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Wir bringen Licht ins Dunkel: Wer steigt auf und wie viele ab?

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Symbolbild © red

Dieser Tage stellt sich für viele Fußball-Vereine und -Fans die entscheidende Frage: Wie viele Teams müssen aus welcher Liga absteigen? Wie lauten die Richtzahlen? Wir bringen Licht ins Dunkel, denn ganz so kompliziert wie in den vergangenen Jahren ist die Situation nicht.

VON PATRICK JAHN

Wichtig: Eine Relegation – abgesehen von der Hessenliga – gibt es nicht. Und ebenso wichtig: Der direkte Vergleich wird erst am Ende der Saison – und auch nur bei Punktgleichheit zwischen Vereinen, die um Auf- oder Abstieg kämpfen – angewendet. Bis dahin zählt immer das Torverhältnis. So steht es in der Satzung des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV).

HESSENLIGA. Weil die Abstiegsfrage in der Regionalliga Südwest geklärt ist – der FC Gießen ist der einzige Absteiger in die Hessenliga –, gehen aus der Abstiegsrunde lediglich fünf Vereine in die Verbandsligen. Das hat aber vor allem damit zu tun, dass der SC Hessen Dreieich den freiwilligen Rückzug erklärt hat und damit ans Tabellenende gesetzt wird. Zur neuen Saison spielt mit der U23 von Eintracht Frankfurt ein weiteres Team in Hessens Belétage. Hinzu kommen die Meister aus den Verbandsligen Nord, Mitte, Süd, was dazu führt, dass die eigentlich angedachte Richtzahl von 18 Vereinen definitiv überschritten wird. Sollte der Tabellenzweite der Aufstiegsrunde in den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Südwest scheitern, würde die Saison 2022/23 mit 20 Mannschaften starten. Ob dann erneut eine Teilung ansteht oder die Runde gar mit 20 Vereinen und demnach 38 Spieltagen durchgezogen wird, hängt davon ab, ob der DFB eine Teilung zulässt. Hessenliga-Klassenleiter Thorsten Bastian würde dies dann den Vereinen als Möglichkeit eröffnen. Fakt ist aber: Mindestens 19 Clubs spielen in der Saison 2022/23 in der Hessenliga. Der 1. Spieltag ist dem Vernehmen nach der 31. Juli.

VERBANDSLIGA MITTE. Auch hier herrscht Klarheit. Da mit dem SV Zeilsheim nur ein Verein aus der Hessenliga absteigen wird, trifft es am Tabellenende die letzten Vier, die in die Gruppenligen absteigen müssen. Für die Vereine aus dem NNP-Land, FC Waldbrunn und RSV Weyer, heißt es also weiter: fleißig Punkte sammeln. Die Richtzahl beträgt in der nächsten Saison 17 – und diese wird auch erreicht. Aus der Gruppenliga Gießen/Marburg steigen zwei Vereine auf, aus der Gruppenliga Wiesbaden einer.

GRUPPENLIGA WIESBADEN. Wie immer, trifft es die Gruppenliga im Bezug auf die Absteiger am heftigsten. Sechs Vereine – also ein Drittel der Liga – waren vor der Saison angedacht; es sieht auch danach aus, als würde es dabei bleiben. Entscheidend für die Berechnung ist, wie viele Vereine aus dem Bezirk Wiesbaden aus der Verbandsliga Mitte absteigen. Gefährdet sind Germania Schwanheim, FC Waldbrunn, RSV Weyer und SG Walluf. Dem FV Biebrich dürfte angesichts von acht Punkten Vorsprung im Normalfall nichts mehr passieren. Abstiegskandidaten sind zudem der FC Gießen 2, SV Bauerbach, FC Cleeberg und der SC Waldgirmes 2. Insgesamt sind acht Clubs gefährdet, vier davon aus dem Bezirk Wiesbaden. Sollte es auch nur zwei „Wiesbadener“ erwischen – und das scheint realistisch – steigen aus der Gruppenliga Wiesbaden faktisch sechs Teams ab. Sollte aber nur ein „Wiesbadener“ erwischen, steigen nur fünf aus der Gruppenliga ab. Da mehr als sechs Absteiger aus der Gruppenliga ausgeschlossen sind, wäre es zweitrangig, sollten sogar drei Clubs aus dem Bezirk Wiesbaden aus der Verbandsliga Mitte runter müssen. In der neuen Saison beträgt die Richtzahl 17, die durch die vier Aufsteiger aus den Kreisoberligen (Limburg-Weilburg, Rheingau-Taunus, Main-Taunus, Wiesbaden) dann auch erreicht wird.

