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Michael Schmitz (links) kassierte mit seinem RSV Weyer ebenso eine unglückliche Niederlage wie Daniel Erbse mit seinem FC Waldbrunn.

Fußball-Verbandsliga Mitte

RSV Weyer und FC Waldbrunn ärgern sich über 2:3-Niederlagen

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Der FC Waldbrunn ist die Tabellenführung in der Fußball-Verbandsliga Mitte nach seiner ärgerlichen Niederlage in Bauerbach wieder los. Der RSV Weyer kassierte seine zweite Niederlage auf neuem Terrain – unglücklich.

Der FC Waldbrunn (9.) hatte in Bauerbach mit 0:2 zurückgelegen, sich bis zur 86. Minute wieder herangekämpft und den Ausgleich erzielt, um zwei Minuten später prompt das 2:3 zu kassieren. Klar, dass man in Fussingen und Umgebung „not amused“ war. Ebenso war die Stimmung auf dem Weyerer Weilersberg, wo die Mannschaft von Frank Wissenbach gegen die gefürchteten Blau-Gelben aus Marburg mit 2:0 geführt hatte, eine 2:3-Niederlage kassierte und zunächst in den hinteren Gefilden der Tabelle zurechtkommen muss – genauer gesagt, mit Rang 16.

RSV Weyer – SF/BG Marburg 2:3 (1:0). In der Anfangsphase neutralisierten sich beide Teams weitestgehend, wobei die Marburger leichte optische Vorteile hatten. Michael Schmitz schoss nach einer Ecke aus Rückenlage deutlich drüber (8.), und Tomi Pilinger (M) lief alleine auf RSV-Keeper Marc Kohlhepp zu, schob den Ball aber am Kasten vorbei. Es blieb ausgeglichen. David Seibel zog aus rund 16 Metern ab, doch sein Schuss ging knapp am Pfosten vorbei. Im Gegenzug traf Finn Busmann mit einem tollen Schuss aus 22 Metern die Latte. Kurz vor der Pause gab es für die Grün-Weißen Grund zum Jubeln: David Seibel spielte einen sehenswerten Ball auf Timo Wind, der zunächst noch den Ball bei der Annahme verstolperte und dann doch an Blau-Gelb-Keeper Marius Gärtner zum 1:0 vorbeispitzelte. Beinah gelang den Sportfreunden noch der Ausgleich vor der Pause, doch Sascha Huhn köpfte nach maßgenauer Flanke von Nils Klug knapp neben das Tor. Nach dem Wechsel setze Weyer die nächsten Akzente: David Seibel köpfte in die Arme von Keeper Gärtner. Anschließend eroberte Andreas Petri an der Toraus-Linie den Ball, drang in den Strafraum ein, verzögerte geschickt, bis Timo Wind in Position gelaufen war, der Petris Hereingabe dann über die Linie drückte. Wenig später hätte Michael Schmitz auf 3:0 stellen können, schob aber am langen Eck vorbei. Von den Marburgern kam in dieser Zeit wenig, doch das änderte sich noch. Nach 70 Minuten kamen die Blau-Gelben gefährlich vor das Tor. Sascha Huhn erlief eine Flanke am zweiten Pfosten und köpfte über den RSV-Keeper zum Anschluss ein. Dann verwertete Tomi Pilinger die nächste Flanke und köpfte zum Ausgleich ein. Bei einem Konter in der Schlussminute gelang Marburg noch der Siegtreffer. Marc Kohlhepp hatte zunächst stark gegen Tomi Pilinger gerettet, bevor er gegen den Kopfball von Finn Busmann machtlos war.

Weyer: Kohlhepp, Orani, Din, T. Sawall, D. Seibel (84. Härtling), M. Sawall, L. Seibel , Uran, Schmitz, Wind (77. Roth), Petri – Marburg: Gärtner, Eidam, Busmann, Karge, Heuser (81. Thalmann), Kleemann (73. Sasse), Pilinger, Huhn, Weber (65. Thumberger), Klug, Moreno – SR: Radl (Biebesheim am Rhein) – Zuschauer: 120 – Tore: 1:0 Timo Wind (43.), 2:0 Timo Wind (54.), 2:1 Sascha Huhn (71.), 2:2 Timo Pilinger (76.), 2:3 Finn Busmann (90.) – Gelb-Rot: Moreno (90./M./Zeitspiel).

SV Bauerbach – FC Waldbrunn 3:2 (2:0). Pünktlich zum 1:0 in der 8. Minute erreichte die Reisegruppe Stähler nach einer kleinen Irrfahrt durch die Lahnberge ihr Ziel, als die Westerwälder auf dem Sportplatz ihrerseits schon ziellos ohne richtigen Zugriff auf Ball und Gegner umherirrten. Sie konnten mit dem Pausenstand noch zufrieden sein. Lediglich eine Chance von Lukas Scholl in der 18. Minute stand zu Buche, als sein strammer Schuss gehalten wurde. Nach dem Seitenwechsel sollte sich das Geschehen gründlich ändern. Die Waldbrunner übernahmen nach Änderung der Abwehrkoordinaten das Kommando. Mit dem Vorrücken von Moritz Steinhauer in den Maschinenraum kam Dampf hinter die Angriffsaktionen, und die bis dato blassen Wilhelmy, Moritz und Scholl kamen in die Gänge und zu Torchancen. Wilhelmy gewann Dribblings, Moritz war Anspielstation, seine Schussversuche wurden aber abgeblockt. Der an Lukas Scholl verursachte Anschlusstreffer per Foulelfmeter sorgte für Auftrieb im Rest der nun hochklassigen Partie, die dramatisch, aber unglücklich für die Westerwälder verlief. Nachdem Lukas Scholl unwiderstehlich nach Pass von Wilhelmy losmaschiert war und die Kugel aus 16 Metern mit voller Wucht neben den Pfosten ins Tor gehämmert hatte, wollten die Waldbrunner mehr. Doch ein Konter des wieselflinken Wiessner mit einem Sonntagsschuss aus 22 Metern unter die Latte sorgte für Entsetzen. Die Waldbrunner gaben nicht auf, waren fit, machten weiter Dampf, der erneute Ausgleich lag Lukas Scholl auf dem Fuß, doch das Leder trudelte am langen Pfosten vorbei ins Aus. Aus war auch nach dem letzten Konter der Bauerbacher ein aufregendes Spiel mit grundverschiedenen Halbzeiten, das eigentlich keinen Verlierer verdient hatte. Aber: Applaus für die engagierte Spielweise aller Beteiligten.

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Bauerbach: Bachmeier – Köhler, Schratz, Rechmann, Dempt – Traut, Mendack – Schwarz (81. Jura), Freese, Wiessner – Brehm (88. Gries) – Waldbrunn: Erbse, E. Böcher, R. Scholl, Egenolf, Mehr, Steinhauer, Weinand (60. Arne Breuer), Wilhelmy, Takehara, L. Scholl, Moritz – SR: Losinski (Immenhausen) – Zuschauer: 150 – Tore: 1:0 Brehm (8./FE), 2:0 Brehm (40.), 1:2 Steffen Moritz (70./FE), 2:2 Lukas Scholl (85.), 3:2 Max Wiessner (87.).

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