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Ronald Borchers und Clemens Appel (von links) stehen im Kreise vieler Eintracht-Fans in Oberbrechen Rede und Antwort und natürlich zum Erinnerungsfoto bereit.

120 Jahre TSG Oberbrechen

Das wird ein Spaß: Die TSG freut sich auf die Eintracht-Stars 

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Gleich zwei große Ereignisse werden in diesem Jahr in Oberbrechen gefeiert: zum einen 120 Jahre Turn- und Sportgemeinde, zum anderen 100 Jahre Fußball in der TSG. Zum Gratulieren kommt am Freitag, 16. August, 19 Uhr, die Traditionself der Frankfurter Eintracht zu den Gelb-Schwarzen. 

Zur Vorbereitung des großen Tages hatte der Abteilungsleiter der TSG-Altherren, Steffen Roth, ins Sportheim eingeladen. Zu Gast waren kein Geringerer als Ronald „Ronny“ Borchers sowie Clemens Appel vom Trainerstab der Eintracht-Traditionself. Wenn das Jubiläumsspiel genauso unterhaltsam wird wie diese Vorab-Zusammenkunft, dann dürfen sich die erhofften zahlreichen Zuschauer auf einen mehr als speziellen Abend freuen. Denn Ronny Borchers und Clemens Appel entpuppten sich als lockere Plauderer, die den Fußball lieben und diesen so auch „unters Volk“ bringen wollen. 

Beide waren als „Markenbotschafter“ gekommen – einen Titel, mit dem Ronny Borchers gar nicht viel anfangen kann, wie er meinte. Gleich im ersten Satz zeigte der Ex-Nationalspieler, wie er die Aufgabe der Traditionself der Frankfurter Eintracht versteht: Während bei Auftritten andrerer Traditionsmannschaften – etwa der „Fohlenelf“ von Borussia Mönchengladbach oder Schalke 04 – lediglich zwei oder drei bekannte Namen auf dem Spielberichtsbogen zu finden seien, „treten wir zu Beginn mit elf Profis an“.

Und die Liste der Spieler, die sich auf dem Sportplatz in Oberbrechen tummeln werden, ist beeindruckend: Norbert Nachtweih, Uwe Bindewald, Cezary Tobollik, Ervin Skela, Thomas Zampach, Patrick Falk und viele mehr stehen für hunderte von Bundesliga-Einsätzen und Auftritte für die Frankfurter Eintracht auf internationaler Ebene. 

Körbel und Bobic?

 „Und wenn Charly Körbel und Fredi Bobic an dem Tag Lust haben, sind die auch da“, versprach Ronny Borchers – allerdings mit einem Schmunzeln im Gesicht. Doch auch die anderen Namen versprechen hohe Fußballkunst. 

„Wir haben richtig gute Jungs dabei, die auch wollen“, so Trainer Borchers. In die Geschichte der Traditionself „entführte“ Clemens Appel. Demnach hat sich das Eintracht-Team vor zwölf Jahren komplett neu aufgestellt, „um für den Verein Werbung nach außen zu machen“. Es gehört nur der dazu, der auch für die Eintracht gespielt hat – mit einer Ausnahme: Mit Hans-Peter Steinle steht ein Mann im Tor, der 1981 und 1982 Keeper der Stuttgarter Kickers war und heute bei der Eintracht-Traditionself die Gegentreffer verhindert. 

Ein dickes Lob in Richtung Eintracht kam von Steffen Roth, der den Kontakt zur Eintracht als „sehr unkompliziert“ darstellte. „Könne mir net mal e Spielsche mache?“, soll 2018 die erste Anfrage gewesen sein. Und da die Eintracht zur Einweihung des Kunstrasens schon mal in Oberbrechen war, stand dem neuen Termin nichts mehr im Wege. „Denn wir wussten, was uns erwartet“, so Ronny Borchers. Und erst recht nach dem 9:1-Eintracht-Sieg bei der Kunstrasenplatz-Einweihung. 

Aber auch die weiteren Begleitumstände – von einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen vor dem Spiel „und einem Bier nach dem Spiel“ – sind in Erinnerung geblieben. Den Alten Herren der TSG Oberbrechen gab Ronny Borchers einen Tipp: „Wir liegen in der Regel immer 1:0 zurück. Da macht es batsch und oft auch batsch-batsch.“ Auf viele Zuschauer und viel „batsch-batsch“ freuen sich die Spieler der Gelb-Schwarzen jedenfalls am Freitag, 19 Uhr.

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