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Pierre Kraus (FC Weißkirchen, links), Yannik Rossner (FC Neu-Anspach II)

Fußball

Wetteifern um den zweiten Platz in der Kreisoberliga Hochtaunus

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Wer schnappt sich hinter dem designierten Meister SF Friedrichsdorf in der Fußball-Kreisoberliga den zweiten Platz und geht in die Aufstiegsrunde? Die Teams auf den Rängen zwei bis fünf geben sich jedenfalls keine Blöße und feiern souveräne Siege.

EFC Kronberg – SGK Bad Homburg 5:0 (3:0): Beeindruckend beendeten die Kronberger ihre Negativserie, gab es doch zuletzt fünf Partien ohne Sieg. „Wir haben so gespielt, wie es vor dieser Serie in dieser Saison war. Wir haben schnell gespielt, sind viel gelaufen und sind in die Zweikämpfe gegangen. Diesmal bin ich rundum zufrieden“, zog EFC-Coach Michael Janson zufrieden Bilanz und fügte hinzu: „Die SGK war in allen Belangen unterlegen. Sie haben sich nicht so gewehrt wie sonst.“ Schön herausgespielt war das 1:0 durch Marcel Würges (15.). Beim zweiten Treffer, den Marius Becher erzielte, machte Keeper Claudio Kroll keine glückliche Figur (34.). Auf Vorarbeit von Stefan Both sorgte Becher kurz vor der Pause für klare Verhältnisse. Nach dem Seitenwechsel legte Würges mit einem 20-Meter-Freistoß nach (72.), ehe Steffen Holland-Nell sehenswert aus der Drehung das 5:0 markierte (90.). Tore: 1:0 Würges (15.), 2:0 Becher (34.), 3:0 Becher (39.), 4:0 Würges (72.), 5:0 Holland-Nell (90.).

SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg – SV Seulberg 4:2 (1:1): Mit einer Auswechslung leitete „Nullfünfer“-Trainer Ralf Haub die Wende ein. Shahewer Ali, der leicht angeschlagen war und deshalb noch geschont wurde, löste zur Halbzeit Navpreet Mangat ab. „Dann waren wir präsenter im Mittelfeld, haben die Zweikämpfe gewonnen“, registrierte Haub. Und Zouhir El Mard avancierte zum Vollstrecker: Binnen 16 Minuten traf der fünftbeste Schütze der Liga (nun 16 Tore) dreimal ins Netz. In der ersten Halbzeit hatten die Seulberger sogar leichte Vorteile. Mit einem bisschen mehr Mut wäre mehr möglich gewesen für die Gäste. Tore: 1:0 Wyob (3.), 1:1 Girmay (27./ET), 2:1 El Mard (65.), 3:1 El Mard (66.), 4:1 El Mard (81.), 4:2 Nürnberger (89.).

Teutonia Köppern – FC Oberstedten II 5:0 (2:0): Den schönsten Treffer bekamen die Zuschauer am Ende präsentiert. Carsten Hofmann passte auf Luka Milic, der dann Daniel Feil in Szene setzte – und der eingewechselte Akteur traf zum 5:0 (76.). „Für uns war dies eine Pflichtaufgabe. Das Ergebnis drückt unsere Überlegenheit nicht aus, es hätten auch sieben, acht Tore für uns fallen können“, resümierte Teutonia-Trainer Alexander Fievet. Wegen Abstellungen für die 1. Mannschaft hatte FCO-Coach Sebastian Schwarzer lediglich einen Auswechselspieler im Kader. Im Rahmen seiner Möglichkeiten zog sich der Tabellenvorletzte noch achtbar aus der Affäre. Tore: 1:0 Kovacic (9.), 2:0 Wohlgefahrt (31.), 3:0 L. Milic (64.), 4:0 Hillner (75.), 5:0 Feil (76.).

