit des Spiels: Er lupfte den Ball über Gästekeeper Patrick Schneider, die Kugel ging aber an die Latte. In der Folgezeit fand das Geschehen vorzugsweise im Mittelfeld statt. Enkheim stand kompakt, Posavina fand kein Mittel. Im zweiten Abschnitt bot sich ein ähnliches Bild. In der Schlussphase erarbeiteten sich die Gäste noch eine Chance, doch der Lupfer ging knapp am Tor vorbei. Posavinas Pressesprecher Danijel Pavic meinte: „Enkheim hat Beton angerührt. Wir hätten auch 120 Minuten spielen können und wahrscheinlich kein Tor geschossen.“ Enkheims Coach Tihomir Tomic war zufrieden: „Wir haben einen guten Fight abgeliefert.“

(omü)

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