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Es wird wieder gelächelt

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Von: Michael Löffler

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Die Freude nach dem 1:0 (0:0) gegen die U23 des 1. FC Kaiserslautern war riesig. „Wir haben das Lächeln wiederentdeckt“, strahlte Trainer Rico Schmitt nach dem ersten Erfolg seiner Offenbacher Kickers nach vier sieglosen Spielen in der Fußball-Regionalliga Südwest.

Der Coach lobte die Einstellung, den Kampfgeist, den Siegeswillen und größtenteils auch die Leistung seiner Spieler. „Da war ein Sieg der Moral der Mannschaft. Alle haben alles gegeben. Wir können aber noch nicht sagen, dass wir die Trendwende eingeleitet haben, sondern nur, dass wir den Trend gestoppt haben. Auf jeden Fall ist die Mannschaft aus dem Spiel gestärkt herausgekommen.“

So wichtig der Heimsieg für die verunsicherte und personell arg gebeutelte Mannschaft auch war, man darf ihn nicht überbewerten. Er war absolut verdient – aber auch glücklich. Angesichts der ausgelassenen „hundertprozentigen“ Torchancen wäre ein torloses Spiel eigentlich logisch. Doch dann schlug einmal mehr Stefano Maier zu: „Das Phantom ist aufgetaucht und hat das Ding reingenagelt“, kommentierte Schmitt das Tor des Tages. Nach einem Eckball von Alexandros Theodosiadis und der Verlängerung von Julian Dudda per Kopf traf der am langen Pfosten lauernde Maier. „Ich habe irgendwie das Näschen, wo ich stehen muss. Zurzeit fallen mir die Bälle einfach vor die Füße“, kommentierte der Abwehrspieler sein viertes Saisontor.

Diese Kaltschnäuzigkeit vorm gegnerischen Tor ließen seine Mitstreiter vermissen. In der vierten Minute eroberte der auf Rechtsaußen aufgebotene Sascha Korb den Ball und spielte Benjamin Pintol frei, der aus zehn Metern abzog. Heraus kam ein „Kullerball“, der aber wenigstens noch zu Korb kam, der die Kugel jedoch drei Meter vorm Tor nicht richtig traf. Kurze Zeit später bekam nach einer Ecke der Maier seine erste Chance; er verzog. In der Folgezeit waren die Kickers drückend überlegen. „Wir standen in der Defensive gut organisiert und konnten so geordnet nach vorne spielen“, befand Schmitt.

Mit Pressing weit in der gegnerischen Hälfte eroberten die Offenbacher viele Bälle, was fehlte, war eine brauchbare Flanke oder der gute finale Pass. Und so mussten die 5181 Zuschauer auf die nächste Chance bis in die letzte Minute der ersten Halbzeit warten. Der vorgezogen auf der „10“ spielende Marcel Gebers scheiterte mit einem Direktschuss aus 16 Metern am guten Torwart Raphael Sallinger. Maier: „In den ersten 45 Minuten waren wir sehr konzentriert und haben keine Chance zugelassen. Nach dem Seitenwechsel ging es dann hin und her.“

Die ersten Chancen der zweiten Halbzeit hatten die Gäste: Daniel Endres musste Kopf und Kragen riskieren, um gegen Tino Schmidt zu retten (49.). Maurice Deville hätte den Ball mit dem linken Fuß ins Netz schieben können, versuchte es aber mit rechts und schoss aus drei Metern übers Tor (52.). Dann kamen die Kickers, die zwischen der 53. und 71.Minute ihre beste Zeit hatten. Pintol, Niko Dobros und Korb vergaben, dann erlöste Maier seine Mitspieler und die Anhängerschaft. Am Ende reichte der eine Treffer, um den Abwärtstrend zunächst einmal zu stoppen. Ein Spitzenteam sind die Kicker aber momentan nicht.

(löf )

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