Eintracht Oberursel – FSG Weilnau / Weilrod / Steinfischbach 2:1 (0:1): Nach einer Viertelstunde nahm Jochen Schäfer Maß und traf per 20-Meter-Freistoß zum 0:1. Der Treffer zeigte Wirkung, hatte die Eintracht nach gutem Beginn doch Probleme, wieder ins Spiel zu finden. Lediglich Tim Rothgerber sorgte mit einem Lattentreffer für Gefahr (40.). Auch kurz nach der Pause verbuchte Oberursel einen Lattentreffer, diesmal durch Anwar Abdelghani (48.). Zwei Minuten später war es Gerome Loew, der ausglich. Auch der zweite eingewechselte Akteur, Silas Duddeck, sorgte dafür, dass die Partie kippte. Das 2:1 markierte Gaszmend Grajcevci per Strafstoß, Torwart Janis Jung hatte Inoa Nils Hildebrandt gefoult (70.). Die Gäste übten nun Druck aus, ohne richtig für Gefahr zu sorgen. „Wir konnten unsere Konterchancen nicht ausspielen. Aber insgesamt war es ein verdienter Sieg“, stellte Eintracht-Trainer Mehmet Cetin fest. Tore: 0:1 Schäfer (15.), 1:1 Loew (50.), 2:1 Grajcevci (70./FE).

FV Stierstadt – SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach 3:4 (1:1): „Wir hatten gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, aber wir konnten nicht genügend Kapital daraus schlagen“, lautete das Fazit des Stierstädter Spielausschussvorsitzenden Marco Hentsch. Gerade der Ausfall von Altan Sak schmerzt, er ist mit 19 Toren der Treffsicherste im Team. Aber Marcel Biskup hat jetzt nur noch einen Treffer Rückstand, gelangen ihm doch nun drei – immer konnte er jeweils ausgleichen, zum 3:3 sogar mit einem Schuss aus rund 30 Metern. Doch die Wehrheimer schlugen kurz vor dem Ende dank Jannik Brinkmeier noch mal zurück. Wenig später sah der zweifache Torschütze wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (90.+1), Stierstadts Hamid Faqir hatte wegen einer Tätlichkeit in der Schlussminute die Rote Karte erhalten. Tore: 0:1 Krawczyk (6.), 1:1 Biskup (30.), 1:2 Krawczyk (61.), 2:2 Biskup (68.), 2:3 Brinkmeier (72.), 3:3 Biskup (77.), 3:4 Brinkmeier (88.).

Blau-Weiß Schneidhain – SG Ober-Erlenbach 1:10 (1:3): Der Absteiger ging durch einen berechtigen Foulelfmeter in Führung und stellte die Ober-Erlenbachern zunächst vor Probleme. Auch nach dem Ausgleich taten sich die Grün-Weißen schwer, ehe sie mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause dann doch die Weichen auf Sieg stellten. „In der zweiten Halbzeit lief es besser. Vielleicht haben wir so einen Hallo-wach-Effekt gebraucht“, meinte Co-Trainer Mario Höss. Zum überragenden Spieler avancierte Adrian Matuschewski, der sieben Mal traf. Die restlichen Tore markierte Sebastian Seitz.

Spielabbruch in Neu-Anspach

Nach 75 Minuten brach Schiedsrichter Tim Feuerbach aus Karben die Kreisoberliga-Partie zwischen dem FC Neu-Anspach II und dem FC Weißkirchen beim Stand von 3:0 ab. Der Unparteiische hatte mit beiden Kapitänen gesprochen und dann die Entscheidung gefällt. Nach einem Zweikampf war FCW-Akteur Kavin Ajmaja unglücklich gestürzt, zog sich einen offenen Fingerbruch zu und wurde ins Krankenhaus gebracht. Deswegen wollten die Weißkirchener die Partie nicht mehr fortsetzen. Die drei Treffer für Anspach hatten Artur Nagel (10.), Vitali Neitzel (64.) und Sinan Parmaksiz (71./FE) erzielt. „Wir werden keinen Einspruch einlegen, wenn der Verband das Spiel mit diesem Ergebnis wertet“, sagte Uwe Eckerl. Er wird ab der kommenden Saison den FCW nicht mehr trainieren. „Das letzte halbe Jahr hat viele Nerven gekostet“, deutet der Coach darauf hin, dass er seitens der Spieler nicht die Unterstützung erfahren habe, die er sich erhofft hatte. Ob er eine Pause einlegt oder ein anderes Team übernimmt, hält sich Uwe Eckerl offen.

 

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