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Seine Tore brachten die HSG Goldstein/Schwanheim die Wende: Heiko Stade (rechts, gegen den Lollarer Eike Schuchmann).

Handball-Landesliga

Im Kampf gegen den Abstieg bezwingt der Landesligist Goldstein/Schwanheim Lollar – Eppstein überrascht in Petterweil

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Die HSG Goldstein/Schwanheim und die TSG Eppstein starteten in der Handball-Landesliga erfolgreich ins neue Jahr.

Der 31:28-Heimsieg gegen die HSG Lollar/Ruttershausen war für Goldstein/Schwanheim wichtig, um zu zeigen, dass das Team im Kampf um den Klassenverbleib voll da ist. Beim TV Petterweil bewies die TSG Eppstein mit einem überraschenden 26:25-Sieg, dass sie auch nach Bekanntwerden des Trainer-Abschieds im Sommer voll hinter Jan Immel stehen.

HSG Goldstein/Schwanheim – HSG Lollar/Ruttershausen 31:28 (16:16). Mit einer 3:2:1-Deckung und Marius May im Tor starteten die Hausherren nicht gut. „Der Gegner kam aus dem Rückraum zu leichten Toren, da mussten wir umstellen“, meinte Abdel Bel Hassani nach dem frühen 1:4. Erst als der Trainer Christoph Stade ins Tor und die Deckung auf 5:1 stellte, lief es besser. In der 24. Minute glich Goldstein/Schwanheim erstmals aus (13:13) und holte sich sogar die 15:13-Führung. „Im Angriff hatten wir noch nicht den Spielfluss und mussten uns auf einige gute Aktionen von Heiko Stade aus dem Rückraum verlassen“, meinte Bel Hassani, „der Zugriff in der Abwehr war aber viel besser“. Auch wenn der Fünfte Lollar bis zum Seitenwechsel ausglich (16:16), war die Tendenz für Eppstein positiv. Die Anfangsphase der zweiten Hälfte dominierten Bel Hassanis Schützlinge und führten mit 22:20 (42.). „Dann gab es wieder einige dumme Aktionen, die uns in Unterzahl und ins Hintertreffen gebracht haben“, berichtete der Trainer. Marco Maier foult unnötig hart und sah Rot (47.). So lagen die Gäste in doppelter Überzahl mit 25:23 vorne. Gut für Bel Hassani, dass er in der entscheidenden Phase mit Moritz Winter, Adrian Schwer, David Sherlock und Stipe Vrdoljak frische defensive Kräfte einwechseln konnte, die „15 Minuten Vollgas“ gaben und die zwei Punkte sicherten. Die Hausherren ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. „Da sieht man, was möglich ist, wenn wir alle Mann an Bord haben“, lobte Bel Hassani seine Schützlinge, die als Drittletzter einen Punkt Rückstand auf den TSV Griedel haben.

Goldstein/Schwanheim: C. Stade, May; Storck, Kleiber je 7, N. Vrdoljak 5, Tran, H. Stade je 4, Seipp, Winter je 2, S. Vrdoljak, Maier, Sherlock, Berger, Schwer.

TV Petterweil – TSG Eppstein 25:26 (12:15). Als Pierre Langes Freiwurf, den Petterweils Mittelmann in letzter Sekunde an den Innenpfosten des Gästetores gesetzt hatte, nicht ins Eppsteiner Netz, sondern heraus sprang, durften Jan Immel und Co. jubeln. „Man muss auch mal Glück haben“, freute sich der Trainer nach dem gelungenen Auftakt 2019. Gerade weil nicht klar war, wie seine Spieler auf den Rückzug ihres langjährigen Übungsleiters aus privaten Gründen reagieren würden, gefiel Immel der Coup in Petterweil. „Wir hatten der Mannschaft frühzeitig Bescheid gegeben. Sie macht einen stabilen Eindruck. Mit dem jungen, ungarischen Winterzugang Marcell Sipeki als Rechtsaußen und einem überragenden Theo Roos (12/3) schlugen die Gäste dem Tabellenzweiten ein Schnippchen. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen“, meinte Immel, „wir hatten eine gute Tagesform mit einem funktionierenden Keeper, der stabilen 5:1-Deckung und eben Theo Roos“. Dieser wühlte sich durch die gegnerische Deckung und traf nach Belieben. Nach einer deutlichen Pausenführung wendete Petterweil das Blatt – 22:19. Eppstein hatte die besseren Nerven und das Quäntchen Glück. Mit 16 Punkten steht man auf Rang sechs gut da. „Auch wenn diese Punktzahl letztes Jahr schon zum Klassenerhalt gereicht hat, müssen wir weitermachen. Dieses Jahr brauchst du mehr Zähler.“

Eppstein: Keller, Schreyer; Roos 12/3, Laun 3, Barchanski, Kerber, Sipeki, Wagner je 2, Ladwig, Müller, Henrich je 1, Erdmann.

(awo)

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