KREISOBERLIGA. Klarheit auch hier. Mit der SG Selters und dem RSV Würges kommen zwei Vereine aus der Gruppenliga Wiesbaden hinzu. Der Meister – nach aktuellem Stand der VfR 07 Limburg – verabschiedet sich nach oben. Da die Richtzahl in der Kreisoberliga ebenfalls 17 beträgt und ein Verein aus der Kreisliga A – nach aktuellem Stand die FSG Dauborn/Neesbach – aufsteigen wird, steht die Zahl der Absteiger fest: vier. Hieran wird sich nichts mehr ändern, da der SV Rot-Weiß Hadamar 2 nur noch absteigen wird, wenn Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen. Derzeit scheint alles auf einen Zweikampf zwischen der SG Ahlbach/Oberweyer und der SG Winkels/Probbach/Dillhausen um den letzten freien Platz im Kreisoberhaus hinauszulaufen.

KREISLIGA A. Da vier Vereine aus der Kreisoberliga absteigen werden, hat auch die A-Klasse Gewissheit. Die Richtzahl 16, die für die Saison 2022/23 angedacht war, wird nicht erreicht – so viel schon einmal vorab. Der Meister der A-Liga verabschiedet sich ins Kreisoberhaus, von oben kommen vier Vereine runter, und aus den beiden B-Ligen steigen jeweils die Meister auf. Heißt: Aus dieser Saison müssen fünf Vereine in die B-Ligen absteigen. Mit dem zurückgezogenen SV Rot-Weiß Hadamar 3, dem SV Elz 2 und der FSG Gräveneck/Seelbach stehen drei Absteiger bereits fest. In der momentanen „Verlosung“ um die zwei verbleibenden Plätze befinden sich noch der TuS Drommershausen, der FC Dorndorf 2, die SG Weilmünster/Laubuseschbach und der SV Erbach. Und weil mehr als fünf Absteiger ausgeschlossen sind, geht auch die Kreisliga A ab August mit 17 Vereinen an den Start.

KREISLIGEN B. Hier könnte es etwas komplizierter werden. Aktuell spielen 33 Teams in zwei Gruppen. Klar ist, dass fünf Vereine aus der A-Liga runter kommen und die beiden Gruppen-Meister in die A-Klasse aufsteigen. Da der TuS Obertiefenbach eine Spielgemeinschaft mit dem FC Steinbach eingeht (voraussichtlich in der A-Liga) und sich der SC Dombach dem SV Bad Camberg anschließt, zudem der FC Rubin Limburg-Weilburg aus Gruppe 1 und die SG Merenberg 2 und die SG Steinbach/Ahlbach/Oberweyer 2 aus Gruppe 2 zurückgezogen haben, herrscht zumindest gefühlt das blanke Chaos. Klar ist aber, das hat Kreisfußballwart Jörn Metzler auf Anfrage mitgeteilt, dass aus Gruppe 1 kein Verein absteigen wird. Grund hierfür ist der Rückzug von drei Mannschaften (Obertiefenbach, Dombach, Rubin). Da in Gruppe 2 zwei Vereine zurückgezogen haben (Merenberg 2, Steinbach/Ahlbach/Oberweyer 2), wird der Drittletzte in die Kreisliga C absteigen. Das heißt: Aus der A-Klasse steigen fünf ab, die beiden Meister der B-Ligen gehen hoch, von unten kommen die beiden Meister aus den C-Ligen. Damit würde – sofern es keine weiteren Rückzieher oder Spielgemeinschaften gibt – die Richtzahl 32 (zwei 16er-Ligen) erreicht.

KREISLIGEN C. Aus dieser Spielklasse gibt es bekanntlich keine Absteiger. Die beiden Meister aus Gruppe 1 und 2 sind ab der kommenden Saison B-Ligisten. Mit dem FC Rojkurd Limburg-Weilburg steht der erste Aufsteiger schon fest. In Gruppe 2 streiten sich noch der TuS Staffel und die SG Hirschhausen/Bermbach. Ob es in der kommenden Runde wieder zwei oder vielleicht nur eine Gruppe geben wird, hängt von den Mannschaftsmeldungen ab.

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